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Amy Winehouse

Als zeitlicher Nachzügler wandelte Amy Winehouse auf den Spuren der Londoner Mod-Bewegung der 1960er Jahre, ließ wie zu spät geboren, Motown-Elemente in ihrer Musik wieder aufleben und inspirierte damit unzählige Musiker und Kunstschaffende. Ihr fünffach Grammy-prämiertes Album „Back To Black“ (2006) gilt als eines der wichtigsten Alben dieser Jahre.

Geboren 1983 in Southgate, London, besuchte Amy Jade Winehouse schon als 12-Jährige eine Schule für britische Nachwuchskünstler, der sie im Alter von 14 Jahren wegen eines Piercings verwiesen wurde. Fortan besuchte sie diverse Musikschulen, unter anderem die populäre Londoner BRIT School. Nach zahlreichen Auftritten in der lokalen Clubszene wurde ihr mit 18 Jahren schließlich ein Plattenvertrag angeboten. Winehouse orientierte sich an ihren musikalischen Vorbildern, den Girlgroups der 1960er-Jahre, und entwickelte so die Kunstfigur Amy Winehouse mit Cleopatra-Make-Up und Bienenkorbfrisur.

2003 wurde Winehouse’ Debüt-Album „Frank“ veröffentlicht, das in diversen Ländern auf den oberen Chartplätzen landete und allein in ihrem Heimatland Großbritannien mit dreifach Platin ausgezeichnet wurde. Als „Best Female Artist“ wurde sie zum Stammgast auf Musikpreisverleihungen und räumte weltweit in diversen Kategorien ab.

Mehr Motown-orientiert gestaltete sich das Nachfolge-Album „Back To Black“ (2006), das Amy Winehouse schon mit der ersten Single „Rehab“ an die Spitze der Charts brachte. Letztlich gewann sie fünf Grammy-Awards für „Back To Black“ und wurde auch für ihren modischen Stil von Designer Karl Lagerfeld und US-Vogue-Chefin Anna Wintour geehrt.

Nach der Hochzeit mit ihrem Freund Blake Fielder-Civil fiel sie jedoch auch durch ihren exzessiven Lebensstil und Drogenkonsum auf, der sie körperlich immer mehr mitnahm. Nach der Scheidung von ihrem Ehemann wurde sie mehrmals in Heilanstalten eingewiesen, stand jedoch weiterhin oft betrunken auf der Bühne. Dies kostete sie diverse große Angebote und Kollaborationen.

Nachdem sich erst Zeichen der Besserung zeigten, wurde Amy Winehouse am 23.07.2011, im Alter von 27 Jahren tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden. Eine spätere Obduktion ergab einen Tod durch Alkoholvergiftung. Amy Winehouse wurde damit ein Teil des „Klub der 27“: einer Reihe von Musikern, die aufgrund ihres Lebensstils im Alter von 27 Jahren starben und zur Legende wurden.

Amy Winehouse haben wir außerdem gefunden in:

06.04.2021:  „Die Depressionen der ,Club 27‘-Angehörigen werden romantisiert.“ Auf diese Problematik möchte eine Organisation jetzt durch KI-Songs aufmerksam machen. in Künstliche Intelligenz hat einen Nirvana-Song geschrieben

31.03.2021:  BBC kündigte einen neuen Film über Amy Winehouse an, der vor allem aus Sicht ihrer Mutter das Leben der Sängerin schildert. in Amy Winehouse: Neue Doku „10 Years On“

25.03.2021:  Die großzügig erweiterte Neuauflage von „Amy Winehouse At The BBC” erscheint am 7. Mai 2021. in „Amy Winehouse At The BBC” bekommt eine erweiterte Neuauflage

Reviews zu Amy Winehouse


  • Amy Winehouse - At The BBC

    Man könnte diese Box auch mit „The Rise And Fall Of Amy Winehouse“ betiteln. Auf DVD eins sind einige ihrer besten Auftritte in „Later … With Jools Holland“ und beim „Mercury Prize“ versammelt, die Winehouse auf der Höhe ihrer stimmlichen Kunst zeigen. Bewegend ist vor allem „Don’t Go To Strangers“ mit Paul Weller. Dagegen fällt […]

  • Amy Winehouse - Lioness: Hidden Treasures

    Gar keine Frage: Natürlich hätte sich Amy Winehouse gewünscht, dass diese Songs das Licht der Welt erblicken! Insofern muss man „Lioness: Hidden Treasures“ unbedingt als einen Freundschaftsdienst begreifen. Huldigend zu Diensten waren die liebe Familie sowie die Plattenfirma in Kooperation mit Mark Ronson und Salaam Remi. Jene Produzenten also, mit denen die begabteste und schillerndste […]

  • Amy Winehouse - The Ska EP

    Schwer limitierte 7“, auf der sich dienach wie vor in schwerem Trubel befindliche Amy Winehouse an vier Cover-Versionen versucht. Überwiegend grauenvoll hören sich die drei Songs der Specials an: „Monkey Man“ könnte zu Folterzwecken mißbraucht werden, „Hey Little Rich Girl“ und „You’re Wondering Now“ sind auch nicht viel besser. Deutlich gelungener: Sam Cookes „Cupid“. Aber […]

  • The Amy Winehouse Story

    The Amy Winehouse Story (Omnibus, ca. 22 Euro) von Nick Johnstone ist eine fragwürdige Angelegenheit: Will man jetzt schon eine Biografie der 24-Jährigen lesen? Genug durchgemacht hat sie freilich, aber reicht das für ein ernstzunehmendes Porträt? Natürlich nicht, doch die knappen 140 Seiten über die Karriere-Sprünge der Britin sind zumindest nicht ganz so reißerisch wie […]

  • Nick Johnstone - Amy, Amy, Amy: The Amy Winehouse Story

    „The Amy Winehouse Story“ von Nick Johnstone ist eine fragwürdige Angelegenheit: Will man jetzt schon eine Biografie der 24-Jährigen lesen? Genug durchgemacht hat sie freilich, aber reicht das für ein ernstzunehmendes Porträt? Natürlich nicht, doch die knappen 140 Seiten über die Karriere-Sprünge der Britin sind zumindest nicht ganz so reißerisch wie all die Boulevard-Artikel über […]

  • Amy Winehouse - Frank

    Nicht vollkommen unerwartet: das Debüt der Hysterikerin, üppig ergänzt um Demos, B-Seiten und Konzert-Aufnahmen. „Frank“ (2003) ist ungefähr so anstrengend wie Amy Winehouse selbst: Soul- und R&B-Reminiszenzen mit kurrenten Beats und volatilen Jazz-Anleihen; Bläser. Flöten und Chöre sind recht beliebig um diese markante, meckernde Stimme drapiert. Das Hadern über das Ende ihrer angeblich ersten Liebschaft […]

  • Amy Winehouse - I Told You I Was Trouble :: Live in London

    Von Ärger ist hier allerdings wenig die Rede, viel dagegen von der Freude der Plattenfirma, und Amys Vater Mitch kurvt schwadronierend in seinem Taxi durch London. Im Plattenladen, auf der Suche nach Vinyl, staunt ein Freund: Ha, die Ronettes hatten Frisuren wie du! Amy erzählt, wie sie dann doch nicht in die „Rehab“ ging, weil […]



5 Serien-Geheimtipps aus den USA, die man unbedingt auf dem Schirm haben sollte

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