ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Oscars 2018: So genial reagierte Moderator Jimmy Kimmel auf die #MeToo-Debatte

Nach 2017 durfte Jimmy Kimmel in diesem Jahr erneut die Oscars als Gastgeber präsentieren. Im vergangenen Jahr stand er zunächst wie ein begossener Pudel da, als zum Schluss zunächst der falsche Film („La La Land“) zum besten gekürt wurde. Ein Mitarbeiter hatte die Umschläge vertauscht – und „Moonlight“ bekam schließlich doch die verdiente Auszeichnung.

„Dieses Jahr, wenn Sie Ihren Namen rufen hören, stehen Sie nicht sofort auf“, scherzte Kimmel, als die Kamera auf „La La Land“-Star Emma Stone geschwenkt wurde. Doch die viel schwierigerer Situation stand dem Late-Night-Spezialisten mit einem ganz anderen Thema bevor. Wochenlang debattiert Hollywood über sexuellen Missbrauch und die Demütigung von von Frauen in der Traumfabrik. Ein heikles Pflaster für einen Witzemacher. Doch Kimmel nahm das gewaltige Problem mit viel Charme und Verve auf.

Harvey Weinstein und Co. bekamen ihr Fett weg

„Was hier heute geschieht, schreibt Geschichte“, sagte Kimmel mit ernster Miene. Um dann verschmitzt zu ergänzen: „Oscar ist zur Zeit der beliebteste und am meisten respektierte Mann, denn er hält seine Hände dort, wo man sie sehen kann. (…) Er wird niemals ausfallend und hat keinen Penis.“

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Mit viel Seriosität und Ruhe erwähnte er auch Harvey Weinstein und richtete sich an all die anderen Männer, die zuletzt gestanden (oder dazu gezwungen wurden), Frauen erniedrigt zu haben: „Wir können schlechtes Benehmen nicht mehr vernachlässigen. Die Welt beobachtet uns, wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Und die Wahrheit ist, wenn wir hier erfolgreich sind, wenn wir zusammenarbeiten, um die sexuelle Belästigung zu stoppen, werden Frauen nur noch an jedem anderen Ort, den sie besuchen, mit Belästigung zu kämpfen haben“. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Kimmel das Problem auch für wesentlich größer hält, als dass es sich nur auf die Filmwelt beschränkte.

Den größten Lacher erntete der Moderator aber für seinen Witz über einen Film, der zur Zeit wie selbstverständlich den auch kommerziell erfolgreichen Wandel in Hollywood symbolisiert: „Dies ist eine Nacht der Hoffnungen, und wir wollen nun ein Licht auf eine Gruppe von herausragenden und inspirierenden Filmen werfen, von denen jeder einzelne an diesem Wochenende an der Kinokasse von ‚Black Panther‘ vernichtet wurde.“

Deutscher Effekt-Spezialist gewinnt Oscar für „Blade Runner 2049“

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„Game of Thrones“: Gab es in der finalen Staffel weniger Nacktheit wegen #metoo?

Aus ganz unterschiedlichen Gründen sorgt „Game of Thrones“ seit Jahren für reichlich Gesprächsstoff. Zuletzt war vor allem das Serienfinale von vielen Seiten verrissen und als schlechteste „Game of Thrones“-Staffel kritisiert worden. Doch neben roher Gewalt und verworrenen Handlungssträngen ist auch sicherlich der offene Umgang mit Nacktheit und allem was noch so dazu gehört ein Grund, der Zuschauer an die Bildschirme fesselte. Die „Drachenmutter“ Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) hatte bei weitem die meisten unbekleideten Szenen. Aus diesem Grund lehnte Clarke sogar eine Rolle in „Fifty Shades of Grey“ ab. – Sie wollte verhindern, auf einen Charakter-Typ festgenagelt zu werden. Doch auch Melisandre…
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