Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Rickie Lee Jones – „The Magazine“

„The Magazine“ entstand in einer schwierigen Phase der Sängerin. Neben der Verarbeitung eines Selbstfindungstrips finden sich darauf aber auch echte Meisterstücke wie „It Must Be Love“.

Als ehemalige Tom­-Waits-­Muse und von Randy Newman gepriesenes Talent hat man es nicht leicht; zur Joni­-Mitchell-­Nachfolgerin hochgehypt und von Annie Leibovitz für das Cover des ROLLING STONE fotografiert worden zu sein macht es nicht leichter.

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Nach ihren ersten beiden Alben war Rickie Lee Jones die größte amerikanische Songschreiber-­Hoffnung. Weil sie sich dem Erwartungsdruck nicht beugte, sondern ihrer eigenen musikalischen Vision folgte, gelten ihre Platten ab Mitte der Achtziger nicht mehr so viel.

„The Magazine“ entstand in einer schwierigen Phase: Jones verbrachte ein paar Monate in Paris, kämpfte mit Heroinsucht und Alkoholproblemen. Das Instrumental „Prelude To Gravity“ und das finale „Rorschachs“­Medley zeugen von einem etwas prätentiösen Selbstfindungstrip.

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Doch dazwischen verbergen sich Perlen wie das soul­poppige „Juke Box Fury“ und der flehentliche Titelsong, das somnambule „Deep Space“ und das Doo­-Wop-­inspirierte „Runaround“ . Und „It Must Be Love“ gehört zu Rickie Lee Jones’ schönsten Songs überhaupt.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten

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