Highlight: Paul McCartney kostete „Wetten dass..?“-Moderator den Job

„RAM“ von Paul McCartney: Die besten (?) Coverversionen

Am Freitag erscheint „RAM“ von Paul McCartney in der Archive Collection von Universal. Das „Deluxe Edition Box Set“ kommt dabei mit einem 112-seitigen Buch voller Fotos, handgeschriebener Texte und Notizen. Dazu gibt es satte vier CDs und eine DVD. McCartney selbst sagte erst kürzlich über dieses Album: „Ladies and Gentlemen, dieses Album stammt aus einer Zeit, als die Welt noch anders aussah. Es ist ein Teil meiner Geschichte – entstanden in den Hügeln Schottlands – und es heißt RAM. Es erinnert mich an meine Hippie-Zeit und das Gefühl der Freiheit, durch das es geprägt wurde. Ich hoffe, es gefällt Ihnen, denn mir gefällt es sehr!“ Hier kann man bereits einen Blick in das Schmuckstück werfen:

Wir hatten schon im vergangen Jahr, zum 40. Jubiläum eine Galerie mit den besten und schrägsten Coverversionen von „RAM“-Tracks zusammengestellt. Eine gute Gelegenheit, diese nun hier noch einmal zu zeigen:

Kooperation

Percy „Thrills“ Thrillington – „Smile Away“
Eine der geschätztesten Interpretationen stammt von Percy „Thrills“ Thrillington und seinem Album „Thrillington“ – und damit: von Paul McCartney höchstselbst. 1977 veröffentlichte er das Instrumentalalbum, das alle Songs von „Ram“ enthält – arrangiert von Richard Hewson, der diese Orchesterparts bereits 1971 aufnahm. Weil Linda und Paul lieber die Wings gründeten, wurde das Album ein paar Jahre geschoben…

Screaming Jay Hawkins – „Monkberry Moon Delight“
He put a spell on you, Paul McCartney!
So besessen und beseelt wie Jalacy Hawkins hier den Mond von Monkberry besingt – das hat schon Klasse. Vielleicht die beste Cover-Version in dieser Sammlung?

Dave Depper – „Monkberry Moon Delight“
Im Frühjahr 2011 erschien via City Slang das „The Ram Project“-Album von Dave Depper. Der Blog einer Zeitung in Portland schrieb über den Songwriter mal recht treffend: „Dave Depper is in a lot of bands. In fact, if you have a band in Portland, he’s probably standing behind you right now holding a bass guitar.“ Damit sind z. B. gemeint: Loch Lomond, Norfolk & Western, Musee Mecanique, Blue Giant, Jolie Holland und Mirah. Nun hat er sich also in seinem Zimmer eingeschlossen, um Paul McCartneys lange Zeit unterschätztes zweites Soloalbum „Ram“ neu einzuspielen. Das macht er eigentlich ganz gut, aber – wie McCartney-Experte Maik Brüggemeyer anmerkte: „Er kann halt nicht so gut singen.“ Wie das so klingt, kann man hier sehen:

Gaby Baginsky – „Von Calais Nach Dover (Uncle Albert – Admiral Halsey)“
Die im seltsamen Denglisch-Kauderwelsch vorgetragene Version der Schlagersängerin Gaby Baginsky darf man eigentlich nicht gut finden. Oder? Die Redaktion bleibt unschlüssig ob dieser Frage…

Death Cab For Cutie – „Dear Boy“
Die Band um Chris Walla und Ben Gibbard covert sich gern durch die Musikgeschichte – man denke zum Beispiel an das Julian Cope-Cover „World Shut Your Mouth“. Von „Ram“ wählten sie den Song „Dear Boy“, um ihn als EP exklusiv an ihren Fanclub zu verschenken. Sonderlich originell ist ihre Interpretation zwar nicht geraten, aber immerhin haben sie damit ihren jungen Fans (die sie seit dem „Twilight“- und „O.C. California“-Soundtrack“ in Massen haben) dieses lange verschmähte McCartney-Album nähergebracht. Also wurde zumindest der pädagogische Auftrag erfüllt…

Bonus-Track: Twin Freaks – „Long Haired Lady (Reprise)“
Und zum Schluss noch einmal McCartney himself – diesmal gemeinsam mit DJ und Produzent Roy Kerry alias Freelance Hellraiser. Unter dem genialen Namen Twin Freaks veröffentlichten die beiden im Jahre 2005 das gleichnamige Album, das sich musikalisch irgendwo zwischen Mash-Up und Remix verorten lässt.

Weitere Highlights


Hat Paul McCartney wirklich Gott gesehen?

Dass die Musik der Beatles schwer von psychedelischen Drogen beeinflusst war, ist bekannt. Insbesondere die „Magical Mystery Tour“ ist ein mit kunterbunten Eindrücken gefülltes Epos. Was für starke Substanzen die Fab Four genommen haben, hat Paul McCartney in einem Interview angedeutet – wobei der Künstler als derjenige gilt, der von den vier Mitgliedern noch den moderatesten Drogenumgang hatte. Im Gespräch mit der britischen „Times“ über Spiritualität erinnerte sich der 76-Jährige an eine Erfahrung mit dem Stoff Dimethyltryptamin (DMT), den er zusammen mit den Galeristen Robert Fraser genommen hatte. Die Droge war in den 60ern als LSD-Alternative beliebt geworden. „Wir waren…
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