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Neue Studie: Erfolgsformel für Ohrwurm-Garanten gefunden

🔥Studie: Musik hilft gegen Depressionen

3.) Überraschung. Ganz so einfach ist es mit dem Hit-Garant aber auch wieder nicht, denn für Erfolg braucht ein Lied auch das gewisse Etwas. Interessanterweise verhakt sich ein allzu simpler Song weniger wahrscheinlich im Kopf als einer mit ungewöhnlichen Intervallen und überraschenden Tonsprüngen oder Rhythmuswechseln. „My Sharona“ von The Knack etwa ist so ein Fall.

4.) Geschwindigkeit. Ein flotter Kracher bleibt einfach leichter hängen als ein elegisches Stück.

5.) Text. Mithilfe von Sprache bleibt eine Melodie leichter in der Erinnerung als ein reines Instrumentalstück. Andersherum ist davon auszugehen, dass das Nibelungenlied oder auch die Odyssee gesunden wurden – so viel Text kann sich ja kein Mensch merken.

"Seven Nation Army" der White Stripes wurde zur Stadionhymne
„Seven Nation Army“ der White Stripes wurde zur Stadionhymne

Musikproduzenten dürften an dieser Stelle die Ohren spitzen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich ungefähr vorhersagen lässt, ob sich eine Melodie in den Köpfen der Menschen verfängt“, sagt die Psychologin Jakubowski. „Das könnte Songwritern oder Werbern helfen, Jingles zu schreiben, an die sich jeder tage- und monatelang erinnern wird.“

Ein Rezept für den perfekten Hit gibt es jedoch nur bis zu einem gewissen Grad, da der Erfolg eines Songs von vielen Faktoren abhängig ist, etwa von Stimmung, Mode oder der Sympathie für die Stimme der Sängerin oder des Sängers.

Die Liste der am häufigsten genannten Lieder der Probanden zeigt: Lady Gaga ist die Königin der Ohrwürmer.

  1. Bad Romance von Lady Gaga
  2. Can’t Get You Out Of My Head von Kylie Minogue
  3. Don’t Stop Believing von Journey
  4. Somebody That I Used To Know von Gotye
  5. Moves Like Jagger von Maroon 5
  6. California Gurls von Katy Perry
  7. Bohemian Rhapsody von Queen
  8. Alejandro von Lady Gaga
  9. Poker Face von Lady Gaga

Ein Ohrwurm: eine Art Selbstbefriedigung?

Meistens spukt ein Ohrwurm im Kopf herum in einer Situation, in der das Gehirn im Leerlauf ist, also etwa beim Auto fahren, Geschirr spülen oder unter der Dusche (es ist also kein Klischee, dort vor sich hin zu singen). Die eine Gehirnhälfte singt der anderen gewissermaßen etwas vor, besagt eine Theorie. Am häufigsten von Ohrwürmern befallen sind übrigens Musiker, weil diese sich eingehend mit Musik beschäftigen sowie in sich gekehrte Menschen, weil diese ihr Erleben eher aus sich selbst heraus speisen als Extrovertierte.

Ein Ohrwurm: eine unvollendete Tatsache!

Warum aber kehrt ein Ohrwurm immer wieder? Hierfür liefert der sogenannte Zeigarnik-Effekt eine Erklärung: Dieser besagt, dass sich das Gehirn an unterbrochene Gedanken und unvollendete Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene, denn eine fertige Aufgabe wird innerlich abgehakt, während eine unfertige eine Spannung erzeugt: Das Gehirn möchte das Lied unbedingt zu Ende bringen. Meistens jedoch wird nur ein Fetzen des Musikstücks im Hinterkopf abgespult, weil man den Song häufig nicht in Gedanken vollenden kann, ohne dass man abgelenkt wird. Da das Hirn jedoch erst Ruhe gibt, wenn sein Vollendungswunsch befriedigt wird, meldet es sich immer wieder mit dem nervigen Gedudel.

Das Haschen nach Aufmerksamkeit

Abhilfe schafft es, den Ohrwurm im Kopf zu Ende zu spielen. Denn auf Kommando verschwindet der Quälgeist in etwa so gut wie die Aufforderung: „Sei mal spontan!“ funktioniert. Es kann aber helfen, andere, „echte“ Musik zu hören, die das Gehirn ablenkt. Oder man kaut einen Kaugummi, da die Mundbewegung angeblich das akustische Gedächtnis hemmt.

Nicky J. Sims Redferns


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