System of a Down teilen zwei Songs über Bergkarabachkonflikt


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Im Zuge des Bergkarabachkonflikts zwischen den Streitkräften Armeniens und der Republik Arzach haben System of a Down zwei neue Songs veröffentlicht, um Spendengelder für armenische Hilfsfonds zu generieren. Beide Songs – „Protect The Land“ und „Genocidal Humanoidz“ – handeln auch thematisch von der militärischen Auseinandersetzung. Es ist der erste Song-Release der legendären Crossover-Metalband seit 15 Jahren.

Zu der Neuigkeit schrieben System of a Down auf Twitter: „Wir als SOAD haben gerade zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder neue Musik veröffentlicht. Der Zeitpunkt, dies zu tun, ist jetzt, da wir vier zusammen als eine einheitliche Stimme etwas äußerst Wichtiges zu sagen haben.“ Für Serj Tankian, Daron Malakian, Shavarsh Odadjian und John Dolmayan hat der Konflikt in Armenien auch einen stark persönlichen Wert, da es sich dabei um das Heimatland aller vier Bandmitglieder handelt.

In einem offiziellen Statement stellte die Gruppe noch deutlicher klar, was ihr Anliegen mit den beiden neuen Tracks ist. So heißt es in dem Text: „Am 27. September griffen die vereinten Streitkräfte Aserbaidschans und der Türkei (zusammen mit IS-Terroristen aus Syrien) die Republik Berg-Karabach an, die wir als Armenier Artsakh nennen. Im Laufe des letzten Monats wurden Tag und Nacht junge und alte Zivilisten durch den schrecklichen Anblick und die Geräusche von Raketenangriffen, fallenden Bomben, Raketen, Drohnen und Terroranschlägen geweckt.“

Weiter schreiben sie: „Es ist dringend notwendig, dass die Weltbürger ihre jeweiligen Regierungen dazu drängen, nicht nur die Handlungen der korrupten Regimeführer Aserbaidschans und der Türkei zu verurteilen, sondern auch darauf zu bestehen, dass die Führer der Welt dringend handeln, um der Region Frieden zu bringen und Artsakh zu Recht als die unabhängige Nation anzuerkennen, die es ist. Das Wichtigste und Dringlichste ist, dass wir Euch demütig bitten, zu spenden.“ Am Ende des Statements bitten SOAD ihre Fans um Mithilfe: „Wir sind uns bewusst, dass es für viele von Euch bequemere Wege gibt, Musik zu hören. Bitte betrachtet die Möglichkeit, diese Lieder herunterzuladen, daher als einen Akt der Nächstenliebe, der über allen anderen steht. Die Musik und die Texte sprechen für sich selbst. Wir möchten, dass ihr für Artsakh sprecht.“