Highlight: Es lebe die Kopie! Nach 50 Jahren erlischt das Copyright. Und dann?

Neunte Kunst

„The Art Of Leaving“: Exklusiver Frauentag-Comic über Priscilla Presley

„I’m Every Woman“ ist Liv Strömquists dritte deutsche Publikation und eine Kompilation ihrer frühen Comics, die in Schweden Ende der Nuller-Jahre erschienen sind. Wie auch schon in ihren späteren Alben „Der Ursprung der Welt“ und „Der Ursprung der Liebe“ setzt sich Strömquist mit der oft komplizierten Beziehung zwischen Mann und Frau auseinander, wobei sie mit Hilfe von Fakten und (feministischer) Theorie versucht, die Machtverhältnisse offenzulegen. Das gelingt ihr oft scharfsinnig und beißend komisch. Manchmal schießt sie aber auch vollends über das Ziel hinaus und liefert eine nicht selten unfreiwillig komische bebilderte Variante des neusten akademischen Entwicklungsstandes der Gender-Forschung. Auch das hat zweifellos seinen Reiz.

In diesen neuen Comic-Stories zertrümmert die Zeichnerin den Mythos des männlichen Genies und gibt den Frauen eine Stimme, die stets nur als Fußnote an der Seite ihrer schöpferischen, verehrten Göttergatten auftauchten.

Kooperation

Darunter Physikerin Mileva Marić, die ihrem Ehemann Albert Einstein nicht nur Essen kochte, sondern seine Gedankenwelt mehrmals vom Kopf auf die Füße stellte (aber heute komplett vergessen ist), Lee Krasner, die nach der Eheschließung mit Künstler Jackson Pollock ihr eigenes Werk unfreiwillig verdörren ließ, und natürlich Yoko Ono, die wohl kaum je mit einem realistischen, gar versöhnlichen Blick betrachtet wurde. Hier gibt’s die Revanche!

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Comic-Wunder „Am liebsten mag ich Monster“: Einmal Hölle und zurück

Wie bei allen anderen Künsten auch gibt es in der Welt der Comics nur alle paar Jahre ein Werk, das andere ganz und gar überstrahlt und zu der bass erstaunten Frage führt: Wie hat das der/die AutorIn nur gemacht? „Am liebsten mag ich Monster“, das Debüt der 57-jährigen Zeichnerin Emil Ferris, ist solch ein geheimnisvoller Monolith - auf jeder einzelnen Seite ein Ereignis, von dem man sich nicht so schnell erholt. Als die Graphic Novel 2017 in den USA erschien (nach einer gruseligen Verzögerung: Die gedruckten Bände versandeten im Panamakanal, weil die chinesische Druckerei Pleite ging), sorgte es in der…
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