The Fall: Mark E. Smith ist tot


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Mark E. Smith ist tot. Das meldete die Twitter-Seite von The Fall. Smith wurde 60 Jahre alt.

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Die Todesursache muss noch bekannt gegeben werden. Im vergangenen Jahr hatte Smith mit großen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sagte ab August Konzerte in den USA ab. Wie sein Management damals mitteilte, hatte er Probleme mit Hals, Mund und Atemtrakt. Wäre der Brite nach Amerika geflogen, teilte seine Sprecherin noch im Dezember mit, hätte er sein Leben riskiert.

Der Meldung zufolge verstarb Smith zuhause. Das Management teilte außerdem mit, dass eine „umfassendere Nachricht“ zum Tod des Musikers in den nächsten Tagen folgen solle.

In der ROLLING-STONE-Porträtreihe „Unsere Helden“ schrieb ROLLING-STONE-Chefredakteur Sebastian Zabel im Jahr 2014:

Ich bezweifele, dass es je einen größeren Beschwerdekünstler geben wird als Mark E. Smith aus Manchester. Viele haben sich daran versucht, zuletzt die Sleaford Mods, doch der Mann mit dem ihm seit fast 40 Jahren bei seinen mal wütenden, mal beleidigten, mal lakonischen, mal abweisenden Bühnenauftritten über das linke Auge fallenden Seitenscheitel bleibt unerreicht, wenn es um Stoizismus und Silbenschleudern geht. Oder darum, andere mit dem ihm eigenen proletarischen Selbstbewusstsein zu dissen.

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Es ist fast 30 Jahre her, dass mich ein Bekannter in Frankfurt mit hinter die Bühne nahm, um Mark E. Smith zu treffen. Ich machte damals ein eigenes Fanzine, hatte einen Kassettenrekorder unter dem Arm und hoffte darauf, dass mir der dünne, grantelige Mann ein Interview geben würde. Er tat mehr als das. Er bot mir einen Orangensaft an. Er ließ keine der damals aktuellen Bands gelten außer Felt.

Unfassbar kohärentes Werk

Er bezeichnete Billy Bragg als belanglos und Paul Weller als politisch naiv. Er sagte: „Die Independent-Szene in England ist langweilig, Scheißplatten, Zeitverschwendung.“ Er war sichtlich stolz auf seine damalige Ehefrau und Gitarristin Brix, die versuchte, uns mit Nazi-Witzen zu erheitern.


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