The Supremes: Sängerin Barbara Martin ist tot


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Barbara Martin von The Supremes ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Sängerin der legendären Motown-Gruppe starb bereits am Mittwoch (04. März). Ihr Tod wurde inzwischen von Vertretern der Gruppe bestätigt.

So schrieb Gründungsmitglied Mary Wilson im Namen der Band in einem Statement: „Unsere Herzen sind bei Barbaras Familie und ihren Freunden. Einmal ein Supreme, immer ein Supreme.“

Martin war von 1960 bis 1962 Mitglied bei den Supremes und trat der Gruppe bei, als sie noch The Primettes hieß. Sie ersetzte Betty McGlown-Travis, die geheiratet hatte und deswegen nicht weiter mit ihren Kolleginnen arbeiten wollte.

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Zunächst gelang den Musikerinnen der Durchbruch nicht, so dass sich Martin (wie auch Florence Ballard) um ihren Schulabschluss kümmerte, während Diana Ross und Mary Wilson als Duo weitermachten. Für ihre ersten Singles bei einem kleinen Label kamen aber wieder alle vier zusammen. Gleichzeitig arbeiteten die Sängerinnen im Hintergrund für andere Motown-Bands.

Als die Supremes noch die Primettes waren: Florence Ballard, Mary Wilson, Diana Ross und Betty McGlown
Als die Supremes noch die Primettes waren: Florence Ballard, Mary Wilson, Diana Ross und Betty McGlown

Barbara Martin sprach so gut wie nie über ihre Zeit mit The Supremes

Die Gruppe unterzeichnete 1961 einen Plattenvertrag mit Motown Records und benannte sich um in The Supremes (ein Titel, der vom Label kam und nicht unbedingt auf Zustimmung bei den Frauen stieß), aber Barbara Martin wurde 1961 schwanger und entschied sich, der Musik zunächst den Rücken zu kehren. Obwohl ihr Ehemann ihre Karriere unterstützte, verließ sie die Gruppe 1962.

Kurioserweise war Martin auf keinem einzigen Singles-Cover zu sehen. Auch auf dem Cover des Longplayer-Debüts der Supremes, „Meet The Supremes“ (1962), für das sie viele Songs mit eingespielt hatte, ist sie nicht abgebildet.

Lange Zeit sprach sie öffentlich nicht über ihre Zeit bei den Primettes/Supremes, machte aber für das Reissue von „Meet The Supremes“ im Jahr 2010 eine Ausnahme.

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