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Blackout Tuesday
Highlight: Rammstein live 2020: Tickets, Termine, Vorverkauf – FAQ

Viagogo zockt weiter mit Rammstein-Tickets ab – trotz Abmahnung

Rammstein gehen juristisch gegen Viagogo vor! Allein die Nachricht dürfte bei vielen Musikfans – und nicht nur bei jenen, die Rammstein zugetan sind – für Erleichterung gesorgt haben.

Seit vielen Jahren bietet die Ticket-Börse Eintrittskarten für große Events an, von Adele über beliebte Musicals bis hin zu Fußballspielen. Veranstaltungen also, bei denen klar ist, dass der Andrang beim Kauf der Tickets sehr hoch ist. So war es natürlich auch bei Rammstein, als sie den Verkauf für die Stadion-Konzerte im kommenden Jahr via Eventim starteten. Nach nur vier Stunden waren sämtliche Karten restlos ausverkauft. Europaweit.

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Viagogo wirbt weiter für Rammstein-Tickets

Doch bei Viagogo gab es trotzdem noch viele der begehrten Rammstein-Tickets. Allerdings zu sündhaften Preisen bis hin zu 1.000 Euro. Um dieses halblegale Geschäft zu verbieten (Rammstein hatten exklusiv mit Eventim zusammengearbeitet und die Karten als Kampfmittel gegen den Schwarzmarkt personalisieren lassen), hat die Band eine einstweilige Verfügung vor Gericht gegen Viagogo erwirkt. Werbung darf im Netz dafür eigentlich nicht mehr gemacht werden.

Rammstein im Jahr 2000.
Rammstein im Jahr 2000.

Nur schien das nicht viel gebracht zu haben. Die Angebote für Rammstein-Tickets bei Viagogo sind trotz des Verbots weiterhin im Netz zu finden. Immer auch dabei: Ein Countdown, der anzeigt, dass es bald kaum noch Karten im Verkauf gibt. Ob diese Angaben stimmen, weiß nur Viagogo. Stichproben zeigen, dass es sich dabei wohl nur um einen Köder handelt, um möglichst schnell zuzugreifen. Ein Verfahren, das viele von Hotel- und Flug-Börsen kennen könnten. Auch hier werden oft Zweifel an der Authentizität solcher Einblendungen angemeldet.

Großbritannien geht gegen Viagogo vor

Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens ist einen Schritt weiter gegangen: Er forderte das Schweizer Unternehmen in dieser Woche auf, sich an britisches Recht zu halten und Kunden nicht über das zu täuschen, was angeboten wird. Ansonsten müsse man mit hohen Bußgeldern oder noch drastischeren Strafen rechnen. Konkret beanstandeten die Richter allerdings nicht das zweifelhafte Geschäftsmodell an sich, sondern die am Ende des Buchungsprozesses aufgeschlagenen Gebühren und die willkürliche Preistreiberei.

Mick Hutson Redferns


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