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Die besten Songs aller Zeiten: The Rolling Stones – „(I Can’t Get No) Satisfaction“

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Die besten Songs aller Zeiten: The Rolling Stones – „(I Can’t Get No) Satisfaction“

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Das ist das Riff, das die ganze Welt kennt“, sagte Steve Van Zandt von der E Street Band einmal. „Und ein frühes Beispiel für Dylans Einfluß auf die Stones und die Beatles. Es war ihre Interaktion in diesem Jahr 1965, die den Gang der Geschichte veränderte. Der Zynismus, den Dylan einführte, und die Idee, dass persönlichere Texte aus der Folk- und Bluestradition auch in der Popmusik Platz hatten — das brachte die Stones von ,The Last Time‘, ihrem ersten bemerkenswerten Song, innerhalb weniger Monate zu ,Satisfaction‘.“

Das legendäre Riff flog Keith Richards im Traum zu, eines Nachts im Mai 1965 in seinem Motelzimmer in Clearwater, Florida, damals der fünfte Stop ihrer dritten US-Tour. Er wachte auf, griff zur Gitarre und spielte die Musik, die durch seinen Kopf schoss, auf einen Kassettenrecorder. Nur einmal, dann schlief er wieder ein. „Auf der Kassette hört man noch, wie ich das Plektrum fallen lasse“, sagte er später. „Der Rest ist Schnarchen.“

Abscheu vor Amerika

Dieser nächtliche Funke, das Riff, mit dem „Satisfaction“ losgeht und sofort zur Sache kommt, war die Wegscheide – der Punkt, an dem aus dem frühen Rock’n’Roll, diesem jungen, hüpfenden Ding, etwas anderes wurde: Rock. Das jähe Temperament von Richards‘ Riff durch einen Verzerrer gespielt. Der höhnische Frust in Jaggers Text und sein Heulen im Refrain. Der gnadenlose Vorwärtsmarsch von Rhythmusgitarrist Brian Jones, Bassist Bill Wyman und Drummer Charlie Watts – das war der Sound einer Generation, die die Welt übernehmen wollte.

Später räumte Mick Jagger ein, „Satisfaction“ sei sein „Weltbild“ gewesen, „meine Frustration über alles“. Vom Riff und der Titelzeile inspiriert (auch sie stammt von Richards), schrieb Jagger den Text, diese Litanei der „Abscheu vor Amerika, und seinem Reklame-Syndrom, der permanenten Überflutung“ in zehn Minuten am Pool, am Tag nach Richards‘ Traum.

Wenngleich Keith Richards in jener Nacht auch von Chuck Berry geträumt haben könnte: Jagger deutete 1995 an, Richards könnte den Refrain unbewusst von einer Zeile aus Berrys „30 Days“ übernommen haben: „I don’t get no satisfaction from the judge.“ „Ein Engländer würde das nie so formulieren“, sagte Jagger. „Ich sage nicht, dass er absichtlich geklaut hat, aber wir haben diese Platten damals viel gehört.

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