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Madonna: Deshalb kam es zum Desaster-Auftritt beim ESC

Nach dem verheerenden Mini-Gig von Madonna beim ESC am Samstag (18. Mai) blieben viele Zuschauer ratlos zurück. Wie konnte es sein, dass sich die Queen Of Pop dermaßen blamierte? Während „Like A Prayer“ tappste sie unsicher über die Show-Treppe, dazu blieb ihr beim Singen mehrfach die Luft weg. Kaum ein Ton wollte sitzen.

Stunden nach dem ungemütlichen Auftritt gab es dann doch erste Details, wie es soweit kommen konnte. Wie „Bild“ berichtet, sei Madonna schon bei den Proben stimmlich alles andere als auf der Höhe gewesen. Auch deshalb seien Verantwortliche des Events zunächst einmal verwundert gewesen, dass Madonna beim ESC live singen wollte. Wer tatsächlich bei den Proben dabei war, sagt das Blatt aber nicht. Angeblich haben jene Beobachter aber gedacht, dass sie ihre Stimme nur für den Auftritt schonen wolle.

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Inzwischen ist klar, dass es sich bei dem Stimmlos-Moment nicht um ein technisches Problem handelte. Das bestätigte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Sonntag (19. Mai) in einem Statement. Anscheinend hat Madonna bei „Like A Prayer“ auf Risiko gespielt (schließlich sorgte der Autotune-Effekt in „Future“ dafür, dass kaum einer an der Stimme der Sängerin zweifeln konnte).

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„Vielleicht sollte sie langsam darüber nachdenken, ihre Karriere zu beenden“

Musikproduzent Brix, der Lena Meyer-Landruts einst mit „Satellite“ einen ESC-Siegertitel produzierte, wird von „Bild“ mit giftigen Worten zitiert: „Madonna war noch nie die große Sängerin. Das ist ja allgemein bekannt. Darum geht es auch bei ihr nicht. Vor diesem Hintergrund hätte ich ihr geraten, besser nicht live zu singen. Der Autotune-Effekt auf der Stimme ist ja Absicht und Stilmittel. Auch das haben bestimmt viele Leute falsch verstanden. Unabhängig davon, ist der Auftritt an sich aber irgendwie recht tragisch. Der neue Song unglaublich langweilig. Vielleicht sollte sie langsam darüber nachdenken, ihre Karriere zu beenden.“

Natürlich gab es auch reichlich viele Verschwörungstheorien im Netz. Manche vermuteten, dass Madonna mit ihrem Stimmlos-Auftritt möglicherweise Aufmerksamkeit für ihre neue Platte produzieren wollte, die noch Tage nach der Veranstaltung anhält. Andere glaubten, dass die Veranstalter des ESC mit voller Absicht eine Blamage der Sängerin erreichen wollten – wohl auch deswegen, weil sie während ihrer Show ein politisches Zeichen setzen wollte. So könnte sich auch erklären, warum lange Zeit kein Vertrag zwischen der Musikerin und den Veranstaltern zustande kam.

Möglicherweise hatte Madonna aber auch einfach Probleme, während „Like A Prayer“ mit ihrer schweren Kutte die Treppe hinabzulaufen. Das würde ihre Atemaussetzer und die unsichere Stimme erklären. War Madonna während der Proben einmal gefallen und wollte dies während des Auftritts unbedingt verhindern?

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Madonna landet mit „Madame X“ 9. Nummer-Eins-Album

Mit jedem neuen Album versucht Madonna verzweifelt, dem aktuellen Zeitgeist zu entsprechen. Ob man das als opportunistisch oder aufmerksam interpretieren will, bleibt jedem selbst überlassen. Jedenfalls muss man anerkennen, dass es funktioniert. Mit ihrem vierzehnten Studioalbum „Madame X“, das am 14. Juni veröffentlicht wurde, landete die Pop-Ikone ihr insgesamt neuntes Nummer-Eins-Album in den Billboard-Charts. Wie Madonna im Gespräch mit „Billboard“ erklärte, begleitet sie der Name „Madame X“ schon seit ihrem 19. Lebensjahr. Weil die mittlerweile 60-Jährige zu ihren Tanzstunden jedes Mal mit komplett verändertem Aussehen erschien, taufte ihre Lehrerin sie „Madame X“ – ein Image, dass die Sängerin nun als…
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