Nach dem ESC-Shitstorm: Xavier Naidoo bricht sein Schweigen

Nach dem Shitstorm wegen seiner ESC-Nominierung hat Xavier Naidoo am Dienstagabend erstmals über die Vorgänge gesprochen. Zu VOX sagte der 44-Jährige: „Wenn es eine Demokratie nicht aushält, dass ein kleiner Sänger aus Mannheim sein Maul aufmacht, dann ist die Demokratie auch nichts wert“. Der Sender porträtiert den Musiker in der Doku „Die Xavier Naidoo-Story“.

Die Nominierung Naidoos als Eurovision-Song-Contest-Teilnehmer für Deutschland als auch die Absage waren unglücklich verlaufen. Zunächst hatte der NDR ihn, ohne vorher eine Abstimmung zu leisten, als Kandidaten für Stockholm ausgerufen. Dann zog der Rundfunk Naidoo wieder zurück – weil es gegen den Sänger, der kontroverse politische Auffassungen vertritt, erhebliche Proteste in den sozialen Netzwerken gegeben hatte.

„Es war für mich immer klar, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob die in der Lage sein werden, mich auch wirklich durchzuboxen. Ich wusste natürlich, es wird einen Riesenshitstorm geben“, so Naidoo. Gefreut über seine Teilnahme habe er sich dennoch.

Aber auch ohne Xavier Naidoo hatte die Nation beim ESC kein Glück. So wie im Vorjahr belegte Deutschland den letzten Platz, diesmal nicht mit Ann Sophie, sondern mit Jamie-Lee Kriewitz.


Eurovision Song Contest: Ben Dolic vertritt Deutschland 2020

Es gab einige Verwirrung um den deutschen Beitrag bei dem diesjährigen Eurovision Song Contest. Lange wartete man auf einen Kandidaten für 2020 und auch einen Vorentscheid wie in den letzten Jahren gab es nicht. Nun ist der Song für Rotterdam da, und er kommt von Ben Dolic. „Violent Thing“ ist eine Partyhymne des in Ljubljana, Slowenien geborenen Sängers, der 2018 bei „The Voice of Germany“ den zweiten Platz belegte. Dolic, der mittlerweile in Berlin lebt, nahm bereits 2016 mit seiner damaligen Band an dem slowenischen ESC-Vorentscheid teil. Ausgesucht wurde der Track von zwei Jurys, eine hundertköpfige „Eurovision-Jury“ und der zwanzigköpfigen…
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