Nirvana-Manager über Mordtheorien bezüglich Kurt Cobain


Der ehemalige Nirvana-Manager Danny Goldberg hat sich zu den Behauptungen geäußert, Kurt Cobain – heute jährt sich sein Todestag zum 25. Mal – sei ermordet worden, und bezeichnete diese als „lächerlich“.

In einem Interview mit dem „Independent“ sprach Goldberg – er war von 1990 bis 1994 Manager der Band – über Cobains zunehmend unberechenbares Verhalten, das in seinem späteren Suizid endete. Die sich darauf entwickelnden„Verschwörungstheorien um Cobains Tod bezeichnete Goldberg als „lächerlich“.

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„Er war auf Drogen, er bekam eine Waffe“

„Er hat sich selbst getötet. Ich sah ihn in der Woche davor, er war deprimiert. Er versuchte sechs Wochen zuvor, sich umzubringen, er hatte viel über Selbstmord gesprochen und geschrieben, er war auf Drogen, er bekam eine Waffe“, so Goldberg über Cobain.

Im Oktober ’91, als die Band in Nordamerika tourte, lief „Smells Like Teen Spirit“ auf MTV praktisch ununterbrochen. Club-Gigs wurden zu ausverkauften Triumphzügen, die Albumverkäufe schossen in die Höhe. Im Januar ’92 stand „Nevermind“ auf Platz eins der Album-Charts. Doch die locker-poppige Bösartigkeit und schweißgetränkten visuellen Details des „Teen Spirit“-Videos warben auch höchst effektiv für etwas viel Größeres: die Erfindung des Punk-Metal und die Indie-Ideale einer neuen Generation von Seattle-Bands. Mit Nirvana als Speerspitze stürmten Soundgarden, Pearl Jam, Alice in Chains, Screaming Trees und Mudhoney die Radio-Playlists und Album-Charts und wurden der Pop-Mainstream der nächsten fünf Jahre. „Eine zufällige Ansammlung von Außenseitern, die sich gegenseitig keinen großen Druck machten“, beschreibt Mudhoney-Sänger Mark Arm die glorreiche Zeit, bevor die Talentscouts wie Heuschrecken über die Stadt herfielen und nach „Grunge-Bands“ Ausschau hielten. „Es gab einen Kern von vielleicht 50 Leuten, die man bei fast jedem Konzert sah“, ergänzt Mudhoneys Drummer Dan Peters. Viel Geld war damals nicht zu holen ...

„Warum spekulieren die Leute darüber? Die Tragödie des Verlustes ist so groß, dass die Menschen nach anderen Erklärungen suchen. Ich glaube nicht, dass daran etwas Wahres dran ist“, sagte Goldberg im Interview.

Über die im Vorfeld problematische Beziehung zu Cobain sagte der ehemalige Manager von Nirvana:

„Es war keine gute Situation, sich mit ihm persönlich zu verbinden, denn es waren so viele andere Leute da, und ich bin sicher, dass er sich in seinem eigenen Haus unter Belagerung fühlte“, fuhr Goldberg fort. „Aber Courtney hatte Angst. Sie hatte gesehen, dass er eine sehr harte Zeit durchmachte und dachte, dass andere Leute, die mit ihm sprachen, ihn vielleicht dazu bringen würden, Hilfe zu holen.“

Danny Goldberg veröffentlichte kürzlich sein Buch „Serving the Servant: Remembering Kurt Cobain“, dessen Vorabdruck im aktuellen ROLLING STONE zu lesen ist.

Paul Bergen

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