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„Once Upon A Time In Hollywood“: Tarantino musste Manson-Szenen streichen


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In einem Interview mit „Entertainment Weekly“ schlüsselte der US-Schauspieler Damon Herriman kürzlich auf, welche Unterschiede es in seinen beiden filmischen Interpretation von Charles Manson gibt. In zwei verschiedenen Werken spielt der Schauspieler die Rolle des Sektenführers – in Tarantinos aktuellem Film „Once Upon A Time In Hollywood“ und in der Netflix-Serie „Mindhunter“.

Wie Herriman erklärte, hätte die Herangehensweise der beiden Projekte an den düsteren Kultanführer unterschiedlicher nicht sein können. Während Manson in der Netflix-Produktion ausführlicher portraitiert wird, taucht er in Tarantinos Film nur kurz auf. „Für mich war es ziemlich offensichtlich, worin die Unterschiede liegen würden“, so der 49-Jährige im Interview. „Du kannst den Ton schon dem Skript entnehmen: „Mindhunter“ ist ein klassisches Drama, „OUATH“ hat offensichtlich eher den Tarantino-Touch.“

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Dass Manson nur so kurz in dem Film zu sehen ist, war ursprünglich anders geplant, so Herriman. „Wir haben schon ein bisschen mehr gedreht, als später im fertigen Schnitt aufgetaucht ist. Er hat ganz schön viel weggelassen. In seinem Film konnte ich aber weniger morbide auftreten, die Rolle hatte einen spaßigeren Ton. In „Mindhunter“ hingegen ist Manson bereits im Gefängnis, er ist verbittert und wütend auf die Welt.“

Doch was geschieht mit dem Extra-Material?

Dass es scheinbar so viel Zusatzmaterial von Charles Manson gibt könnte das Gerücht untermauern, Tarantino plane eine „Extended-Cut“-Version des Films, zum Beispiel für Netflix. Dies war bereits bei „The Hateful Eight“ der Fall, der speziell für den Streaming-Dienst neu geschnitten und als Mini-Serie veröffentlicht wurde. Tarantino äußerte sogar bereits die Idee, aus „OUATH“ eine Serie im Western-Stil zu machen. Allerdings ohne Leonardo DiCaprio.

Lesen Sie hier die ROLLING-STONE-Filmkritik zu „Once Upon A Time…“. 


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