Das wollte Robbie Williams wirklich mit seinem WM-Mittelfinger sagen

Das wollte Robbie Williams wirklich mit seinem WM-Mittelfinger sagen

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Robbie Williams hat für viel Aufregung gesorgt, als er bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM in Russland in Moskau letzte Woche ein kurzes Medley von einigen seiner größten Hits aufgeführt, später aber den Mittelfinger in die Kameras zeigte. Statt großer Belohnung (angeblich sagte der Sänger in die Kameras: „I did this for free!“) drohte eine Rubel-Strafe wegen einer obszönen Geste in der Öffentlichkeit.

Am Dienstag  (19. Juni) sprach Williams nun im britischen Fernsehen über seinen Auftritt. „Bei solchen Dingen ist es wirklich wichtig, keinen internationalen Zwischenfall zu verursachen“, sagte er. „Und wisst ihr was? Ich habe es geschafft.“ Mit einem Lächeln fügte er hinzu, dass die umstrittene Fingergeste lediglich andeuten sollte, dass noch eine Minute Zeit bis zum Anpfiff wäre, weil er mit seiner Show etwas in Verzug geraten sei.

Williams: „Ich stand unter großem Druck, weil nur noch eine Minute übrig war und ich nicht wusste, ob ich es in einer halben Minute schaffen würde. Also habe ich nur einen einminütigen Countdown gemacht.“

Robbie William: Verstand will einfach nicht gehorchen

Zur Erklärung fügte er aber auch an, dass er sich selbst eben nicht so gut vertrauen könne. „Ich weiß nie so genau, was ich als nächstes tun werde“, so der Sänger. „Mein Plan war einfach, den richtigen Ton zu finden und nicht umzukippen. 99 Prozent davon habe ich hingekriegt. Aber nichts klappt halt endgültig bei mir. Irgendwas blockiert meinen verstand und später muss ich mich dann selber fragen: ‚Hast du das jetzt wirklich gemacht? Ja, das habe ich, oder?“

Robbie Williams wurde schon vor seinem Mini-Konzert in Moskau in seiner Heimat scharf dafür kritisiert, im Schatten Putis aufzutreten und damit Russland zu unterstützen. Großbritannien steckt mit dem Gastgeberland der FIFA-WM in einer schweren diplomatischen Krise, seit die Behauptung im Raum steht, dass zwei ehemalige russische Agenten auf englischem Boden mutmaßlich von russischer Seite aus einem Giftanschlag ausgesetzt wurden. Politiker behaupteten gar, Robbie Williams verkaufe für Putin seine Seele.

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