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Tool: Sänger Maynard James Keenan kämpft noch immer mit Corona-Folgen


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Bereits zu Beginn der Pandemie hatte sich Maynard James Keenan im Februar eine Infektion mit dem Coronavirus eingefangen. Die Auswirkungen der Erkrankung spürt der Frontmann der Band Tool allerdings noch immer.

„Ich habe COVID überlebt, aber es war nicht schön“

In einem Interview mit „Arizona Republic“ offenbarte der Sänger, dass er selbst jetzt, Monate später, noch mit Lungenschäden und Hustenanfällen zu kämpfen hat. „Ich schlage mich immer noch mit den Nachwirkungen herum“, sagte Keenan. „Ich habe COVID überlebt, aber es war nicht schön.“

Erst jetzt spricht der Musiker so offen über seine Erkrankung und deren Folgen. „Ich wollte irgendwie nicht damit herumrennen und es herausschreien“, gestand er. „Aber es ist echt. Und es gibt Nachwirkungen“, betonte er. „Ich musste starke Medikamente einnehmen, um die Nachwirkungen zu bekämpfen. Doch ich huste nach wie vor. Und auch meine Lunge ist noch immer geschädigt.“

Einige Symptome verschwinden nicht

Mit diesem Schicksal ist der Sänger nicht alleine. Immer häufiger wird von Fällen berichtet, in denen die Symptome nicht nach Abklingen der Infektion verschwinden. Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging Keenan auch noch näher auf seine Beschwerden ein. „Jeden zweiten Tag habe ich diese Hustenanfälle, weil meine Lungenflügel an den Rändern beschädigt sind. Und gerade erst habe die Entzündung überwunden, die sich an meinem Handgelenk und an meinen Händen ausgebreitet hatte“.

Im Zusammenhang mit Corona hat sich im Körper des Rockers nämlich auch eine entzündliche Gelenkerkrankung entwickelt. „Ich hatte einen Autoimmun-Angriff auf meinen Organismus in Form einer rheumatoiden Arthritis. Soweit ich weiß, befällt sie im Grunde genommen seltsame Stellen und ist zufällig“, berichtet Keenan. „Das ist es also, was ich habe. Das war mein Preis.“

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Im deutschsprachigen Raum spricht man auch von der chronischen Polyarthritis. Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind bis heute nicht geklärt. Doch neben genetischen Faktoren stehen vor allem auch Viren oder Bakterien im Verdacht, die chronische Erkrankung auszulösen.

Maynard James Keenan warnt

Gegen Ende des Gesprächs mahnt der Sänger zur Achtsamkeit im Umgang mit der Pandemie. „Passen Sie einfach auf sich und Ihre Mitmenschen auf. Das ist alles. Seien Sie einfach sicher. Seien Sie nicht dumm.“

Ende Februar steckten Tool noch mitten in ihrer Tournee durch Australien und Neuseeland. Damals gab es einen Bericht, dass mindestens ein Fan die Show in Auckland besuchte, der mit dem Coronavirus infiziert war. Von dort aus spielten Tool tatsächlich noch zwei US-Shows im März, bevor die Konzert-Industrie auch in den Vereinigten Staaten zum Erliegen kam.

Mit seiner Band Puscifer wird Maynard James Keenan am 30. Oktober das neue Album „Existential Reckoning“ veröffentlichen, das hier vorbestellt werden kann. Auch Tool hoffen, im Lockdown eine neue EP aufnehmen zu können.


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