ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Jeff Buckleys Meisterwerk „Grace“: Hallelujah!

Jeff Buckley

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    Jeff Buckleys Musik lebt von seiner Improvisationsgabe und der weichen Stimme, die über mehrere Oktaven reicht. Er wurde eine wichtige Inspirationsquelle für andere Künstler, die ihm daraufhin eigene Songs widmeten. Neben seinen Eigenkompositionen war Buckley vor allem dafür bekannt, Stücke anderer Künstler so gekonnt zu covern, dass man sie für seine eigenen hielt. Mit dem Cover von Leonard Cohens „Hallelujah“ feierte Jeff Buckley seinen größten Erfolg. Sein zweites Studioalbum „My Sweetheart The Drunk“ konnte er aufgrund eines tödlichen Unfalls 1997 nicht mehr fertigstellen. Buckley ertrank am 29.05.1997 im Wolf River in Memphis, Tennessee.

    Der Sohn des Musikers Tim Buckley wurde 1966 in Anaheim, Kalifornien, unter dem Namen Jeffrey Scott Buckley geboren und studierte nach seinem High-School-Abschluss am Musicians Institute in Hollywood ein Jahr lang Musik.

    Erste öffentliche Aufmerksamkeit erlangte Jeff Buckley bei einem Gedenkkonzert für seinen Vater in der St. Ann’s Church in New York, als er drei von Tim Buckleys Songs interpretierte. Aus diesem Auftritt ging eine Zusammenarbeit mit Gary Lucas hervor, mit dem er die Songs „Mojo Pin“ und „Grace“ schrieb. Kurz darauf begann er, in verschiedenen Bars neben einigen Eigenkompositionen zahlreiche Coverversionen zu spielen und erhielt wenig später seinen ersten Plattenvertrag, aus dem sein Debüt- und einziges Studio-Album „Grace“ 1994 hervorging. Da sein eigenes Song-Material nicht ausreichte, wurden auch drei Coverversionen integriert, unter anderem das Lied „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Mit dieser Interpretation erlangte Jeff Buckley seinen internationalen Durchbruch und noch heute wird er fälschlicherweise oft für den Autoren dieses Songs gehalten.

    Kooperation

    Nach einer ausgiebigen Welttournee veröffentlichte Jeff Buckley ausschließlich Konzert-Mitschnitte, auf denen erneut zahlreiche Coverversionen enthalten waren. 1997 startete er dann seine „Phantom-Tour“, auf der er jeden Abend unter einem anderen Namen auftrat, um Material für ein neues Album auszuprobieren.

    Nachdem er in Memphis, Tennessee, mit den Arbeiten zu „My Sweetheart The Drunk“ begonnen hatte, ertrank er am 29.05.1997 im Wolf River, weil ihn die Bugwelle eines Schiffes unter Wasser zog. Die Vorarbeiten wurden von seiner Mutter Mary Guibert unter dem Namen „Sketches For My Sweetheart The Drunk“ als Doppelalbum herausgegeben.


    Jeff Buckleys Meisterwerk „Grace“: Hallelujah!

    Mit "Grace", seinem einzigen kompletten Studioalbum, hat sich Jeff Buckley einen festen Platz in der Popgeschichte gesichert. Keine leichte Kost: melancholische Melodien und nachdenkliche Texte über unerfüllte Liebe. Doch die zehn fragilen Songs zwischen Folk, Jazz und Rock sind so schön, dass David Bowie "Grace" als eines von zehn Alben mit auf die einsame Insel nehmen würde. Der Heidelberger Jazzmusiker Karl Berger, der für die Streich-Arrangements verantwortlich zeichnete, erinnert sich: "Jeff war musikalisch sehr offen und kannte Musik von der klassischen Avantgarde bis zum modernen Jazz. Er ließ mich schreiben, was immer ich wollte." Das Label Columbia machte allerdings einige…
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