• Andreas Borcholte


  • Avatar

  • Es hätte genausogut das Ende der Band sein können. Armer Greg Dulli? Eine bange Frage, die sich inzwischen, zum Glück, erübrigt hat „1965“ heißt die sechste LP der Afghan Whigs – für die Band ein Neubeginn, so platt dieser Begriff auch klingen mag. Der kurze Rückblick auf eine turbulente Karriere... weiterlesen in:

    Als ihr Meisterwerk floppte und der Sänger erkrankte, lösten sich die AFGHAN WHIGS auf. Das Comeback erfreut, die Musik aber... und mehr Grunge

  • Mit Migräne schreibt sich s besser? Fragen wir M. Doughty, den von chronischem Kopfschmerz allzu oft geplagten Tonangeber der New Yorker Rock-Avantgardisten. Auf den einschlägigen Fan-Sites im Internet wird bereits heftig darüber spekuliert, ob Doughty nicht vielleicht sogar für den nihilistischen Cartoon-Charakter Mignaine Boy auf MTV Pate stand passen würde... weiterlesen in:  Nov 1998

    LA. war keine Kur: Auch auf Album Nr. 3 kultivieren SOUL COUGHING New Yorker Neurosen

  • Gibt’s einen Unterschied zwischen dem New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani und den Fun Loving Criminals? Aber sicher: Rudi „Zero Tolerance“ Giuliani versteht im Gegensatz zu Huey, Fast und Steve überhaupt keinen Spaß. Seit der hatte Metropolen-Mayor mittels Drogen-Razzien und nächtlichen Polizei-Großeinsätzen Tabula rasa gemacht hat, ist’s den drei spaßverliebten Kleinkriminellen... weiterlesen in:  Okt 1998

    Subtilität statt Provokation – die New Yorker FUN LOVING CRIMINALS lernen aus Fehlern und mehr New York

  • Vor zehn Jahren verkaufte sie vier Millionen Platten. 18 Jahre war sie, gerade der High School-Uniform entwachsen. Doch nach dem „Twist In My Sobriety“ und dem ^4ndent Heart“ wollte der Indo-Britin nichts mehr gelingen. Kritiker wie Publikum priesen ihre laszive Stimme und eine Ausstrahlung, die das Geheimnis des Orients mit... weiterlesen in:  Sep 1998

    TANITA TIKARAM: dem Comeback auf der Spur

  • Freude oder Schmerz. Komm her! Aber wenn, tu‘ mir nichts. Frauen sind ständig im Wechselbad der Gefühle. Sie schwanken zwischen extremer Angriffslust und offen zur Schau gestellter Verletzlichkeit. Ein Widerspruch, der seinen Reiz hat. Sonst würden Männer nicht ständig versuchen, ihm auf den Grund zu gehen. Am deutlichsten zeigt sich... weiterlesen in:  Jul 1998

    Vier reizvolle Widersprüche

  • Seine Lyrics lesen sich wie Frank Millers „Hard Boiled“-Comics ohne Bilder: Schreddernde Sci-Fi-Action trifft auf morbide Macht- und Lustmotive. Das Chaos der Emotionen tobt in Dave Wyndorfs Ergüssen, die nur einer ausbrüten kann, der zu lange an menschenleeren Tankstellen in New Jerseys Öde die Zeit totschlagen mußte. – Die Gründung... weiterlesen in:  Jun 1998

    Lärm-Orgie: MONSTER MAGNET sind am Limit

  • Eskilstuna ist eine kleine Stadt mit 90 000 Einwohnern, irgendwo in Schweden. Kent ist ein schwedischer Vorname für Männer, der in den Siebzigern populär war Fügt man diese beiden Elemente zusammen, erhält man Skandinaviens Antwort auf Britpop, und die hat nichts mit den Wannadies oder den Cardigans zu tun. „Wenn... weiterlesen in:  Jun 1998

    Aus Schweden für die ganze Welt: KENT

  • „Ich schrieb ‚Drive‘ unmittelbar vor meinem ersten Gig in Auckland. Ich war höllisch unter Druck, weil ich nicht genug Stoff für ein 40-Minuten-Set hatte.“ Resultat der Panik war „Drive“, das Titel/Kernstück ihres Debüt-Albums – eine wunderschöne Ballade, ein Juwel, das vom Himmel fiel. „Die besten Songs schreiben sich sowieso wie... weiterlesen in:  Jun 1998

    Neuseelands Antwort auf Alaska: BIC RUNGA

  • Zwei Männer, eine Frau: Wir denken an die „Fabulous Baker Boys“ und die klassische Dreiecks-Kiste, dann erst an eine der zahllosen Trip-Hop-Bands, die von sich behaupten, genau das eben nicht zu sein. Klar, Morcheeba zählen zur zweiten Kategorie. Nachdem das Debüt „Who Can You Trust“ von Kritikern gefeiert wurde (natürlich... weiterlesen in:  Apr 1998

    MORCHEEBA: Pot, Pop und Portishead

  • Jetzt mal ganz ohne Nostalgie: Waren die Achtziger nicht, musikalisch gesehen, das aufregendere Jahrzehnt? Gab es in dieser oftmals verwirrenden Dekade nicht weitaus mehr Aufbruchstimmung als heute und Bands, die sich die Aufgabe stellten, den Pop neu zu erfinden (oder es zumindest versuchten)? Josef K., Orange Juice und Aztec Camera... weiterlesen in:  Mrz 1998

    Homogenität trotz großer Vielfalt: der verkannte Pop-Dialektiker MALCOLM ROSS und mehr Edwyn Collins

  • Charakter, so scheint es, liegt in der Familie. Vor 10 Jahren, Emma war gerade erst 18 geworden, offerierte ihr eine große Firma einen Plattenvertrag. Für jedes andere Mädchen mit Talent wäre das der „Big Deal“ gewesen, die Erfüllung der kühnsten Träume. Emma jedoch lehnte ab. Statt dessen vertiefte sie sich... weiterlesen in:  Mrz 1998

    Von Vetternwirtschaft keine Spur: Ihr Debüt schuf EMMA TOWNSHEND im Alleingang und mehr Pop

  • Crossover, das ist ein Schimpfwort. „Warum eigentlich? Wir mixen halt Rock und HipHop, andere machen dasselbe mit Pop oder Jazz und nennen das ‚Alternative‘, weil’s gerade schicker ist“, wehrt sich Julian Constantin, songschreibender Bassist und Sänger von Uncle Ho, und fugt scherzhaft seufzend hinzu, daß „man es ja als Crossover-Band... weiterlesen in:  Feb 1998

    Die Crossover-Band UNCLE HO schlägt auch balladeske Töne an. Vom Erfolg wollen sie sich aber nicht überrumpeln lassen und mehr Hip Hop

  • Lety-ourlety-ourlety-our… Videotheken, H&M-Läden und Imbißbuden sind in diesen Tagen erfüllt von einem klagenden Singsang. Die neue Cranberries-Single? Dolores O’Riordans Mutterschaftsgesang vielleicht? Weit gefehlt. Dieser allgegenwärtig-massenkompatible Hit mit gälischem Einschlag und Top Ten-Plazierung via MTV heißt „Rescue Me u und ist von drei Berlinern, zwei mit Guß, einer mit Zucker. Zauberei... weiterlesen in:  Feb 1998

    Handgemachte Hexerei

  • Eigentlich wollte Rob Thomas ja ein seriöser Schriftsteller werden, doch „dummerweise hatte ich nie diese Geduld, mich an die Schreibmaschine zu setzen und eine Short-Story oder sogar einen Roman zu Papier zu bringen. Also hab ich’s irgendwann mal mit Songschreiben versucht.“ Das Ergebnis dieser Notlösung ist eine Gruppe, die sich... weiterlesen in:  Feb 1998

    Message im Mainstream

  • Eben war man noch im Begriff, den zweiten Plastikbecher mit Bier zu ordern, da steht urplötzlich die komplette Gruppe auf der Bühne und schwingt sich in „Changing Man“ wie ein fetter Trucker auf seinen Bock: Luftverdrängung pur. Weller ist wieder da, der ewige Wechselbalg. Es ist fast genau ein Jahr... weiterlesen in:  Dez 1997

    PAUL WELLER

  • Das erste, was man diesem junkiehaft verkrumpelten Häufchen Mensch entgegenschnauzen will, ist »jetzt reiß dich mal zusammen!“, bevor das dann doch Anstand und Respekt vor dem Künstler verhindern. Andrew Dorffs Hände sind in ständiger Bewegung, ein ewiges Zittern, Pulen, Schubbern und Kratzen. Sein Blick ist überall, trifft aber nie deinen... weiterlesen in:  Nov 1997

    Hinter der Maske des Junkies musiziert ANDREW DORFF fast auf Dylan-Niveau

  • Der Mann erscheint mit den passenden Accessoires. Lange Haare, kurze Hosen, buntes Hemd und in der Hand hält er… Staubsaugerschläuche? Kauzig soll er sein, der Hoover, und wer sich wie ein Staubsauger nennt… Aber es sind nur alte Röhrenkabel. Martin Englert, Ende Dreißig, geboren in Berlin, benötigt sie für seine... weiterlesen in:  Okt 1997

    Mit seinem analogen Equipment schraubt der Kontrollfreak und Eigenbrötler HOOVER beschwingte Popsongs zusammen

  • Justin Curries Blick schweift vom Fenster des Plattenfirmen-Büros aus über den berüchtigten Krisen-Stadtteil St. Georg und den Hamburger Hauptbahnhof. Ein bißchen erinnere es ihn an seine Heimatstadt Glasgow, sagt er. Glasgow sei auch so eine Stadt, deren Schönheit sich erst bei näherer Betrachtung offenbare. Dabei regt sich kein Schmunzeln im... weiterlesen in:  Aug 1997

    Stets exzellente Musik, doch selten der richtige Hit: DEL AMITRI bleiben melancholische Poeten der Tragikomik

  • Manchen wird es ganz warm ums Herz, wenn Lou Reed „Coney Island Baby“ intoniert – manche stehen eher auf Sinatras „Stormy Weather“. Jon McCrea gehört zur zweiten Kategorie – und statt sich als braver Musiker der 90er Jahre dafür zu schämen, schreibt er lieber einen Song darüber. Und spricht damit... weiterlesen in:  Mai 1997

    Gute, alte Melodien und Cover-Versionen: Die Kalifornier CAKE erfreuen mit Witz

  • Wenn man aus Liverpool kommt, ist man gleich im Zugzwang. Jeder klopft deine Musik von vorn bis hinten ab, ob du auch ja nicht ein bißchen zuviel nach Beatles klingst… Das nervt, aber nicht so sehr, daß wir uns wünschten, wir kämen aus Manchester“, erklärt Tommy Scott breit grinsend –... weiterlesen in:  Mai 1997

    Auf Beatles & Britpop keinerlei Bock: SPACE