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Billie Eilish löst mit Fotos Diskussion über die Sexualisierung von Frauenkörpern aus


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Am vergangenen Sonntag (2. Mai) teilte Billie Eilish via Instagram eine Reihe neuer Fotos, die sie in Vintage-Dessous für die neue Ausgabe der britischen „Vogue“ zeigen – und damit löste die 19-Jährige nun eine hitzige Diskussion über die Sexualisierung von Frauenkörpern aus.

Als Billie Eilish 2015 ihre Karriere im Alter von gerade mal 14 Jahren startete, zeigte sie sich stets in weiten Baggy-Klamotten. Es war ein Look, für den sich die junge Musikerin jahrelang bewusst entschied – nicht zuletzt auch aus Schutz vor Sexualisierungen, wie sie 2019 in einer Kampagne für Calvin Klein erklärte: „Ich möchte nicht, dass die Welt alles über mich weiß. Ich meine, deshalb trage ich große, weite Kleidung. Niemand kann eine Meinung haben, weil man nicht sieht, was darunter ist. Niemand kann sagen: ‚Oh, sie ist schlank, sie hat einen flachen Arsch, sie hat einen fetten Arsch. Niemand kann so etwas, weil sie es nicht wissen.“

Eilish wehrte sich schon in Vergangenheit gegen Sexualisierung

Unangemessenen Spekulationen über ihren Körper sah sich Eilish trotzdem jahrelang ausgesetzt. Als 2020 dann auch noch mehrere Paparazzi-Fotos kursierten, auf welchem sie am Strand im Bikini zu sehen war und auf einem anderen ein engeres Top trug, spitzen sich die Kommentare und Bewertungen bezüglich ihres Körpers weiter zu. Darauf wehrte sie sich schließlich mit dem Spoken-Word-Gedicht „Not My Responsibility“, in welchem sie klarstellte, dass die Meinungen anderer Menschen über ihren Körper nicht in ihrer Verantwortung liege.

 

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Mit ihrem Shooting für die britische „Vogue“ behält Billie Eilish nun weiterhin die Kontrolle darüber, wie sie ihren Körper öffentlich präsentiert. In dem dazugehörigen Interview sagte sie unter anderem: „Entwerte mich nicht als Vorbild, nur weil du angeturnt von mir bist“ und schießt damit auch gegen jene, die sie nur mit einem verdeckten Körper als körperpositive Ikone feiern. Zudem betonte sie, dass sie mit ihrem bisherigen Baggy-Look keinen Widerstand gegen andere weibliche Popstars leisten wollte, die sich weniger bedeckt kleiden.

„Deinen Körper zu zeigen sollte dir keinen Respekt nehmen.“

Über die generelle Sexualisieren von Frauenkörpern in unserer Gesellschaft sagte Eilish außerdem: „Plötzlich bist du eine Heuchlerin, wenn du deine Haut zeigen willst, und du bist leicht zu haben, du bist eine Schlampe, eine Hure. Wenn dann so ist, dann bin ich stolz drauf. Ich und alle Mädchen seien Huren, aber scheiß drauf. Lasst es uns umdrehen und davon ermächtigt sein. Deinen Körper zu zeigen – oder nicht – sollte dir keinen Respekt nehmen.“

Einige Kritiker*innen, die offenbar den Kern des gesamten Interviews nicht erkennen, beschuldigen Eilish nun, dass sie dem Druck der Industrie erliege und sich selbst sexualisiere. Gegen solche Anschuldigen wehren sich in den Sozialen Medien nun auch ihre Fans. Hier ein Ausschnitt:

 


Lindemann: Live-Version von „Praise Abort“

Ab 2015 machen der Rammstein-Sänger Till Lindemann und Multiinstrumentalist Peter Tägtgren mit ihrem Duo-Projekt Lindemann gemeinsame Sache. Doch seit letztem Jahr steht fest: In Zukunft wird Tägtgren nicht mehr mit dabei sein. Lindemann wird somit zum Soloprojekt. Daher kündigten die beiden an, sich am 21. Mai 2021 mit dem Live-Album „Live in Moscow“ inklusive Konzertfilm zu verabschieden. Die Live-Performance von „Praise Abort“ ist ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Abschiedsplatte. Nachdem vor vier Wochen mit „Allesfresser“ bereits die erste „Live in Moscow“-Singleauskopplung erschien, stimmen LINDEMANN mit „Praise Abort“ nun noch einmal mehr auf ihr bevorstehendes Live-Album ein. Der Song stammt von…
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