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George Michael: Zehn unentdeckte Song-Geheimtipps, die jeder kennen sollte

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George Michael: Zehn unentdeckte Song-Geheimtipps, die jeder kennen sollte

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George Michael hinterlässt viele unveröffentlichte Lieder. ROLLING STONE stellt einige vor, die im Netz kursieren – dazu Songs, die auf Compilations oder als Standalone-Aufnahme ein eher unbeachtetes Dasein fristen.

1. Maybe It’s Not Your Time

Das “Trojan Souls”-Projekt ging George Michael nach “Listen Without Prejudice Vol. I” von 1990 an. Der Sänger, dem immer mehr an ein Verschwinden von der Bildoberfläche gelegen war, hatte nun folgendes Ziel: Als Songwriter einen gewichtigen Fußabduck hinterlassen, in dem er anderen Künstlern Lieder gibt, und er als Duettpartner unauffällig mit einspringt. Daher das “Einschleichende mit anschließendem Kuckuck” wie im Plattentitel.

Janet Jackson wäre darunter gewesen, Bryan Ferry,  Seal und Wendy Melvoin. Nichts davon findet sich später auf regulären Veröffentlichungen.

Bootlegs dieser Phase gibt es zum Beispiel bei Discogs.

George Michael voller Ekstase bei einem Live-Auftritt im Jahr 1988

2. Cowboys and Angels (Instrumental)

Mit mehr als sieben Minuten Spieldauer das längste Stück auf “Listen Without Prejudice Vol. I”, ein Stück Jazzpop über das Eingeständnis, das man eben nicht jeden Menschen haben kann. Andy Hamilton spielte das Saxofon-Solo dieses Lieds, das mit den amerikanischen Mythen, Engeln und Cowboys, jongliert, und das in der Fassung ohne Gesang fast noch schöner ist.

Hier hören.

3. W.T.F.

Das “Trojan Souls”-Unterfangen sollte auch dieses Duett mit dem (Arbeits!)-Titel “W.T.F.” beinhalten, für das Sade als Gesangspartnerin auserkoren war. Im Netz gibt es nur diese Instrumentalfassung: Sie enthält Georges “Freedom ’90”-Beat, leicht beschleunigt, sowie auf Sade zugeschnittene Calypso-Percussions. Eher interessant als aufregend.

Bootlegs dieser Phase gibt es zum Beispiel bei Discogs.

4. “Heal The Pain” featuring Paul McCartney

Es ist nicht unmöglich Paul McCartney, neben Bob Dylan der wohl legendärste lebende Musiker, für ein Duett zu gewinnen, das wussten zuletzt Rihanna, Fran Healy oder Matt Berry. Mit George Michael gab es diese Neu-Einspielung eines “Listen Without Prejudice Vol. I”-Tracks.

Mehr Akustik, mehr Bongo – der Song war von Anfang an eine Beatles-Hommage, oder?

Erhältlich auf der Best-Of  “Twenty Five”.

mccartney-george-michael

5. Jive Talkin’

Wer in den Achtzigern aufwuchs, hielt den Bee-Gees-Klassiker nicht selten für einen Song von George Michael. Andros Georgiou holte den mit ihm verwandten Sänger in seine Duett-Formation Boogie Box High, aus der 1987 diese Coverversion entsprang:

https://www.youtube.com/watch?v=Oy478gs2kQ4

6. A Moment With You

Mit “Older” hatte George Michael 1998 längst abgeschlossen, als er diese dem Album so ähnliche Ballade hinterherschob, Thema: Wie gehe ich öffentlich mit meiner Sexualität um? Es erschien auf seiner “Ladies and Gentlemen”-Best-Of.

https://www.youtube.com/watch?v=2ZeCRu2K8rk

7. Safe

Das “Older”-Outtake hätte seinen Platz auf dem Album verdient, musste aber Tanzflächen-Material wie “Strangest Thing” weichen. Ob das gut war, darüber lässt sich streiten – das Lied ist auf der Sammlung “Twenty Five” enthalten.

Michael, George & Wham & Live Aid

8. Kissing A Fool (Instrumental)

Die “Faith”-Single war sein erster Ausflug in den Jazz, Frank Sinatra wollte das Stück nicht haben. Die Version ohne Gesang bringt den Big-Band-Sound zum Ende noch deutlicher zum Ausdruck.

https://www.youtube.com/watch?v=QXfz7yQVvxU

9. Careless Whisper (Albumversion)

Alle Menschen dieser Welt kennen die kürzere Single- bzw. Musikvideoversion: Nach drei Sekunden setzt das Saxofon ein.

Cleverer ist die Langfassung auf Platte. George Michael, die Rhythmus-Sektion ist still, das Blasinstrument auch, singt vom Verlassensein, neben ihm nur Keyboards. Dann, nach einer Minute: DAS SCHLAGZEUG UND DAS SAXOFON. Ein Spannungsaufbau mit viel größerer Wirkung.

wham-make-it-big

10. MTV Unplugged

Für März wird die Deluxe-Edition von “Listen Without Prejudice Vol. I” erwartet, die erstaunlicherweise den Unplugged-Auftritt von 1996 enthalten wird – hätte der nicht besser zu einer Neuauflage von “Older” gepasst, das kurz vor der Perfomance erschien?

“Freedom ’90” wird hier zum großen Gospel, der Drumcomputer von “Everything She Wants” im Schlagzeug aufgelöst – und “Praying For Time” funktioniert auch ohne Bombast.

https://www.youtube.com/watch?v=3K9rDq9zUKQ
https://www.youtube.com/watch?v=W1PuJb-blp8
Michael Putland Getty Images
Arte 1 / YouTube
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