Glastonbury Festival wegen Corona vor dem finanziellen Ruin?


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Das britische Glastonbury Festival ist eine der berühmtesten Musikveranstaltungen überhaupt. Dieses Jahr hätte das 50. Jubiläum stattfinden sollen, doch stattdessen droht dem Festival nun der Bankrott.

Wie auch alle anderen Veranstaltungen musste das Glastonbury Festival wegen der andauernden Corona-Krise abgesagt werden. Laut Festivalchef Michael Eavis könnte dies „das Ende“ des prestigeträchtigen Festivals bedeuten, sollte es 2021 nicht stattfinden können.

50 Jahre Musik-Geschichte – bald Geschichte?

Gemeinsam mit seiner Tochter Emily kümmert sich der 84-Jährige bereits seit Jahren um die geschichtsträchtige Veranstaltung, die er mitbegründet hat. „Es muss im nächsten Jahr stattfinden, sonst würden wir wirklich bankrott gehen“, gibt der Veranstalter gegenüber „The Guardian“ zu.

Zur Jubiläums-Edition dieses Jahr hätten Musik-Größen wie Paul McCartney, Kendrick Lamar und Taylor Swift auftreten sollen – solch eine Erfahrung könnte bald Geschichte sein, sollte das Glastonbury auch nächstes Jahr nicht stattfinden können. „Es muss passieren, wir müssen weitermachen. Andernfalls wird Feierabend sein. Ich glaube nicht, dass wir noch ein Jahr warten könnten“, so Eavis.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie gefährden die Veranstaltungsbranche noch immer stark. Auch Tochter Emily stimmte zu, dass sich das Glastonbury Festival in einer „sehr ernsten Lage befinden würde, wenn wir die Veranstaltung im nächsten Jahr absagen müssten.“

Denn ein Festival von solch einer Größe, mit Weltstars auf der Bühne, kostet seinen Preis. „Wir haben keine unbegrenzten Ressourcen, wir haben gerade so genug, um auch das nächste [Festival] zu schaffen.“ Die diesjährige Absage hätte die Veranstalter „eine beträchtliche Summe an Geld gekostet“, so Emily.

Das jährlich auf der Worthy Farm in Somerset stattfindende Festival ist ein eigenständig organisiertes Event und dementsprechend auf staatliche Hilfe angewiesen.


Hollywood streicht wegen Corona alle Sex-Szenen

Die großen geplanten Hollywood-Produktionen der nächsten Monate werden auf Darstellungen von Sex und körperlicher Intimität größtenteils verzichten. Das geht aus den Hygiene-Vorschriften hervor, die sich laut „The Sun“ für viele Studios wegen der grassierenden Corona-Pandemie ergeben. Derzeit ruhen immer noch alle Dreharbeiten, doch bereits ab Freitag (12. Juni) soll es wieder losgehen. Enger Hautkontakt ist allerdings mit Blick auf die schnelle Verbreitung des neuartigen Erregers ein Problem. Für Filme, bei denen sich das nicht vermeiden lässt, soll es computeranimierte Sex-Szenen geben, heißt es in dem Bericht des britischen Boulevard-Blatts. Sicher wird die Regelung auch Auswirkungen auf die Produktion von Serien…
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