Mitschuld am Tod? John Prines Witwe nennt Trump einen „verdammten Idioten“


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Im April dieses Jahres starb Country-Sänger John Prine an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Zahlreiche Menschen nahmen Anteil an seinem Tod, unter anderem Elvis Costello, Bruce Springsteen und Roger Waters. Fiona Whelan Prine hat am Mittwochabend anlässlich der Präsidentendebatte noch einmal an den Tod ihres Mannes erinnert.

„Mein Mann starb unter seiner Verantwortung“

Für Whelan Prine war es offenbar nur schwer erträglich, Donald Trump während der TV-Debatte zu sehen. Auf Twitter ließ sie ihrem Ärger Luft.

„Kann jemand diesen verdammten Idioten von der Bühne holen? Mein Mann ist unter seiner Verantwortung gestorben“, schrieb sie. Damit spielt sie auf Trumps unreflektierten und unsouverän anmutenden Umgang mit dem neuartigen Erreger an, der bereits über 200.000 US-Bürger das Leben kostete. Der Tweet wurde mittlerweile über 10.000 mal gelikt und erhielt zahlreiche Retweets und Kommentare. In erster Linie erfährt die Witwe viel Anteilnahme und Zustimmung.

„Trump ist die Manifestation der republikanischen Heuchelei“

Ein bekennender Fan des verstorbenen Musikers rügte jedoch, sie würde mit ihren Beleidigungen das Erbe ihres Mannes „verderben“. Daraufhin entgegnete Whelan Prine: „Sie haben nicht wirklich auf sein Werk gehört, wenn Sie glauben, dass John etwas anderes als Verachtung für die moderne Republikanische Partei und alles, was sie repräsentiert, übrig hatte. Trump ist die ultimative Manifestation ihrer eigennützigen Heuchelei.“

„Als müsste man jeden Tag einen Mörder im Fernsehen sehen“

Trotz rasant steigender Infektions- und Todeszahlen spielte Trump die Pandemie herunter. Zudem behauptete er, es gebe keine „negativen Auswirkungen“ von Kundgebungen in Innenräumen, die eindeutig gegen die Richtlinien zur sozialen Distanzierung verstießen.

Andere Twitter-Nutzer fanden sogar noch drastischere Worte als Whelan Prine selbst. „Es tut mir so leid um Ihren Verlust als Folge des bösen, hirnlosen, niederträchtigen, selbstsüchtigen Umgangs dieses Verbrechers mit Covid-19 vom ersten Tag an. Er hat Blut an seinen Händen. Mein tiefes Mitgefühl für Ihren tragischen Verlust“, kommentierte eine Person. Ein anderer Nutzer äußerte ebenfalls sein Mitgefühl und schrieb, es sei, als müsse man jeden Tag einen Mörder im Fernsehen sehen.


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