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Keane im Interview: „Wenn du davon träumst, wie es früher einmal war“


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Als Keane 2013 ihren vorerst letzten Auftritt in Deutschland im Berliner Club „Goya“ spielten, wusste niemand, wann und wie es mit der Band weitergehen würde. Nach über zehn Jahren Karriere verabschiedeten sich die Musiker aus Sussex mit einem Best-Of-Album und gingen jeder für sich erst einmal anderen, eigenen Dingen nach. Sänger Tom Chaplin veröffentlichte ein Soloalbum, das alles andere als große Wellen schlug. Schlagzeuger Richard Hughes setzte sich in Zusammenarbeit mit „Amnesty International“ für Menschenrechte ein. Tim Rice-Oxley, Keyboarder der Band, schloss sich mit dem Bassisten Jesse Quin zusammen, die beiden gründeten das Duo „Mount Desolation“. Ihr erfolgreichstes Video auf YouTube hat 375.000 Klicks – nicht viel für eine Band, deren Mitglieder bei Keane spielten, die einst als Britpop-Hoffnung gefeiert wurden. Jetzt ist das Quartett mit neuem Album „Cause and Effect“ zurück, ROLLING STONE traf die Musiker zum Interview.

Der große Knall, der Trennungs-Skandal blieb aus, doch auch wenn die Band fast bis zuletzt dementierte, sich auflösen zu wollen, war es ihnen anzumerken, dass sie in einer Sackgasse angekommen waren. Richard Hughes sagt dazu, lachend: „Es hat sich so angefühlt, als würden wir es einfach zu Ende bringen wollen. Keiner von uns hat es wirklich mehr genossen, was wir zu dem Zeitpunkt gemacht haben. Eigentlich hat Tom schon zwei Jahre zuvor angedeutet, dass er eine Pause braucht, mal etwas anderes machen will. Wir haben das verstanden, aber es hat sich trotzdem so angefühlt, wie bei einem Date versetzt zu werden.“

Mit „Somewhere Only We Know“ schrieben Keane einen ihrer erfolgreichsten Songs
Mit „Somewhere Only We Know“ schrieben Keane einen ihrer erfolgreichsten Songs

Die Retrospektive erlaubt den Musikern, ihre Krisen gelassen zu nehmen. „Es kam mir so vor, als könne ich mit Keane nicht mehr kreativ sein. Ich wollte selber schreiben“, versucht Chaplin sich zu rechtfertigen. „Genau deswegen war es fast schon ein Schock für mich, als wir auf einmal wieder alle in einem Raum waren und zusammen Musik machten. Wir dachten damals „Nie wieder ein neues Keane-Album“. Und jetzt sitzen wir hier.“



„Halloween Kills“: Jamie Lee Curtis soll nur eine ganz kleine Rolle haben

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