Ranking 24-1: Die besten und schlechtesten James-Bond-Songs

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Ranking 24-1: Die besten und schlechtesten James-Bond-Songs

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Donnerstag (5. November) lauschen die Kinozuschauer den “Writings On The Wall” – denn Sam Smith hat den Titelsong zum neuen James-Bond-Film “Spectre” geschrieben. Das Stück unterbot alle Erwartungen, es pendelt unentschieden zwischen Stehcafé-Romantik und Kleinkaliber-Action an der Spielkonsole.

ROLLING STONE hat die 24 wichtigsten James-Bond-Songs ab 1963 gelistet. Das vollständige Ranking sehen Sie in der Galerie, die Top Ten hier:

10. Matt Monro – “From Russia With Love”(1963)

Der auch zu seiner Zeit, 1963, schon altmodische Bond-Song setzt auf den Crooner-Effekt Matt Monros. Ein Gentleman, der Romantik der Action vorzieht. So verträumt sollten die Film-Songs danach lange nicht mehr klingen.

09. Shirley Bassey: “Diamonds Are Forever” (1971)

Die perfekte Balance zwischen Liebe (zu Diamanten, die einem treuer ergeben sind als Männer) und Call-To-Action (Mission erfüllen) spiegelt sich in den Tempowechseln des Songs perfekt wider. Titelstück von John Barrys wohl bestem Bond-Score und Basseys zweiter Agenten-Einsatz nach “Goldfinger”. Allein, der Erfolg ließ sich nicht wiederholen.

08. Shirley Bassey: “Moonraker” (1979)

Der dritte Einsatz Basseys für Bond arbeitet weniger mit ihrer sonst demonstrativ herausgestellten Stimme als mit dem Gedanken daran, dass die Interpretin im Song vielleicht eine Sterbende ist. Umso mehr klingt das Lied nach Sehnsucht nach Leben.

07. A-ha: The Living Daylights (1987)

Die finale Bond-Arbeit John Barrys – nach dem Streit mit A-ha um das Arrangement des Lieds – ist ein Meisterstück der Abmischung. Das Orchester feuert genau in den richtigen Momenten; die Popband setzt dem ein überwiegend akustisches Gewand entgegen. Der letzte große Bond-Song.

06. Shirley Bassey: “Goldfinger”

Die eigentliche Geburtsstunde des – nach dem eher zurückhaltend romantischen Matt Monro ein Jahr zuvor – maskulinen Bond-Songs. Das lustige Missverhältnis besteht hier darin: Bassey singt so sexy von Goldfinger, dem “Man with the Midas touch”, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sich dahinter Gert Fröbe verbirgt.

05. Carly Simon: “Nobody Does It Better”

Marvin Hamlisch komponierte diesen schönen Lounge-Pop, bei dem lediglich das Geschlechterbild etwas barock daherkommt: Die Männer schmeissen den Laden, die Frauen himmeln sie dabei an.

04. Nancy Sinatra: “You Only Live Twice”

Wären Lieder Tiere, dieses hier wäre ein Pfau. John Barry schrieb die Melodie unter dem Einfluss der Exotica Les Baxters, seiner westlichen Idee von asiatisch-pazifischer Musik.

03. Paul McCartney & Wings: “Live and Let Die”

Rock, Reggae und ein wenig “Let It Be”: Drei Jahre nach Auflösung der Beatles bewiesen McCartney und Produzent George Martin, wie Action und Herz sich ein Lied gemeinsam teilen können. Eine völlig neue Art des Blockbuster-Songs, dessen plötzliche Aggressivität auch Guns N’Roses in ihrer Coverversion zu nutzen wussten.

02. Duran Duran: “A View To A Kill”

Das Donnerhall-Schlagzeug und die schlängelnde Bass-Linie übernahm die Band, die Stakkato-Streicher John Barry. Erstaunlicherweise der bis heute einzige Bond-Song, der tatsächlich so klingt, als sei der Agent in Gefahr.

01. Louis Armstrong: “We Have All The Time in The World”

Armstrongs letzte Gesangaufnahme fungierte nicht als Titelsong, sondern durchzog “Im Geheimdienst ihrer Majestät” als kontinuierliches Liebesmotiv. 007 heiratet ja, und dieses Lied zementiert Bonds neue Einstellung zum Leben: Nichts ist wichtiger als das Private.

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