Arcade Fire haben (wegen Corona) gleich mehrere neue Alben in der Hinterhand


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Die schlechte Nachricht zu Beginn des Lockdowns lautete für Arcade Fire: Die Pandemie hat die Aufnahme des neuen Albums unterbrochen. Doch nun gibt es auch wieder gute Nachrichten.

Im „Broken Record“-Podcast von Rick Rubins enthüllte Sänger Win Butler, dass er stattdessen einfach neue Songs geschrieben habe. Und jetzt sieht es sogar danach aus, als hätte die Band bereits genug Material für mehr als nur einen „Everything Now“-Nachfolger gefunden.

Win Butler schrieb neue Songs wie ein besessener 18-Jähriger

„Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich mehr geschrieben habe“, erzählte der Sänger. „Es fühlte sich an, als wäre ich wieder 18 Jahre alt und säße fünf Tage hintereinander am Klavier und arbeite an einer Melodie für eine Strophe“. Das Ergebnis ist natürlich ein Grund zur Freude: Statt an einem Album zu arbeiten habe die Band „einfach zwei oder drei neue geschrieben.“

Win Butler mit Arcade Fire live beim Lollapalooza Festival 2017 in Chicago
Win Butler mit Arcade Fire live beim Lollapalooza Festival 2017 in Chicago

Nach wie vor planen Arcade Fire auch, bald wieder ins Studio zu gehen. Allerdings gab Butler zu, dass dieses Vorhaben „ein logistischer Alptraum“ ist. Da die Bandmitglieder über den ganzen Globus verteilt sind, sei es eine Herausforderung, alle während einer Pandemie an einen Ort zu bringen. Dennoch hoffen sie, in den nächsten Wochen mit den Aufnahmen zu beginnen, so Butler.

Während in diesem Jahr zwar bisher aus den oben genannten Gründen noch keine neue Arcade-Fire-Musik erschienen ist, haben zwei Bandmitglieder allerdings Solo-Alben herausgebracht. Von Will Butler erschien im vergangenen Monat „Generations“ und Jeremy Gara veröffentlichte „Passerine Finale“.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++


Will Butler und sein neues Album „Generations“: Männlich, weiß und reflektiert

Viele sind schon mit ihrer eigenen Familiengeschichte überfordert: Diese Verschachtelung komplexer Biographien, die alle in einem vielgliedrigen Stammbaum ineinander verwoben sind. Will Butler geht jedoch sogar noch einen Schritt weiter. Auf seinem neuen Album „Generations“ widmet sich der Sänger nicht nur seiner eigenen Biographie und der seiner Verwandten. Er setzt diese Lebensgeschichten direkt noch in einen noch viel größeren Kontext. Butler untersucht in „Generations“ die Geschichte der USA und die Machtstrukturen, die heute daraus hervorgehen. Dafür gräbt er nach der Wurzel und begibt sich auf Spurensuche. Will Butlers Urgroßvater ging mit seiner Musik bankrott Aus diesem Grund ist „Generations“ ein…
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