PJ Harvey

Die 1969 gebürtige Polly Jean Harvey wurde in ihrer Karriere acht Mal für die Brit Awards und sechs Mal für die Grammy Awards nominiert. Als erste Künstlerin gewann sie den Mercury Prize mit ihren Erfolgsalben „Stories From The City, Stories From The Sea“ (2000) und „Let England Shake“ (2011) zweimal. Bekannt ist ihr Sound vor allem für vielfältige Instrumentierung und zahlreiche Einflüsse aus den Bereichen Rock, Pop, Folk und Elektro. Mit jedem Album ändert sie ihren Stil, weshalb jede Platte als ein eigenes, alleinstehendes Kunstwerk betrachtet wird.

PJ Harveys musikalische Laufbahn begann in der Band Automatic Dlamini. Erst 1991 gründete sie das Trio PJ Harvey, das sie nach der Veröffentlichung von zwei Alben aufgab, um als Solokünstlerin unter gleichem Namen „4-Track Demos“ herauszubringen.

1995 veröffentlichte PJ Harvey mit „To Bring You My Love“ eines der bis dahin erfolgreichsten Independent-Alben, das internationale Chartplatzierungen erzielte. Ebenso machte sie sich als Duett-Partnerin von Nick Cave mit „Henry Lee“ einen Namen, genauso wie als Gastsängerin auf dem Album „Angels With Dirty Faces“ des britischen Trip-Hop-Künstlers Tricky.

2000 holte die Sängerin ihre ehemaligen Mitmusiker zurück, um mit ihnen gemeinsam „Stories From The City, Stories From The Sea“ zu produzieren. Ebenso wirkte Thom Yorke von der Band Radiohead an dem Album als Gastmusiker mit. 2001 wurde ihr im dem Schatten des Terroranschlags auf das New Yorker World Trade Center am 11. Septembers der Mercury Prize verliehen.

2007 zeigte PJ Harvey stilistisch eine neue Seite. Sie verzichtete auf dem Album „White Chalk“ auf die bis dahin dominierenden E-Gitarren, ließ sich vorwiegend von akustischen Instrumenten begleiten und präsentierte ihre Stimme in einer höheren Tonlage. Mit „Let England Shake“ gelang ihr 2011 der bis dahin größte Erfolg. Sie gewann als erste Künstlerin in der Musikgeschichte den begehrten Mercury Prize zum zweiten Mal. Das Album erzielte international hohe Chartplatzierungen.

PJ Harvey zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen Großbritanniens.

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Reviews zu PJ Harvey


  • PJ Harvey  - Let England Shake

    Im April 2010 war Polly Jean Harvey im britischen Frühstücksfernsehen zu sehen, wie sie in einer Art Vogelkostüm, ein zitherähnliches Instrument namens Autoharp anschlagend zu einem Sample der Four-Lads-Nummer „Istanbul (Not Constantinople)“ ein neues Lied vorstellte: „Englands dancing days are over/ Another day, Bobby, for you to come home/ And tell me indifference won“, krähte […]

  • PJ Harvey & John Parish - A Woman A Man Walked By

    Das Coverfoto vom letzten PJ-Harvey-Album „White Chalk“ hätte als eine der berühmten Aufnahmen, die Jean-Martin Charcots im Pariser „Hôpital Salpêtriére“ von seinen Hysterie-Patientinnen anfertigte, durchgehen können. Auch musikalisch ergab diese Assoziation durchaus Sinn, hob Polly Harvey doch ihre Stimme über der dunkel-romantischen Kammermusik in hysterische Höhen. Vom kruden Beefheart-Blues, der sonst große Teile ihres Oeuvres […]

  • PJ Harvey - Is This Desire?

    Die Verfechter des Unglücks sind sich ihrer Sache sicher. „Das Leben ist ein Jammertal“ erklären sie, bis zu den Knien im Elend steckend, Glück und Liebe dagegen nur Illusion, ein Zwischenhalt in dem ewigen Strudel von Verlangen und Schmerz. Dann gehen sie in ihre rauchgeschwängerten Häuser, um PJ Harvey zu hören, und ich denke: „Laßt […]

  • PJ Harvey - To Bring You My Love

    Dieses Album könnte „Another Side Of PJ Harvey“ heißen. Nach dem Prinzip der bisherigen Alben ,“Dry“ (1992) und ,“Rid Of Me“ (1993), innerhalb eines Songs Teile von unterschiedlicher Dynamik und Intensität aneinander zu koppeln, funktioniert auf „To Bring You My Love“ nur noch das Titelstück. Ansonsten wird auf alle gitarrenbetonten Post-Punk-Elemente fast vollständig verzichtet – […]



Mr. E's Beautiful Blues: Alle Alben der Eels im Ranking und bewertet

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