Teenage Fanclub


Wenn Teenage Fanclub seit ihrer Gründung 1989 auch nie den kommerziellen Durchbruch erzielten, so verbuchten sie dennoch Chart-Erfolge in Großbritannien und den USA und wurden dort von der Musikpresse derart gefeiert, dass das SPIN Magazine ihr drittes Album „Bandwagonesque“ noch vor Nirvanas „Nevermind“ und R.E.M.s „Out Of Time“ zum besten Album des Jahres 1991 kürte. Orientiert am Powerpop der amerikanischen 1970er eröffneten sie Anfang der 1990er sogar Konzerte für Nirvana. Zu ihrem Fankreis zählt auch Liam Gallagher von Oasis, der sie als zweitbeste Band nach Oasis bezeichnete. Teenage Fanclub wurden oft mit Bands und Künstlern wie Big Star, The Byrds, Neil Young und Dinosaur Jr. verglichen.

Teenage Fanclub gingen wie auch Primal Scream, The Jesus and Mary Chain oder The Pastels aus der schottischen C86-Szene hervor. Den Kern der Band bilden Norman Blake (Gesang, Gitarre, Keyboard), Raymond McGinley (Gitarre, Gesang) und Gerard Love (Bass, Gesang), die auch für das Songwriting verantwortlich sind. Schlagzeuger war während der Gründung und auch später wieder Francis MacDonald, der auch für die BMX Bandits spielte.

Für ihr erstes Album „A Catholic Education“ (1990), das noch von dissonanten Gitarrenklängen dominiert wurde, fanden Teenage Fanclub kaum Beachtung, was sich mit dem dritten Album „Bandwagonesque“ 1991 schlagartig änderte. Es erschien in Großbritannien und den USA und wurde in beiden Ländern von der Presse hoch gelobt. Auch wenn es in Amerika nur Platz 137 erreichte, wurde es dort vom SPIN Musikmagazin noch vor Nirvanas „Nevermind“ und R.E.M.s „Out Of Time“ zum besten Album des Jahres ernannt.

Der Sound von „Bandwagonesque“ orientierte sich klar am Powerpop amerikanischer Bands der 1970er wie den Byrds oder Big Star, mit denen sie fortan oft verglichen wurden.

Melodische, flächige Gitarren prägten auch die nachfolgenden Arbeiten von den „Fannies“, wie ihr Spitzname lautet. Erst mit „Songs From Northern Britain“ (1997), das sogar Platz Drei der britischen Charts belegte und „Howdy!“ (2000) verfolgte die Band einen mehr folkigen Akustiksound. Der große kommerzielle Erfolg blieb dennoch aus. In Indie-Kreisen besitzen Teenage Fanclub noch immer eine treue Fangemeinde – Liam Gallagher nannte sie sogar „zweitbeste Band der Welt nach Oasis“.

Teenage Fanclub haben wir außerdem gefunden in:

03.12.2021:  Die beste Filmmusik aus den letzten 70 Jahren - mit „Spiel mir das Lied zum Tod“, „Tanz der Vampire“, „Blade Runner“, „The Virgin Suicides“, „Herr der Ringe“ und „Under The Skin“. in Die 60 besten Soundtracks aller Zeiten

07.11.2021:  Zweiter Festival-Tag mit Live-Berichten: Tocs, Sophie Hunger, Flowerpornoes, Sterne, Cassandra Jenkins und Enno Bunger. in ROLLING STONE Beach am Samstag: die Konzert-Rezensionen

14.09.2021:  Als Chef des umtriebigen Creation-Labels und als einflussreicher Musik-Unternehmer förderte Alan McGee Bands wie My Bloody Valentine, Primal Scream und Oasis. In seiner Autobiographie teilt der Schotte seine Erfolgskonzepte. in Legendärer Musikmanager Alan McGee: Zwischen Rave und Randale

Reviews zu Teenage Fanclub


  • Teenage Fanclub – Grand Prix

    Verpennt und abergläubisch, unrasiert, zu sehr verloren in schönen Gedanken, um auf rote Ampeln zu achten. Die Lieder der vier Schotten von Teenage Fanclub hatten zum vierten Album das Status Quo-Denim endgültig abgestreift und sich mit Kuschelpullovern für die Landpartie gerüstet In der Sonne der Jingle-Jangle-Harmonie blieb einzig die Frage, wie solche Suffköpfe diese Knabenchöre […]

  • TEENAGE FANCLUB – SONGS FROM NORTHERN BRITAIN - Creation/Sony

    Alles, was mit der Silbe „Hy“ anfangt, liegt dem Teenage Fanclub gar nicht: Hype, Hysterie, Hybris. Wer in ihren Songs nach etwas Überspanntem sucht, ist auf vergeblicher Expedition. Die Silbe „Be“ dagegen spielt in der Welt dieser Band eine große Rolle: Bescheidenheit, Bewährtes, Beatles. Mit so einer Einstellung wird man natürlich nicht zum Chartbreaker. Zu […]