Aus dem Off (3)

Corona-Tagebuchnotizen von Arne Willander: Jenseits von Jedem


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Kenny Rogers ist vorgestern im Alter von 81 Jahren gestorben. Er hatte eine natürliche Autorität. Er sah aus wie ein Country-Mann, er sang wie ein Country-Mann, aber als er ein Superstar war, sei ihm klar geworden, dass er mit seinem Produzenten immer denselben Song, nur mit anderen Wörtern aufnahm, und er kam er auf die Idee, dass er es wie Ray Charles mit „Modern Sounds in Country And Western Music“ machen könnte. Deshalb Lionel Richie, der geniale Schmalzier von Motown.

Fortan sang Rogers einen anderen Song mit immer denselben Wörtern, aber Gott, das konnte er: als würde George Jones die Lieder von Barry White interpretieren. „Lucille“, sein berühmtestes Stück, ist übrigens ein Song über einen Mann, der bitter darüber klagt, dass seine Frau ihn im rechten Moment verlässt, da er vier Kindern zu versorgen hat und die Ernte einbringen muss. Das wiederum ist George Jones, der einen Text von Randy Newman singt. Geschrieben haben das Stück Roger Bowling und Hal Bynum. Michael Holm sang 1977 „Musst Du jetzt gerade gehn, Lucille?“.

https://www.youtube.com/watch?v=-68WndV8iKY

 

Vor dem Fenster gehen zwei Männer vorbei, einer mit einer Sportkappe, der andere mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze. Kein Auto fährt, kein einziges. Wahrscheinlich ist es ein Zeichen dafür, dass die Menschen verstanden haben, was die Stunde geschlagen hat – aber andererseits ist natürlich Sonntag.

Sehnsuchtsmomente mit Blumfeld

Morgens fiel mein Blick auf eine Platte von Blumfeld aus dem Jahr 2003, „Jenseits von Jedem“. Es gibt ja keine Zufälle. Das erste Stück auf dem Album heißt „Sonntag“, und weitere Stücke sind „Krankheit als Weg“, „In der Wirklichkeit“, „Alles macht weiter“, „Der Sturm“, „Wir sind frei“ und „Die Welt ist schön“.


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Man hat Jochen Distelmeyer damals der Schlagerwerdung bezichtigt, was ihn nicht beirrte, denn er hatte schon zu der Platte „Old Nobody“, ein paar Jahre früher, die Lieder der Band Münchner Freiheit als Inspiration ausgegeben. Auf der Rückseite der Plattenhülle sieht man das Foto eines Picknicks im Hamburger Stadtpark; Melone und ein Guglhupf, Champignons und Eier in Tupper, ein Schachbrett, drum sitzen mitteljunge Menschen, Distelmeyer lächelt selbstbewusst in die Kamera. Es ist Sommer. Ein Sehnsuchtsbild.



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„The Last of Us Part II“ ist ab jetzt für die PlayStation 4 erhältlich – hier erinnern wir an die emotionalsten Momente aus dem ersten Teil.

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The Beatles: Wie die Aufnahmen zu „Let It Be“ zum Fiasko wurden

Paul McCartney hatte den gospelnden Soul von Aretha Franklin im Hinterkopf, als er 1968 - während der "White Album"-Sessions - mit dem Schreiben des Songs begann. Die erste Songzeile - "When I find myself in times of trouble/ Mother Mary comes to me" - ging auf einen Traum zurück, in dem seine verstorbene Mutter Mary ihm sagte, dass er sich um die Zukunft nicht sorgen solle. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Worte 'Let it be' benutzte, aber das war die Quintessenz des Traums." Die Beatles hatten Probleme in Hülle und Fülle Einen ganzen Monat lang hatte man…
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