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„Game of Thrones“: Mütter schämen sich jetzt, ihr Kind Daenerys genannt zu haben

Man kann es auch kurz sagen: Die letzte Folge von „Game of Thrones“ hat Fans ganz schön Nerven gekostet. Nicht nur gibt es in „The Bells“, Episode fünf von sechs der finalen Season zahlreiche prominente Todesopfer und eine reichlich sprunghafte Dramaturgie zu beklagen. Es gibt auch eine Figurenentwicklung zu bestaunen, die den zaghaft feministischen Verfechtern der Fantasy-Reihe den Boden unter den Füßen weggezogen haben dürfte.

Achtung, die folgenden Zeilen enthalten Spoiler. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich durch Gedanken über die Fortentwicklung ihrer Lieblingsserie beleidigt fühlen, dann lesen Sie nicht weiter. Vielleicht interessiert sie ja stattdessen: „Die Simpsons“ fahren schlechteste Quote ihrer Geschichte ein – ist das der Anfang vom Ende?

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Mit der Feuergewalt ihres Drachen Drogon hinterließ Daenerys Targaryen (Emilia Clarke), als Rache für eine Intrige, nur noch Asche in Königsmund. Ein Massenmord, der es in sich hat und Tausende Unschuldige sowie einige beliebte Figuren das Leben kostete. Eine tödliche Aktion, die man der als durchdacht handelnden Khaleesi noch vor mindestens einer Staffel niemals zugetraut hätte. Schauspielerin Clarke hatte das Gemetzel ja bereits in einer Talkshow vor Ausstrahlung angedeutet. Manche Kritiker verglichen die Bilder mit jenen des Bombenangriffs der Alliierten auf Nazi-Dresden.

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Aber es ist vor allem eine unglaubliche Enttäuschung für die Fans der Drachenmutter. Im Netz gibt es erschütterte bis zynische Bemerkungen über diesen Sinneswandel.

Mitgefühl haben viele Anhängern von „Game of Thrones“ aber vor allem mit den Eltern, die ihre Töchter in den vergangenen Jahren Khaleesi oder Daenerys genannt haben.

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Die „New York Post“, die sich anders als viele andere US-Medien mit einem Verriss der von vielen als Desaster empfundenen Folge zurückhielt, notierte die Gedanken eines alleinerziehenden Vaters. Nolan Geary (24): „Ich habe sie (Khaleesi) nach dieser schönen unabhängigen Frau benannt, die all den Menschen Freiheit gebracht hat, und sie verwandelt sich in eine verdammte Tyrannin.“

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie „Game of Thrones“, das seine drastisch-maskulinen Geschichten rund um rohe, perfide Gewalt und sinnlos Vergewaltigungen stets mit der Inszenierung starker Frauen im Angesicht von Machtmissbrauch und drohendem Tod kaschierte, in der letzten Folge noch einmal den Hebel herumreißen will.

Werden Arya oder Sansa zu klugen Heldinnen auf den letzten Metern, oder sitzt am Ende doch wieder nur ein weißer, alter Mann auf dem Eisernen Thron?

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Natürlich ist die Frage, wer es am Ende bei „Game of Thrones“ auf den Eisernen Thron schafft eine Beckett-Frage ohne Sinn und Ziel. Wie ja auch schon der angedrohte Winter immer nur dunkle Ahnung war. Die wirklich wichtigen Fragen diskutieren Fans seit der vierten Folge der achten Staffel („Die Letzten der Starks“): Wie zur Hölle konnte nur ein Kaffeebecher in eine Szene rutschen? Das Netz lachte sich nur Stunden nach der Ausstrahlung schlapp. HBO machte einen Witz daraus. Und die Macher betonten mehrfach, dass es sich nicht um Schleichwerbung handelte. Auch wenn sich Starbucks natürlich gerne zitieren ließ und sich…
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