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Highlight: Perfect Album Closer: 15 großartige Schluss-Songs auf Platten

R.E.M.s „Monster“: Gedanken zu einem ungeliebten Album

Die Zeit im Studio war für R.E.M. eigentlich zu keiner Zeit ihrer Karriere eine einfache Sache. Reibereien waren die Regel. Manchmal sprachen die Musiker Tage lang nicht miteinander. Und am Ende kam dann doch immer ein mindestens gutes Album heraus. Zu den Aufnahmen von „Monster“, die im Oktober 1993 begonnen wurden und sich mehr als ein halbes Jahr hinzogen, war das etwas anders.

Die Stimmung nach der bewegenden, aber auch anstrengenden Arbeit an „Out Of Time“ und „Automatic For The People“ – also jenen Alben, die bis heute die Fixpunkte des R.E.M.-Universums geblieben sind – war so gelöst wie lange nicht mehr. Wie Peter Buck erklärte, sei man einfach in die Studios in New Orleans, Miami, Atlanta und Los Angeles und auf ein paar Parkplätze gegangen und habe die Instrumente gestimmt und losgelegt. Zwischendurch gab es Pizza und Frisbee-Spielereien. Kein Druck, vielleicht sogar etwas Spaß.

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Bevor der Ansatz einer Art Konzeptplatte über die Wirren der Adoleszenz, die Suche nach (sexueller) Identität und wohl auch die Mühsal des Ruhms stand, hatten sich Stipe, Mills, Berry und Buck geschworen, dass diesmal wieder mehr das musikalische Handwerk der Mitglieder im Mittelpunkt stehen würde. Weniger ein produzierter Sound und eine aufwendig choreographierte Atmosphäre, wie sie melancholische Stücke wie „Nightswimming“ oder „Find The River“ auszeichnete, sondern gescheuerte Gitarren.

Michael Stipe wechselt die Identitäten

Stipe war damit einverstanden, dass seine Stimme nicht mehr so stark im Mittelpunkt stehen würde; tatsächlich arbeitete er mit ihr in den Proberäumen, als wäre sie selbst ein Instrument. Er raunte, er erstickte die Wörter wie einst bei ihrer „Chronic Town“-EP und später dann „Murmur, er hüllte das brachiale Gitarrenwerk mit traumhaftem Gesäusel ein („I Don’t Sleep, I Dream“). Am schönsten, aber auch befremdlichsten bleibt wohl seine Falsett-Metamorphose zur Ballkönigin in „Tongue“.



Perfect Album Closer: 15 großartige Schluss-Songs auf Platten

The Clash – “Train in Vain (Stand by Me)” vom Album „London Calling“ (1979) https://www.youtube.com/watch?v=q3Yl4ehzX-o Das letzte Lied von „London Calling“ ist schamloser Pop. The Clash bedienen sich bei sämtlichen populären (afro)amerikanischen Genres und behalten von jedem das Beste: vom Disco den Beat, vom Funk das Lead-Gitarren-Motiv, vom Soul den bettelnden Gesang, vom Blues die Mundharmonika und das Riff, vom Gospel die repetitive Coda. Sie vermischen diese Elemente zu einem für sie so seltenen Liebeslied und daraus wird – richtig! – schamloser Pop. Elliott Smith – “Say Yes” vom Album „Either/Or" (1997) https://www.youtube.com/watch?v=NcalJSO6jDY “Say Yes” beginnt als einfache Gitarrenballade. Wenn…
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