120. Geburtstag

Meister der Selbstinszenierung: Die besten (Promo-)Fotos von Alfred Hitchcock

Ein Mann ohne Gesicht war Alfred Hitchcock wahrlich nicht. Neben Steven Spielberg und inzwischen vielleicht Quentin Tarantino (lesen Sie hier die Kritik zu seinem neuen Film „Once Upon A Time In Hollywood“) war er so bekannt wie keine andere Person auf dem Regie-Stuhl. In 39 von 52 seiner ins Kino gebrachten Filme absolvierte er einen mehr oder minder offensichtlichen Cameo-Auftritt. Sie wurden derart beliebt und vom Publikum energisch eingefordert, dass Hitchcock sie bei späteren Filmen immer weiter nach vorn verlegte, so dass sich die Zuschauer daran schneller vergnügen konnten.

Doch die kleinen, fast unscheinbaren Auftritte (der schönste ist vielleicht der nach zwei Minuten in „Die Vögel“, wenn Hitchcock direkt die Tierhandlung mit zwei Terriern verlässt, wenn Tippi Hedren sie betritt) waren nur ein kleiner Teil der geschickten Selbstinszenierung, mit welcher der Brite seine Marke pflegte. Unzählige Promoablichtungen kamen dazu, die natürlich auch die humorvolle Seite Hitchcocks mit einbezogen.

The Alfred Hitchcock Collection auf Amazon.de kaufen

Der Regisseur nutzte zur Stärkung seiner Kernkompetenz auch seine zahlreichen Fernsehauftritte, so etwa mit „Alfred Hitchcock präsentiert“. Von 1955 bis 1965 zeigte Hitchcock in halb- bzw. einstündigen Folgen Krimis und Detektivgeschichten, die an Edgar Allan Poe erinnerten, und deshalb eben auch reichlich makaber und absurd-komisch waren. Dazu zelebrierte Hitch immer wieder sein Faible für Hunde, unheimliche Bilder und sein Talent, harmlose Geschichten mit großen Worten aufzubauschen. Ein Vergnügen für das amerikanische Publikum. Die Reihe mit über 200 Folgen war zeitweise eine der beliebtesten des US-Fernsehens, obwohl Hitchcock gerade einmal 18 davon selbst gedreht hatte.

Marke Alfred Hitchcock

Neben seiner begnadeten Regiekunst und mehr als ein Dutzend Meisterwerken bleibt auch 120 Jahre nach seiner Geburt im Londoner Bezirk Leytonstone das ikonische Erbe bestehen. Ein Master des Suspense, der wusste, wie er mit der Kamera auch in Bezug auf seinen eigenen Körper umzugehen wusste. Hitchcocks Silhouette dürfte so bekannt sein wie die von Micky Maus und Bugs Bunny.

Für was der Vogel-Albtraum stehen könnte, hat Slavoj Zizek in seiner heiteren Doku „The Perverts Guide To Cinema“ umfangreich erklärt
Die Vögel wurden zum Horror-Maskottchen für den Master Of Suspense
Hitchcock und die Vögel
Für was der Vogel-Albtraum stehen könnte, hat Slavoj Zizek in seiner heiteren Doku „The Perverts Guide To Cinema“ umfangreich erklärt
Alfred Hitchcock mit einem nachgebauten Hitch-Kopf
Alfred Hitchcock mit einem nachgebauten Hitch-Kopf
Hitch liebte Hunde über alles…
Hitchcock mit Terriern
…vor allem Terrier hatten es ihm angetan
Ein wenig sah sich Hitchcock in der öffentlichen Wahrnehmung auch als Slapstickfigur in der Nachfolge Buster Keatons
Ein wenig sah sich Hitchcock in der öffentlichen Wahrnehmung auch als Slapstickfigur in der Nachfolge Buster Keatons und Charlie Chaplins
Auf Werbebildern leistete sich Hitchcock den Luxus, seinen britischen Humor voll und ganz zur Geltung kommen zu lassen
Auf Werbebildern leistete sich Hitchcock den Luxus, seinen britischen Humor voll und ganz zur Geltung kommen zu lassen…
Alfred Hitchcock gefangen
Dabei inszenierte er sich gerne auch als Opfer seiner dunklen Geschichten
Gefangen von den eigenen Schauerideen oder Der Kontinent Hitchcock zum Besteigen
Gefangen von den eigenen Schauerideen oder Der Kontinent Hitchcock zum Besteigen
Hitchcock beißt in eine Brezel
Hitchcock liebte die angenehmen Seiten des Lebens…
Hitchcock war ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher
…und war ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher
Alfred Hitchcock mit Waffe
Mit Waffe und trockener Miene
Die Silhouette von Alfred Hitchcock kennt fast jedes Kind
Die Silhouette von Alfred Hitchcock kennt fast jedes Kind
Hitchcock wusste, die Mischung aus Zeit und Bewegung muss im Film stimmen
Hitchcock wusste, die Mischung aus Zeit und Bewegung muss im Film stimmen
Auch wenn seine Frequenz von mehr als 52 Filmen in 55 Jahren Karriere beeindruckend erscheint, machte Hitch dennoch gerne lange Pausen, auch am Set
Auch wenn seine Frequenz von mehr als 52 Filmen in 55 Jahren Karriere beeindruckend erscheint, machte Hitch dennoch gerne lange Pausen, auch am Set
Lichtsetzer erlebten ihr blaues Wunder, wenn sie nicht Hitchcocks Anweisungen am Set befolgten
Lichtsetzer erlebten ihr blaues Wunder, wenn sie nicht Hitchcocks Anweisungen am Set befolgten
Licht- und Schattenspiele gehörten zur Selbstinszenierung von Hitchcock dazu...
Licht- und Schattenspiele gehörten zur Selbstinszenierung von Hitchcock dazu…
Meister des Spannungskinos, Meister des Makaberen
Meister des Spannungskinos, Meister des Makaberen
Der Regisseur in einer Vorschauszene aus „Alfred Hitchcock präsentiert“
Der Regisseur in einer Vorschauszene aus „Alfred Hitchcock präsentiert“
Hitchcock im Urlaub
Auch ein Meisterregisseur macht mal Urlaub – natürlich hat er die Kamera dabei
Am Ende seiner langen Karriere wurde Hitchcock oft vorgeworfen, sich nur noch selbst zu kopieren und die Marke Hitchcock auszuschlachten
Am Ende seiner langen Karriere wurde Hitchcock oft vorgeworfen, sich nur noch selbst zu kopieren und die Marke Hitchcock auszuschlachten

Hulton Archive Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
Matt Green Getty Images
CBS Photo Archive CBS via Getty Images
Hulton Archive Getty Images
Thurston Hopkins Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
Keystone Getty Images
Roger Viollet Roger Viollet via Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
CBS Photo Archive Getty Images
STF AFP/Getty Images
Tony Evans/Timelapse Library Ltd Getty Images
Tony Evans/Timelapse Library Ltd Getty Images
NBC NBC via Getty Images
NBC NBC via Getty Images
Pictorial Parade Getty Images
Central Press Getty Images

Weitere Highlights


Song des Tages: „That's All Right“ von Elvis Presley

Der Kickstart des Rockabilly, begünstigt durch eine Infektion, die in der Luft lag: Der Rhythm & Blues fing sich im Sun Studio Hillbilly-Fieber ein, eine folgenschwere Ansteckung, die epidemische Ausmaße annehmen sollte. Der Drive wirkt ungezwungen und anstrengungslos, die Rollenverteilung zwischen den Akteuren ist superb ausbalanciert, Elvis weiß nicht, wie ihm geschieht, und ist doch die Lässigkeit in Person. https://www.youtube.com/watch?v=NmopYuF4BzY
Weiterlesen
Zur Startseite