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Portishead

Portishead werden, gemeinsam mit der befreundeten und ebenfalls aus Bristol stammenden Band Massive Attack, als Pioniere des Trip Hop  angesehen, die Anfang der Neunziger das Genre entscheidend mitentwickelten und prägten. Ihr erstes Album „Dummy“, das 1994 erschien, wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet und gilt als Klassiker der elektronischen Musik.

Bevor er selbst musikalisch aktiv wurde, half Geoff Barrow im Studio bei der Produktion des Debütwerks von Massive Attack. Da die Aufnahmen in Bristol stattfanden, Barrow allerdings aus dem kleinen Ort Portishead kam, war er stets als „guy from Portishead“ bekannt. Dies inspirierte ihn dazu, sein eigenes Musikprojekt „Portishead“ zu nennen, das er mit Sängerin Beth Gibbons und Multiinstrumentalist Adrian Utley ins Leben rief. 1993 nahm das Trio eine erste Demo mit drei Songs auf, das ihnen sofort einen Plattenvertrag einbrachte.

Portisheads Debütalbum „Dummy“, 1994 veröffentlicht, traf mit seinem düsteren Klang, verfremdeten Samples und langsamen Hip-Hop-Beats den Nerv der Zeit, konnte auf Anhieb den zweiten Platz der britischen Album-Charts erklimmen und erhielt beim renommierten Mercury Music Prize die Auszeichnung zum Album des Jahres. Die Stücke „Glory Box“, „Sour Times“ und „Numb“ entwickelten sich zu erfolgreichen Singles in Europa und Amerika, obwohl wenig Promotion betrieben wurde.

Für die Produktion ihres zweiten Werkes ließen Portishead sich mehrere Jahre Zeit. Erst 1997 erschien mit der schlicht „Portishead“ benannten Platte der Nachfolger, auf dem das Trio die verspielten Elemente aus ihrer Musik verbannten und einen noch düsteren und dunkleren Sound präsentierten. Auf ihrer ersten Tour durch die Vereinigten Staaten wurde die Band von einem Sinfonieorchester begleitet; ein Konzertmitschnitt folgte 1998 mit der DVD „Roseland NYC“. Infolge dessen lud Tom Jones die Band zu einer Kollaboration ein.

Abermals folgte eine lange Schaffenspause. So dauerte die Produktion von „Third“, das 2008 erschien, beinahe zehn Jahre. Von ihrem selbst kreierten Trip-Hop-Sound hatte sich die Band mittlerweile abgewandt. Die kargen Rhythmen und elektronischen Klangwände, mit denen Portishead auf dem Album experimentierten, rückten sie näher an Stile wie Electronica und Avantgarde heran.

Portishead haben wir außerdem gefunden in:

04.01.2021:  Die Arbeiten an der dritten Platte der Band waren ein bisschen wie die Serie „Lost“. Heraus kamen überwältigende Sounds, unverkennbar Portishead - und doch anders. in Portishead und ihr Meisterwerk „Third“: So klingt unsere Welt heute!

01.12.2020:  Das Musikjahr 1991 feiert bald sein 30. Jubiläum. Gab es je ein besseres? in Klasse von '91: War 1991 das beste Musikjahr aller Zeiten?

07.11.2020:  Joe Biden wird der nächste Präsident der USA. Von Cher und Bette Middler über Portishead bis zu Ice-T reagieren Prominente aus dem Showgeschäft überschwänglich. in „America, fuck YEAH!“: So reagieren Künstler auf den Wahlsieg von Joe Biden

Reviews zu Portishead


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  • Portishead - Live At The Roseland Theatre 2001

    Im Gegensatz zu anderen Acts aus dem TripHop-Genre waren Portishead immer in der Lage, ihre Studiowerke auf der Bühne mit Leben zu füllen. Genauer gesagt: Sie kamen im Konzert sogarnoch um einiges besser rüber als auf ihren schon brillanten Platten. „Live At The Roseland Theatre“, die Kollaboration mit dem 30-köpfigen New York Philharmonie Orchestra und […]

  • Portishead - Dummy

    Platz 9 der 100 besten Alben Das gibt es ja immer noch manchmal: dass ein Album ganz ohne Vorwarnung, ohne Vorgänger, ohne Referenzen erscheint – und eine halbe Generation prägt. Wobei „Dummy“ einerseits sofort von Modernisten (TripHop!) geliebt wurde und ein Sub-Genre begründete, andererseits von Traditionalisten, die hier große Stimme und torch song vernahmen, nicht […]

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    Platz 6 der 100 besten Alben Der Tunnel nimmt kein Ende, aber der Lichtspalt auf der anderen Seite wird komischerweise immer kleiner. Je tiefer die Band Portishead in die Materie drang, desto bedrückender und unwirklicher wurden die Ergebnisse. Viele, die „Dummy“ und den so genannten TripHop für einen saisonalen Scherz gehalten hatten, mussten vor der […]

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    Portishead lassen uns nicht lange allein. Nachdem die Aufzeichnung des großen Konzerts im Roseland Ballroom zu New York City bereits in Programmkinos zu sehen war und auf Video vorliegt, gibt es nun auch ein Album. Bisher schienen Portishead die letzten zu sein, die nach zwei Platten dem Genre des Live Albums ein Exemplar hinzufügen würden. […]

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Portishead und ihr Meisterwerk „Third“: So klingt unsere Welt heute!

Die musikalischen Moden der 6oer, 70er und 80er Jahre haben uns an diesem Punkt der Popzeitrechnung längst eingeholt. Da ist kein Weg weiter als der zurück in die Neunziger. Nichts klingt heute älter und überholter als Grunge. Brit-Pop, Trip-Hop... Klar, es wird nicht mehr lange dauern, his auch diese Ästhetiken uns wieder heimsuchen. Auf den Straßen von Brooklyn wurden schon erste Holzfällerhemden gesichtet, und nun erscheint, elf Jahre nach dem letzten Studioalbum, ein neues Werk von Portishead. Kann eine Band, die einst die Musik zur Zeit machte, ein Jahrzehnt später überhaupt noch irgendwas bedeuten? Oder müssen wir uns in der…
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