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Bob Dylan: über den Tod von George Floyd und Corona


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Im Zuge seines neuen Albums (VÖ: 19. Juni) „Rough & Rowdy Ways“ gab der 79-Jährige der „New York Times“ ein Interview, in dem er unter anderem über den Tod George Floyds sprach.

Nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen, welcher weltweit Black-Lives-Matter-Proteste auslöste, sah sich auch Bob Dylan verantwortlich, über die Polizeigewalt in Amerika zu sprechen.

Rassismus und Coronavirus

„Es hat mich ohne Ende wütend gemacht, George so zu Tode gefoltert zu sehen“, erklärte Dylan. „Es war mehr als hässlich. Hoffen wir, dass der Familie Floyd und der Nation schnell Gerechtigkeit widerfährt.“

Des Weiteren ist sich der Musiker sicher, dass die derzeitige Coronavirus-Pandemie lediglich „ein Vorläufer von etwas anderem ist, das noch kommen wird.“ Er ist überzeugt: „Extreme Arroganz kann katastrophale Folgen haben.“

„Vielleicht stehen wir am Vorabend der Zerstörung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man über dieses Virus nachdenken kann.“

Das neue Album „Rough & Rowdy Ways”, das Anlass für das Interview war, erscheint am Freitag (19. Juni) und wird 10 Songs beinhalten. Vorab wurden bereits einige Singles veröffentlicht, wie „I Contain Multitudes“ oder „Murder Most Soul“, ein 17-minütiges Epos über die Ermordung JFKs. Es ist das mittlerweile 39. Album des Sängers.


Bob Dylan und „Shadow Kingdom“: Spiel mit Licht und Zeit

Im Mai dieses Jahres machte im Internet ein Bild die Runde, das Bob Dylan zeigte, wie er bestiefelt und sonnenbebrillt durch eine rote Tür ging. Seit Sonntagnacht wissen wir, was auf der anderen Seite dieser Tür lag: eine Art Film-Noir-Set zwischen Speakeasy und Roadhouse, in dem er mit Band einige – wie es im Vorspann hieß - „early songs“ darbot. Wobei die wirklich frühen Lieder der Folkjahre gar nicht zur Aufführung kamen, dafür aber Stücke aus den Jahren 1965 bis 1989. Zeit ist natürlich relativ – erst recht in Dylans Welt. Und man ist sich nicht sicher, ob es ein…
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