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Highlight: Die 25 besten Songs von Queen, die kaum einer kennt

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„Innuendo“ von Queen: Die Geschichte hinter dem letzten großen Album Freddie Mercurys

„Innuendo“ beginnt mit einem Koloss von einem Song, dem sechsminütigen Titeltrack, welchem sofort anzuhören ist, dass Queen hier vor allem eines im Sinn hatten: so etwas ähnliches wie „Bohemian Rhapsody“ zu schreiben. Das Lied, das noch einmal daran erinnert, dass Queen ursprünglich als Epigonen von Led Zeppelin antraten, ist mit seinem Flamenco-Gitarrenmotiv, den boléroesken Riffs und Mercurys erstaunlich wandlungsfähigem Gesang wohl immer noch einer der Höhepunkte im Schaffen der Band, die nur wenige Monate nach Erscheinen der Platte ihren Sänger an das heimtückische AIDS-Virus verlor.

Dass „Innuendo“ in jeder Hinsicht alles andere als ein Schwanengesang wurde, ist allerdings vor allem Mercury zu verdanken. Der hatte schon weit vor den Aufnahmen Gewissheit, dass er unheilbar krank ist und warf sich wohl deshalb mit großen Ideen und nach Aussagen seiner Kollegen und Freunde erstaunlicher Durchsetzungsfähigkeit in dieses Projekt, das mit „The Show Must Go On“ einen so würdigen wie energischen Schlusspunkt fand.

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Freddie Mercury sammelte noch einmal alle Kraftreserven

Schon nach Weihnachten 1989, nur wenige Wochen nachdem „The Miracle“ in den Läden stand (und sofort zu einem der erfolgreichsten Alben der Band avancierte), taten sich Queen mit dem Produzenten Dave Richards zusammen, um Pläne für neues Material zu schmieden. Aufgenommen wurde diesmal in den Londoner Metropolis Studios und in Montreux, das inzwischen zu Mercurys zweiter Heimat geworden war. Innerhalb von mehreren Monaten sammelte man so, puzzlespielartig wie schon bei der ersten LP „Queen“, Song-Fragmente zusammen. Doch das schien Mercury, der lange über seine Krankheit auch enge Freunde nicht einweihen wollte, nicht zu reichen.

Und so rief er May, Deacon und Taylor im Januar 1991 zurück in die Mountain Studios, um Skizzen, die eigentlich als B-Sides gedacht waren, neu zu bearbeiten. Wie sich schnell herauskristallisierte, hatten die neu angefertigten Demos einen vollkommen eigenständigen Stil, der schließlich zu der Idee führte, das zuvor angefertigte Material zugunsten der neuen Sachen zu verwerfen. „Innuendo“ ging seinen Weg – und Mercury, der immer mehr an Kraft verlor, mahnte zur Eile. Manchmal kam er nur für wenige Stunden ins Studio, sang aber mit einer Klarheit und Stärke, wie eigentlich auf keinem Album zuvor.



Neuer Queen-Sänger Adam Lambert könnte bald auch George Michael spielen

Der aktuelle Sänger von Queen, Adam Lambert, hat der ganzen Welt mitgeteilt, dass er gerne zusätzlich zu seiner Aneignung der Bühnenenergie von Freddie Mercury recht bald George Michael spielen würde. Wenn denn jemals ein Biopic über den Sänger gemacht wird. Das ist zur Zeit nicht in Planung, aber nach „Bohemian Rhapsody“ boomt das Genre der Musiker- und Band-Biopics. Insofern kann es sicher nicht schaden, sich so früh wie möglich ins Spiel zu bringen. Zumal Mercury-Darsteller Rami Malek nach seinem Oscar-Triumph im vergangenen Jahr in die A-Liga Hollywoods aufgestiegen ist. Was wissen wir eigentlich über George Michael? „Ich denke, das wäre…
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