Video: Für Xavier Naidoo ist „Fridays For Future“ der Satan


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Turbulente Zeiten für Xavier Naidoo: Wegen seines Hetze-Videos verlor er seinen Job in der DSDS-Jury und den letzten Support seiner alten Band Söhne Mannheims, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung kritisierte den Sänger („ich bin Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“) scharf, ebenso Rapper Smudo. Zu denen, die noch zu ihm halten, gehören zum Beispiel Til Schweiger und Fler. Mit Jan Böhmermann hat sich zuletzt auch ein Satiriker des Problemmusikers angenommen. Nun ging eine Strafanzeige gegen Xavier Naidoo ein, bei der Staatsanwaltschaft Köln, wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

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Nach seinem ersten Hetze-Video vom Mittwoch wurde ein zweiter Clip öffentlich, der Aufsehen erregte.

Das neue Video scheint im vergangenen September aufgenommen worden zu sein. Darin sagt Naidoo über die Umweltbewegung Fridays for Future: „Es ist heute der 20. September, ein sogenannter Friday for Future, FFF. Dreimal F. F ist am sechsten Platz im Alphabet.“ Mit „666“ meint der Sänger die biblische Zahl 666 – die Zahl des Antichristen.

Xavier Naidoo: „Klären das vor Gericht“

Aber nicht nur Fridays For Future kriegen ihr Fett weg. Naidoo droht dem Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und dem Astrophysiker Harald Lesch. Die zwei würden „auf jeden Fall noch von mir zu hören bekommen“. Er sagt: „Ihr seid Lügner, ihr bleibt Lügner. Und: Kommt. Wir gehen vor Gericht, und dann klären wir das dort.“

Weiterhin wünscht sich Naidoo, dass er mit den Wissenschaftlern eine „kleine Debatte, eine Diskussion führen“ könne, und sagt: „Möge der Bessere gewinnen. Der mit den Fakten.“

Dafür, sagt er, wolle er sich Oliver Janich an die Seite ziehen – einen rechtspopulistischen Verschwörungstheoretiker.