Xavier Naidoo: Politiker wollen Auftritt in Rostock 2021 verhindern


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In diesem Jahr wird Xavier Naidoo in den Sommermonaten auf keiner Freilichtbühne stehen, um seine Songs zu präsentieren (und womöglich auch einige seiner kruden Ansichten, die er seit Wochen mit Selfie-Videos im Netz verbreiten lässt). Das liegt am Corona-Verbot für Großveranstaltungen, dem zuletzt seine Open-Air-Tour zum Opfer fiel.

Die Termine sollen aber 2021 nachgeholt werden. Doch noch vor dem Verbot gab es zahlreiche Diskussionen darum, Gigs von Naidoo überhaupt nicht erst zuzulassen bzw. Veranstalter darum zu bitten, sie aus politischen Gründen zu streichen.

Im April hatte sogar der Bürgermeister der Stadt Dortmund klar seinen Wunsch geäußert, alles dafür zu tun, dem Soul-Sänger – zumindest in der Ruhrgebietsstadt – keine weitere Bühne zu geben.

Wilde Verschwörungstheorien und Angriff auf Demokratie

Ähnliche Gedanken sind nun auch aus Rostock zu hören, wo Xavier Naidoo nach Plan der Veranstalter am 22. August 2021 in der Stadthalle auftreten würde.

Die SPD-Fraktion in Rostock fordert, keine Auftritte des 48-Jährigen in der Hansestadt zuzulassen, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Steffen Wandschneider-Kastell, der Fraktionsvorsitzende der Rostocker Sozialdemokraten, dazu: „Dieser Mensch verbreitet seit Jahren die wildesten Verschwörungstheorien, hetzt gegen Minderheiten und erkennt die Bundesrepublik und das demokratische Grundgesetz nicht an.”


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Die SPD fordert die Betreiber der Stadthalle auf, „klare Kante zu zeigen und das geplante Konzert von Xavier Naidoo nicht zu genehmigen“, heißt es in dem Bericht. Inwiefern der Veranstalter dem Folge leisten wird, muss zunächst offen bleiben. Politische beziehungsweise juristische Möglichkeiten, das Konzert zu untersagen, gibt es nach derzeitigem Stand nicht.