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Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Genesis – „Abacab“


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Unter eingefleischten Genesis-Hörern gilt „Abacab“ aus dem Jahr 1981 als das schlechteste Album der Band. Was allerdings auch daran liegt, dass alle später veröffentlichten Alben von Genesis, zum Beispiel „Genesis“ von 1983, von eingefleischten Genesis-Hörern konsequent ignoriert werden.

An „Abacab“ wird gemeinhin der dünne Gesamtklang gerügt, der Einsatz von roboterisierten Keyboardklängen beispielsweise im Titelstück, die mangelnde Progressivität der Song-Dramaturgien, und natürlich gibt es mit „Man On The Corner“ die erste jener vielen klebrigen Phil-Collins-Balladen zu hören, mit denen Phil Collins das folgende Jahrzehnt zukleistern sollte.


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Harmonisch sinnlos verkomplizierte Rumdüdel-Strecken

Das ändert aber nichts daran, dass in den 80erJahren nun mal niemand so tolle klebrige Balladen zu komponieren verstand wie Phil Collins und dass dem Genesis-Trio auf diesem Album eine erstaunlich schlüssige Verbindung aus eingängigen Pop-Songs und harmonisch sinnlos (vulgo „progressiv“) verkomplizierten Rumdüdel-Strecken gelingt.


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten

Ohne Konzerte und Festivals fanden wir uns plötzlich abends auf unsere Plattensammlungen zurückgeworfen und stellten fest: Oft sind es nicht die kanonisierten Klassiker, die man besonders gern auflegt.

Stattdessen sind es Alben im Katalog eines lieb gewonnenen Künstlers, die man ganz für sich allein zu haben scheint, weil der Rest der Welt sie verschmäht oder gar schon vergessen hat – missverstandene Geniestreiche, verkannte Meisterstücke, vernachlässigte Schlüsselwerke und Platten, die einfach viel besser sind als ihr Ruf und eine Neubewertung verdienen.


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Led Zeppelin - „Presence“

Mehr Filler als Killer – aber schon „Physical Graffiti“ im Jahr zuvor war ein Doppelalbum voller Filler gewesen; überraschender, unterhaltsamer Filler. Die Filler auf „Presence“ zeichnen sich durch eine gewisse Stumpfheit aus. Und das ergibt Sinn, denn „Presence“ ist Led Zeppelins „Get Back“. Die einigermaßen zerrüttete Band wollte zurück zum Hard-­ und Bluesrock ihrer frühen Tage, sie nahm die sieben Tracks in knapp drei Wochen auf, verzichtete auf Keyboards und akustische Instrumente, Jimmy Page führte den Taktstock. Es gelang ihm ein unumstrittenes Prachtstück, „Achilles Last Stand“, zehn Minuten wütendes Getose mit sechs übereinandergelegten Gitarrenspuren, das „Kashmir“ der Saison. https://www.youtube.com/watch?v=P-Rf1I9htJk Es…
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