Diese Babynamen sind perfekt für Musikliebhaber*innen


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Musikliebende Eltern können aus unendlich vielen Namen einen für ihre Kinder wählen. Die wohl naheliegendste Möglichkeit ist, einen Namen eins zu eins zu übernehmen. In dem Fall hat beispielsweise Klein-Elvis definitiv einen außergewöhnlichen Namen. Seine Altersgenossen werden wahrscheinlich selten eine Verbindung zum „King of Rock’n’Roll“ herstellen. Hänseleien à la „Elvis the pelvis“ bleiben somit hoffentlich aus.

Aus der Masse stechen ebenfalls Slash, Axl, Bono und Miley heraus. Diese kurzen, knackigen Namen rufen sich besonders gut auf dem Spielplatz, wenn der Nachwuchs mal wieder verschwunden ist. Madonna hingegen ist mit drei Silben wesentlich schwerfälliger.

Wer es eher schlicht mag – und keinen Rechtsstreit wegen eines Namens provozieren will – kann sich bei zeitlosen Klassikern bedienen. John und Paul klingen elegant. Weniger auffällig sind auch Justin und Jimmy. Wer auf British-Invasion und Brit-Pop steht, kann sich von Musikern wie Keith Moon oder Keith Richards, Harry Styles und George Michael oder Harrison inspirieren lassen.

Eine weitere Möglichkeit ist, auf eingedeutschte Namensvarianten zurückzugreifen – wer möchte nicht Maik Jäger als Namensvetter haben? In Anlehnung an Jimmy Hendrix kann sich auch Hendrik sehen lassen. An diesem Punkt können sich junge Eltern direkt zu deutschen Vornamen bekennen. Manfred bietet zum Beispiel Interpretationsraum, ob Krug oder Mann gemeint ist. Oder einfach Kurt. Wer es klassisch mag kann sich für Johann, Richard oder Wolfgang entscheiden.

Inspirierende Songtitel für Babynamen

Eine andere Variante den Lieblingsmusiker*innen Tribut zu zollen, ist, das Kind nach einem Song zu benennen. Die Beatles bieten für Mädchen eine große Auswahl und verknüpfen die Namen direkt mit Attributen: Martha ist albern, Sadie aufreizend und Rita liebenswürdig. Julia hingegen lässt sich als verträumt und leicht melancholisch beschreiben, Lucy als quirlig und experimentierfreudig.

Wer einen Namen für einen Jungen sucht, kann sein Kind nach ABBAs „Fernando“ nennen oder Johnny B. nach dem Chuck-Berry-Evergreen. Weitere Vornamen finden sich den Folk-Songs „Black Betty“ und „Hey Joe“ oder in Titeln wie „Angie“ von den Rolling Stones und „A Rose For Emily“ von den Zombies. Zwei Namen stehen seit dem Sommer 2022 wohl nicht mehr zur Debatte: Olivia und – zum Leid aller Clapton-Fans – Layla. Die gleichnamigen Ballermann-Hits sorgten für Sexismus-Debatten und Kontroversen.

Wer’s moderner mag, kann sich beispielsweise am Album „Holly“ von Nick Waterhouse orientieren oder an „Ruby“ von den Kaiser Chiefs. Passenderweise ist der Song nicht für eine spezielle Person geschrieben. Gitarrist Andrew White hat in einem Interview aus dem Jahr 2007 gesagt: „Wenn du jemanden namens Ruby kennst, dann ist der Song über diese Person.” Ex-Schlagzeuger Nick Hodgson hat in diesem Jahr auf TikTok geteilt, dass Ruby seine schwarze Labrador-Hündin war.

@nickjdhodgsonThis is the piano that i started writing Ruby on. Look out for the original #Ruby. Ricky went onto write the verse lyrics. #indie #alt #alttiktok #altmusic #indietiktok #noughtiesmusic #kaiserchiefs #songwriter #songwriterstories #piano #songwriting♬ original sound – Nick J.D. Hodgson

Musikalische Babynamen: Hindernis Standesamt

Wer mit Zwillingen beglückt wird, kann sich bei großartigen Duos der bisherigen Musikgeschichte bedienen, wie Noel und Liam Gallagher, Simon und Garfunkel, Cindy und Bert oder Sonny und Cher. Wobei Letztere vermutlich nicht beim Standesamt durchgehen werden. Dort sind auch schon vermeintliche The-Champs-Fans abgeblitzt, die ihr Kind Tequila nennen wollten. Ebenso abgelehnt wurden bisher Crazy Horse und Woodstock.

Durchsetzten konnten sich dafür mutmaßliche ABBA-Fans mit einer Hommage an den Hit „Waterloo“. Genauso wie Eltern, die ihre Kinder Jazz, Dee-Jay und Smudo genannt haben.

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