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Best Of Britpop: Die 10 besten Alben einer Ära


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Die Grundlage des Britpop: The Stone Roses – „The Stone Roses“ (1989)

Bis dahin waren es unstete, unbefriedigende Jahre in der englischen Popkultur, ohne Richtung und Reibung. Maggie Thatcher, lange sinn- und solidaritätsstiftendes Feindbild, war im Begriff, sich selbst vollends zu demontieren, als sich Factory-Eigner und Hacienda-Betreiber Tony Wilson in einem Akt waghalsiger Geschäftstüchtigkeit weit aus dem Fenster lehnte und „Madchester“ zum Mittelpunkt der Welt erklärte. Die Zukunft des Pop sei seine Tanzbarkeit, so der smarte Tony, in der Eroberung des Dancefloor mit Gitarren. Und genau dies ereignete sich in Manchester.

In der Retrospektive erwies sich der Marketing-Schachzug sicherlich als eine sich selbsterfüllende Prophezeihung und als ein Lehrstück in Sachen Medienmanipulation. Die Stone Roses profitierten davon erheblich. Nicht nur, weil sie in den folgenden Monaten mit „Elephant Stone“, „Made Of Stone“ und „One Love“ respektable Hits landeten. Nicht nur, weil ihr Album so doch noch zum Bestseller wurde, sondern vor allem, weil sie zur wichtigsten Inspirationsquelle einer ganzen Generation von Musikern wurden. Die Generation des Britpop. Fast drei Jahre lang galten sie als coolste Band auf dem Planeten. Alles wurde nachgeahmt, von John Squires Art, die Gitarre zu halten über Ian Browns Watschelgang bis hin zu Manis Kopfbedeckungen und Renis Hosen. „Ihr Stil war so perfekt wie ihr Timing“, erinnert sich Noel Gallagner, „sie waren im richtigen Moment am richtigen Ort.“


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Von New Wave zum „Father of Britpop“: Paul Weller – „Stanley Road“ (1995)

Gemeinsam mit den Stone Roses trägt Paul Weller den Titel als „Father of Britpop“. Nach den Erfolgen mit The Jam und The Style Council arbeitete er ab 1991 an seiner Solo-Karriere, die 1995 mit „Stanley Road“ ihren Höhepunkt erreichte. Wellers dritte Solo-Platte erhielt in Großbritannien vierfach Platin und ist bis heute seine erfolgreichste Veröffentlichung.



Neil Young: Das sind seine 6 seltsamsten und schwierigsten Alben

Von Christopher R. Weingarten Trans (1982) Young begrüßte die MTV-Ära mit einem Album, das allgemein für Ratlosigkeit sorgte. Er schwelgte in Synthesizern, schickte seine Stimme sogar durch einen Vocoder – und trieb seine Rock-Fans in den Wahnsinn. „Ich wusste sofort, dass es durchgeknallter Stoff war, der mit Neils bisherigem Output nichts zu tun hatte“, sagte Gitarrist Nils Lof­gren. „Mir wäre es allerdings nicht im Traum eingefallen, dass eine Plattenfirma das Album als ,nicht Neil Young genug‘ ablehnen würde.“ Es war das erste Album für Geffen Records, die Young später verklagten, weil er „nichtrepräsentative“ Musik abgeliefert habe. „Es war einfach der…
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