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Kritik: „Game of Thrones“, Staffel 8, Folge 4: Tyrions bester Witz

Die Trauerfeiern sind stets würdige, emphatische, kathartische Moment bei „Game Of Thrones“. Jon Snow hält eine glühende Rede auf Ser Jorah et al., die beim Kampf gegen die Untoten gefallen sind: bis zum letzten Atemzug der Menschheit, bis ans Ende aller Tage, solche erhebenden Sachen. Eine stolze Elegie mit Streichermusik. Und man kann etwas sehen.

  • Achtung, dieser Text enthält Spoiler!

Dann: Burg, innen. Die (nun schon berühmte!) Siegesfeier. Man trinkt, als gäbe es ein Morgen. Gendry, der verhemmte Liebhaber Aryas, wird von Daenerys zum Lord von Sturmkap befördert. Allgemeiner Jubel über diese nicht kriegsentscheidende Personalie. Der Bluthund Sandor Clegane, stoisch beim Weintrinken, sagt Gendry, was Sache ist: „Die Toten sind tot, und du lebst.“

Aryas wahre Liebe aber ist Clegane. Sie reiten durch den Schnee. „Wirst du mich wieder halb tot liegen lassen?“ fragt Clegane. „Natürlich“, sagt Arya.

Kooperation

Die Sache ist die, dass Ritterin Brienne noch Jungfrau ist, wie sie bei einem Fragespiel nicht konzediert („Ich muss pissen. Bitte entschuldigt mich.“). Kein anderer als Jaime, einst in ihrem Gewahrsam, ist im weinseligen Siegesfuror für sie entflammt – von allen unwahrscheinlichen Mesalliancen der Serie die bizarrste. Später korrigiert sich Jaime und zeiht gen Königsmund: „Cersei ist abscheulich. Genau wie ich.“

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Jon oder Daenerys, das ist die Frage

Daenerys warnt Jon vor dem Geständnis – und flugs eröffnet Sansa und Arya (via Bran), wer er wirklich ist. Die Kamera wendet sich ab. Der letzte der Starks ist kein Stark. Tyrion verteidigt Danerys gegenüber Sansa: „Sie will die Welt zu einem besseren Ort machen.“ Sansa: „Und wenn es jemand anderen gäbe – jemand Besseren?“ Jon oder Daenerys, das ist die Frage, die auch den Einflüsterer Varys beschäftigt. Sie glaubt an ihre Bestimmung, mein Arsch! Varys votiert für Jon. Tyrion sagt: Er will den Thron gar nicht. Tyrion glaubt an Daenerys. Wann ist er so weich geworden?

Siegesfeier in „Game of Thrones“

Die Anfahrt der Flotte auf Königsmund ist die kürzeste Schlacht der Seefahrt: Eurons Armada biegt um die Ecke, Euron erlegt einen Flugdrachen mit der Haubitze, Daenerys dreht ab, Tyrion springt über Bord, Missandei flüchtet ins Rettungsboot (und wird gefangen genommen), die Überlebenden schleppen sich an Land, Euron kehrt triumphal zu Cersei zurück.

In einer wagemutigen Volte baut sich das besiegte Häuflein, angeführt von Tyrion und Daenerys, vor Cerseis Festung auf – und verlangt die Kapitulation. Nach vergeblichen Vorverhandlungen schreitet Tyrion auf das Gemäuer zu, die Bogenschützen legen an, über dem Tor steht aufrecht die böse Cersei, die Geisel Missandei vorn auf der Zinne. Cersei sah nie kälter aus. Der Blick, die Lippen. Sie hat eine Burg, einen Thron, eine Armee, ein Reich. Diese Frau wird niemals nachgeben. Und Tyrion sagt treuherzig: „Du bist kein Monster. Du hast deine Kinder immer geliebt.“ Es ist ein Versuch.

Missandeis letztes Wort ist „Dracarys!“. Der Eisenmann zieht das Schwert. Tyrion dreht sich resigniert um.

Das Allerbeste an dieser Episode ist Emilia Clarkes Gesichtausdruck in der Bewegung, als sie sich umwendet. Sie hat einen lächerlichen Trupp. Sie hat Tyrion. Sie hat einen Drachen. Sie hat keine verdammte Chance.

Ihr Gesichtsausdruck zeigt unbändigen ZORN.

Vielleicht hat Emilia Clarke deshalb gesagt, dass wir alle jetzt einen sehr großen Fernseher brauchen.

Anmerkung: Dieser Text wurde neben einem absichtlich abgestellten Kaffeebecher geschrieben.

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