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Tarantino-Ranking: Alle Filme von „Reservoir Dogs“ bis „Once Upon a Time in Hollywood“

6. Jackie Brown (1997)

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Nach dem Welterfolg von „Pulp Fiction“ standen alle in Hollywood Schlange um Teil des Tarantino-Kosmos zu werden. Doch der Mann ließ sich drei Jahre Zeit, entschied sich schließlich für die filmische Umsetzung eines Romans, Elmore Leonards „Rum Punch“, zum ersten und einzigen Mal in seiner Karriere sollte er damit eine Fremdvorlage nutzen. Tarantino verlangsamte sein Erzähltempo außerordentlich und schuf mit „Jackie Brown“ eine elegische Geschichte über das Älterwerden, von Träumen und Neuanfängen.

Zu Tarantinos „Ausgrabungen“ zählten diesmal der ehemalige Blaxploitation-Star Pam „Foxy Brown“ Grier, damals 48, sowie Robert Forster, damals 56, der nie ein Star gewesen war, aber in „The Black Hole“ sowie “Delta Force“ allen die Schau gestohlen hatte, einmal als Sci-Fi-Held, einmal als arabischer Terrorist. Dass Tarantino, der heißeste Regisseur der Neunziger, ihn gleich in der männlichen Hauptrolle besetzt hatte? Wahnsinn.

Die Chemie zwischen Grier und Forster stimmt, und ihre Trennung am Ende illustriert der Regisseur mit einer Einstellung, die trauriger nicht sein könnte. Forster läuft in eine Zukunft, die er allein verbringen muss, das Bild verschwimmt nach und nach, der Mann vergräbt seinen Kopf in den Armen, Bobby Womack singt dazu im Takt und im Off sein Lied über Verlierer, „Across 110th Street“.

Nach „Pulp Fiction“ hatten viele Türen für Tarantino offen gestanden, alle wollten unbedingt Weggefährten werden, und vielleicht erklärt sich so auch, warum er auf Leute zugriff, die nicht in den Film passen. Michael Keaton macht sich lächerlich, Chris „Get In The Trunk“ Tucker ist ein Fremdkörper und de Niro in einer Rolle als dumpfer Dauer-Stoner verschenkt. Die „Chicks with Guns“-Fernseheinlage hätte in das knallige „Pulp Fiction“ gepasst, es wirkt hier wie ein Outtake aus einem anderen Film.

Nach „Jackie Brown“ würde es sechs Jahre dauern, bis mit „Kill Bill Vol. 1“ der nächste Streich ins Kino kommen würde – Tarantinos bis heute längte Pause.



„Once Upon A Time In Hollywood“: Ist Cliff Booth ein Mörder? Brad Pitt weiß es!

Fast jeder, der in den letzten Tagen „Once Upon A Time In Hollywood“ (lesen Sie die Kritik zum Film HIER) gesehen hat, dürfte sich früher oder später die Frage gestellt haben, ob der von Brad Pitt gespielte Cliff Booth seine Frau auf dem Gewissen hat. Auch wenn es sich zunächst um einem entspannten, hemdsärmeligen Schurken handelt, wie wahrscheinlich ist es, dass Booth seine Frau (Rebecca Gayheart) mit einer Leuchtpistole getötet haben könnte, während sie auf einem Boot stritten? Die Szene bricht ab, bevor wir sehen können, was wirklich passiert ist. Obwohl Cliff von jeder Schuld freigesprochen wird, wird deutlich, dass…
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