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    Alexis Taylor Await Barbarians

    - Die Welt als melancholische Innenschau des Hot-Chip-Sängers

    „Nobody knows what I mean“ singt Alexis Taylor zu Tremolo-getränkten Gitarren in „From The Halfway Line“ – vielleicht aus diesem Grund spielte er sein gesamtes zweites Soloalbum im Alleingang ein, einzig für die Streicher-Parts holte sich der Hot-Chip-Sänger Gastmusiker. „Await Barbarians“ zeigt Taylor von einer Seite, die sonst nur ansatzweise beleuchtet wird: introspektiv, nach innen […] mehr…

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    Brendan Adams Spirit - Entspannter Reggae-Folk vom südafrikanischen Songschreiber

    Brendan Adams, der Troubadour aus Kapstadt, stellt seine Musik an der Grenze zwischen akustischem Singer/Songwritertum und jenem entspannten Reggae-Folk auf, den Leute wie Jack Johnson massenfähig gemacht haben. Doch es schwingt auch Lateinamerikanisches im sanften Folkpop mit – das Album entstand in Rio de Janeiro. Zudem bezieht sich Adams auf den in Südafrika legendären Rodriguez, […] mehr…

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    Will Stratton Gray Lodge Wisdom - Superbe, unaffektiert gesungene Lieder vom…

    „Why hope for the best, when the worst just makes you strong“, will Will Stratton gleich mal wissen. Fragen aus der existenziellen Grauzone. Bis auf den doch etwas zu direkten „Fate Song“ hört man sein fünftes Album aber kaum mit voyeuristischem Unbehagen, als Chemotherapie-Tagebuch eines gerade mal 26-jährigen Krebs-Besiegers. Strattons superbes Fingerpicking und der unaffektierte […] mehr…

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    Luther Dickinson Rock’n Roll Blues *** - Charmanter, akustischer Country-Rock vom Sohn…

    Was kann ein armer Junge schon tun? Zumal wenn er mit 14 Gitarre für die Replacements spielen durfte, die Dad 1986 gerade produzierte. „There‘ ll be no negotiations, down upon the old plantation“, singt Luther Dickinson im Titelsong des akustischen Solowerks mit Country-Schlagseite. Mit 41 erweist sich der ältere Sohn des großen Jim als Fackelträger […] mehr…

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    Archie Bronson Outfit Wild Crush ** - In einer Stoner-Rock-Garage in Bath…

    Nach dem Abschied von Gründungsmitglied Dorian Hobday – seinen Platz nimmt der Tour-Keyboarder Kristian Robinson ein -gilt es, für Archie Bronson Outfit einen Neuanfang zu finden. Das letzte Album liegt immerhin vier Jahre zurück. Aufgenommen in ihrer Heimatstadt Bath, lässt „Wild Crush“ den Blues in der Garage Wurzeln schlagen und anschließend ins Kraut schießen. Gast-Saxofonist […] mehr…

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    Meg’n Jez Follow It Down - Das frühreife Teenager-Duo weiß, wie…

    Meggie Hill und Jez Ritchie kennen sich seit 13 Jahren – recht lange, wenn man 17 bzw. 15 ist. Seit 2011 machen sie schon gemeinsam Musik. Die beiden sind offensichtlich keine gewöhnlichen Teenager – in Jez‘ Fall nicht so überraschend, er ist der Sohn von Tote-Hosen-Schlagzeuger Vom Ritchie. Dass Meg’n Jez bei der letzten Stadiontour […] mehr…

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    Owen Pallett In Conflict **** - Autobiografisches statt Märchen, mit Streichern…

    Der wesentliche Unterschied zu früheren Werken, hat Owen Pallett über „In Conflict“ gesagt, sei der Umstand, dass er am Ende dieses neuen Songzyklus nicht stirbt. Vielleicht heißt darum gleich das erste Stück „I’m Not Afraid“? Märchen, Mittelalter und Minnesang sind einem streckenweise schonungslosen Autobiografismus gewichen, es geht um Angst, Einsamkeit, Drogenkonsum und Gewaltfantasien. Doch ist […] mehr…

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    Luka Bloom Head & Heart - Ein Mann, eine Gitarre, manchmal…

    Ein Vierteljahrhundert nachdem er vor zu viel irischer Tradition floh, um sich an der US-Ostküste als Luka Bloom neu zu erfinden, gibt sich der fast 59-jährige Singer/Songwriter aus Kildare nach wie vor „überrascht“, wie gern er diesen „sentimentalen Irish American Song“ namens „My Wild Irish Rose“ aus den 1890er-Jahren singe. Der steht nun im Zentrum […] mehr…

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    Jack White Lazaretto - Gelungene Stilübungen zwischen Led Zeppelin,…

    Jack White hat den ADHS-Blues: Erst lässt er Orgel und Gitarre ein Riff dudeln. Dann fragt er: Wie würde das mit Mundharmonika, Slide oder Honkytonkpiano klingen? Passend dazu prahlt er von drei Frauen, die ihm hörig sind -rot, blond, brünett, in Kalifornien, Detroit und Nashville -und stellt klar, dass es gar keinen Grund gibt, sich […] mehr…

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    Liam Finn The Nihilist *** - Abgedrehter Pop mit süffi gen…

    Wie jemand, der alle Seinsgründe verneint, klingt Liam Finn nicht. Der Sohn des Crowded-House-Sängers Neil Finn hat eindeutig die Gene des Vaters geerbt -er macht kapriolenschlagenden Pop, oft angenehm abgedreht, aber immer mit süffi gen Melodien. „Helena Bonham Carter“ klingt wie eine beschleunigte Mischung aus MGMT und den Beatles, die dreckig verzerrte Gitarre von „Burn […] mehr…

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    Amy LaVere Runaway’s Diary - Ein berührendes Americana-Konzeptalbum übers Unterwegssein

    Waisenmädchen und juvenile Ausreißer sind keine Americana-Seltenheit, kamen aber bisher -ob bei Soul Asylum oder Gillian Welch -kaum über die Opferrolle hinaus. Amy LaVere dreht den Spieß als „Self Made Orphan“ um. Die bezaubernde stray cat landet in einem Konzeptreigen übers große Verloren-und Unterwegssein, der in kleinen Songs wie „Snowflake“ so berührend wie sexy ist. […] mehr…

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    The Horrors Luminous - Die Londoner vermischen ihren Neo-Dream-Rock…

    Das vierte Album der Neo-Dream-Popper (oder eher -Rocker) aus London ist eine gelungene Nummer. Im Waschzettel liest man eine lustige Inspirationsliste des Quintetts, die alles von den Beatles zu J. Dilla anführt. Eigentlich klingen sie aber nur garagig-gradliniger als Radiohead, weniger verrauscht und wimmelnd als Tame Impala und ab und an achtzigerbewusst mit dichten Spacemen-3-Nebeln. […] mehr…

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    Kasabian 48:13 - Klotzen statt kleckern: Indie-Brit-Rock, der…

    Selbst guter Indie-Rock hat es derzeit schwer, den sprichwörtlichen Hund hinter dem Ofen hervorzulocken. Deshalb machen Kasabian, die vier Jungs aus Leicester, das einzig Richtige: Sie kleckern nicht, sie klotzen. Hier ist alles heftig: wuchtiger Rock mit unverschämt guten Melodien, dazu wahlweise wildes Schlagzeug oder kühle Beats -und viele dieser schrägen Twists, die die Briten […] mehr…

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    The Black Keys Turn Blue - Direkter Rock’n’Roll war gestern, jetzt…

    Eine Schrammelgitarre, eine seufzende Orgel, ein Dudelsolo und ein jammernder Dan Auerbach: „I used to think darling you never did nothing/But you were always up to something.“ Der Song „Weight Of Love“ zieht sich zwischen „Us And Them“ und „Hotel California“ in eine einsame Ecke zurück, pflegt seine Depressionen. Und die Jungs, die schon enttäuscht […] mehr…

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    Passenger Whispers - Der introspektive Songwriter lässt sich…

    Ein Teil der Besprechungen des neuen Albums von Passenger wird mit einem Zitat aus „27“ beginnen: „I write songs that come from the heart/I don’t give a fuck if they get into the charts.“ Weil man ein wenig voyeuristisch ist, möchte man das gern wissen: Wie wird einer, der am liebsten auf der Straße spielt, […] mehr…

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    Sam Smith In The Lonely Hour - Der britische Chartsstürmer suhlt sich…

    Ausgerechnet mit „Money On My Mind“ stürmte Sam Smith an die Spitze der UK-Singlecharts und machte, so ist anzunehmen, ordentlich Kasse. Das beschwingte Liedchen bildet nun den Auftakt seines Debütalbums, das nicht weniger als den Startschuss zu einer Weltkarriere darstellen soll. Harmlos und eingängig genug sind die von Streichern und Keyboards verzierten Soul-Nummern mit gelegentlichem […] mehr…

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    Slow Club Complete Surrender - Das Sheffi eld-Duo mischt auf…

    Schon die Entwicklung auf den bislang erschienenen Alben und EPs (jeweils zwei) machte deutlich, wie groß das Potenzial von Slow Club ist. Jetzt kommt das Duo aus Sheffield bei sich selbst an -mit hervorragenden Songs, die wesentlich klarer und gradliniger arrangiert sind als bislang. Es scheint, als würden die Künstler nun mehr sich selbst vertrauen […] mehr…

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    Tori Amos Unrepentant Geraldines - Mit 45 hatte Tori Amos…

    Da ist sie, diese Präzision und Leichtigkeit, die man noch aus den 90er-Jahren kennt: „Unrepentant Geraldines“ ist ein fast zu typisches Tori-Amos-Album. Die 14 Songs greifen wie feine Zahnräder ineinander, sie klingen mal simpel und berührend, mal widerspenstig. Mal flüstert Amos uns Textzeilen zu, mal überschlägt sich ihre Stimme, kratzt und kiekst. Herrlich. Ein Album, […] mehr…

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    Sharon Van Etten Are We There - Die Amerikanerin vergräbt ihre Melancholie…

    Sharon Van Etten kommt eigentlich am besten zur Geltung, wenn ihre zum Sprunghaften neigende Stimme sich vor einer überschaubaren Landschaft bewegt -so wie man das auf ihrem coolen Schlafzimmerfolkrock-Debüt von 2009 hört. Diesmal erinnert sie daran, wenn sie auf „I Know“ nur vom Klavier begleitet wird. Meist hört man sie jetzt jedoch zuproduzierter. Man freut […] mehr…