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The Kinks

The Kinks etablierten sich während der British Invasion der 1960er-Jahre als Urväter des britischen Punks und waren neben Mitstreitern wie den Beatles, den Rolling Stones und The Who eine der erfolgreichsten Bands ihrer Zeit. Vor allem Frontmann Ray Davies fiel durch sein songschreiberisches Talent auf, weshalb er oftmals mit dem Songwriter-Duo Lennon/McCartney verglichen wurde. Mit „You Really Got Me“ gelang The Kinks 1964 der musikalische Durchbruch.

Die Brüder Ray und Dave Davies gründeten 1963 The Kinks, nachdem sie mit ihrem vorherigen Bandprojekt The Ravens keinen Erfolg erzielen konnten. 1964 gelang ihnen mit dem Millionenseller „You Really Got Me“ der internationale Durchbruch. Das populäre Gitarrenriff des Songs wird beiläufig auch als Beginn des Hard Rocks betrachtet. Bis 1967 hatten The Kinks Hit-Songs in den europäischen und amerikanischen Charts. Insbesondere Ray Davies machte sich mit Liedern wie „Sunny Afternoon“, „Dead End Street“ und „Waterloo Sunset“ einen Namen als einer der besten britischen Songwriter neben John Lennon und Paul McCartney.

1966 entdeckte die Band das Album als eigenständige Kunstform und füllte „Face To Face“ mit ausschließlich von Ray Davies komponierten Titeln – und schuf damit eines der ersten Konzeptalben, eine Vorangehensweise, die sie daraufhin weiterhin beibehielten. „Face To Face“ beinhaltet zudem die erste Nummer-Eins-Single der Kinks in Deutschland: „Dandy“.

Folgealben konnten sich neben den Erfolgen der Rolling Stones und Beatles kaum durchsetzen. Erst mit dem 1970 veröffentlichten Werk „Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One“, das sich mehr am US-amerikanischen Stadionrock orientierte statt an der gewohnt britischen Feinsinnigkeit, konnten The Kinks wieder Erfolge erzielen. Zwei der darauf enthaltenen Songs, „Lola“ und „Apeman“, charteten. Das 1971 erschienene Konzeptalbum „Muswell Hillbillies“ konnte daran anknüpfen – wenn es auch keine Hitsingle enthält, gilt es dennoch als eine der besten Veröffentlichungen der Band. Die Musik klang erneut amerikanisch, traf aber den Nerv der Zeit: Lärmender Rock mit Country-Tendenzen und melancholisch angehauchten Texten.

In den späten 1970er-Jahren gelang den Kinks ein kommerzielles Comeback in den USA, da Ray Davies sich mit den Alben „Sleepwalker“ (1977), „Misfits“ (1978) und „Low Budget“ (1979) an den energischen Sound der Anfangsjahre erinnerte. 1990 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

The Kinks haben wir außerdem gefunden in:

30.10.2020:  Mit der geplanten neunten Platte wollten Led Zeppelin etwas Neues wagen. Die Ideen lagen schon in der Schublade. Doch der Tod John Bonhams machte alle Vorstellungen hinfällig. in Led Zeppelin: Neuntes Album wäre anders geworden als jedes andere

21.09.2020:  Schauspieler Bill Murray ist nun 70 Jahre alt. Im großen ROLLING-STONE-Interview erzählt er, wie es so ist, wenn man sich als Star alles erlauben kann, was man möchte. in Bill Murray im Interview: „Wie ist es, ich zu sein? Fragen Sie sich selbst!“

26.08.2020:  Die legendäre Flying-V-Gitarre von Gibson gilt heute als Symbol des Heavy Metal. Auch deshalb sprechen Musiker von Judas Prist und Co. über das edle Stück. in „Flying V“: Neue Gitarren-Doku mit Musikern von Metallica und Slayer

Reviews zu The Kinks


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  • The Kinks - Muswell Hillbillies

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  • The Kinks - Something Else By The Kinks

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  • The Kinks - Face To Face

    Es wardie beste aller Pop-Zeiten: 1966. „Aftermath“, „Pet Sounds“, „Blonde On Blonde“ und „Revolver“ erschienen binnen weniger Monate, es wehte ein neuer Wind, man nahm sich ernster, aber nicht ernst. Für die Kinks brachte dieses denkwürdige Jahr dreierlei. Erstens ein paar Fiaskos wie Rays Nervenzusammenbruch oder die Quaife/Dalton-Personal-Querelen. Zweitens einen Triumph in Form des Sommerhits […]

  • The Kinks - The Kinks

    Während bei den Searchers die Covers Format hatten und sich die Füller meist aus eigener Feder rekrutierten, war es beim Kinks-Debüt anders herum. „You Really Got Me“ ist das wohl grandioseste Rock-Statement seiner Zeit, „Stop Your Sobbing“ ein frühreifes Meisterwerk und „So Mystifying“ ebendas, während die Kinks-Versionen amerikanischer R&B-Vorlagen wie „Beautiful Delilah“, „Long Tall Shorty“ […]



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