Blumfeld-Comeback: „Für Immer – The Anthology Archives Vol. II“ – alle Infos
Alle Infos zur neuen Vinyl-Edition von Blumfeld. Und: es soll ein neues Album plus Tour geben.
In ihren sozialen Netzwerken haben Blumfeld und Jochen Distelmeyer es bereits vor Tagen angekündigt, jetzt ist es offiziell: Die Band veröffentlicht mit „Für Immer – The Anthology Archives Vol. II“ ihren Backkatalog von sechs Studioalben neu auf Vinyl. In der neuen Box sind auch zwei Live-Alben enthalten, darunter mit „Nackter als Nackt“ das bereits auf DVD erschienene Konzert aus Berlin 2006. Sony Music übernimmt seit dem 1. März 2026 die Auswertung und Betreuung des Werks der Pioniere der Hamburger Schule.
„Für Immer – The Anthology Archives Vol. II“ wird dabei als „Auftakt der Zusammenarbeit“ bezeichnet, denn laut Auskunft des Labels hat die Band beim Hansa-Label unterschrieben, ist auch wieder im Studio und zieht Tourpläne in Betracht. Dem offiziell verschickten – alten – Bandfoto nach zu urteilen, haben Blumfeld in der Ursprungsbesetzung um Distelmeyer, Andre Rattay und Eike Bohlken zusammengefunden, der nach dem zweiten Album „L’Etat Et Moi“ ausgestiegen war.
Die Box erscheint in einer Auflage von 1.990 Exemplaren, angelehnt an das Gründungsjahr Blumfelds. Jede Platte wird auf farbigem Vinyl gepresst, abgestimmt auf das jeweilige Originalcover. Ergänzt wird die Edition durch ein Fotobuch mit bislang unveröffentlichtem Material sowie ein gestaltetes A2-Poster.
„Für Immer – The Anthology Archives Vol. II“ erscheint am 22. Mai, einzelne Tracks werden schon vorher online veröffentlicht, darunter „In der Wirklichkeit“ von „Nackter als Nackt“.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Blumfeld – „Verbotene Früchte“
Alle Verspannungen in musikalischer und lyrischer Hinsicht, unter denen das Blumfeld’sche Schaffen über Jahrzehnte hinweg litt, sind auf „Verbotene Früchte“ einer lockeren Transzendenz gewichen.
Wo sich Jochen Distelmeyer in seinen Songs bis dahin oft im Versuch der zwangsweisen Verschränkung von Politischem und Privatem verstrickte, stellt er auf dieser besten deutschsprachigen Platte der Nullerjahre mit leichter Hand letzte Fragen und beantwortet sie auch: Woher kommt das Obst? Und wohin geht es? Wo entspringen die Flüsse, die man mit Schiffen befährt? Welches sind die Apfelsorten, die am besten schmecken und in denen sich zugleich die Geschichte des Obstbaus in exemplarischer Weise sedimentiert?
„Jonagored, Novajo/ Elstar, Karmijn, Rubi/ Winterprinz, Ontario/ Gravensteiner, Fuji/ Berlepsch, Melrose, Ida Red/ Kannst du mal versuchen/ Und Geheimrat Oldenburg/ Für den Apfelkuchen.“
Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten
Ohne Konzerte und Festivals fanden wir uns plötzlich abends auf unsere Plattensammlungen zurückgeworfen und stellten fest: Oft sind es nicht die kanonisierten Klassiker, die man besonders gern auflegt.
Stattdessen sind es Alben im Katalog eines lieb gewonnenen Künstlers, die man ganz für sich allein zu haben scheint, weil der Rest der Welt sie verschmäht oder gar schon vergessen hat – missverstandene Geniestreiche, verkannte Meisterstücke, vernachlässigte Schlüsselwerke und Platten, die einfach viel besser sind als ihr Ruf und eine Neubewertung verdienen.
- Teil 20: David Bowie – „Lodger“
- Teil 19: Crosby, Stills & Nash– „CSN“
- Teil 18: Don Henley – „Building The Perfect Beast“
- Teil 17: Sonic Youth – „NYC Ghosts & Flowers“
- Teil 16: Roxy Music – „Siren“
- Teil 15: Bee Gees – „Bee Gees 1st“
- Teil 14: R.E.M. – „Around The Sun“
- Teil 13: Prince – „Batman“
- Teil 12: Bob Dylan – „Planet Waves“
- Teil 11: Jethro Tull – „This Was“
- Teil 10: Oasis – „Heathen Chemistry“
- Teil 9: Pearl Jam – „No Code“
- Teil 8: Genesis – „Abacab“
- Teil 7: Pink Floyd – „The Final Cut“
- Teil 6: The Cure – „The Top“
- Teil 5: Queen – „Hot Space“
- Teil 4: The Beatles – „With The Beatles“
- Teil 3: Led Zeppelin – „Presence“
- Teil 2: Bruce Springsteen – „Tunnel Of Love“
- Teil 1: U2 – „How To Dismantle An Atomic Bomb“