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Kritik: „Emily in Paris“ auf Netflix – der schönste Blödsinn, den 2020 zu bieten hat


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Wie macht dieser Darren Star das bloß? Schon damals bei „Beverly Hills 90210“ und „Melrose Place“ fragten wir uns, warum wir den Quatsch eigentlich gucken. Und mal ehrlich: „Sex And The City“ sieht in der Rückschau auch nicht mehr so gut aus. Im Grunde ging es bei aller Frauenfreundschaft doch vor allem darum, Mr. Right zu finden, und die Stöckelschuhe waren auch übertrieben.

Und nun kommt Star mit „Emily In Paris“ um die Ecke: einer Dramödie über eine junge Marketing-Expertin, die nach Paris versetzt wird, wo sie den Franzosen mal erklären soll, wie Social Media funktioniert. So was kennen wir hier in Old Europe ja noch fast gar nicht! Emily (gespielt von Phils Tochter Lily Collins) läuft mit großen Augen und in irrwitzigen Klamotten durch das Klischee von der Stadt der Liebe, und das Einzige, was im bonbonfarbigen Wohlfühlrausch ein bisschen stört, sind ihre allzu dominanten Augenbrauen.

Aber auch daran gewöhnt man sich schnell. Natürlich sitzt Emily ständig in Cafés, verliebt sich in einen Koch (immerhin nicht die Ratte aus „Ratatouille“) und erlebt seltsame Dinge auf einem Weingut. Sie bekommt ständig Avancen, muss sich mit einer biestigen Chefin herumschlagen und allzu laute Sexgeräusche aus der Nachbarswohnung aushalten. Kurzum: der schönste Blödsinn, den 2020 zu bieten hat.

„Emily in Paris“:

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