Korn


Korn prägten mit ihrem Debütalbum „Korn“ (1994) den Auftakt der New-Metal-Bewegung. Songs wie ‚Shoots And Latters‘ und ‚Blind‘ schufen das Fundament für Bands wie Limp Bizkit, Deftones und Coal Chamber. Ungewohnte Stimmexperimente, harte Gitarrenriffs, dichte Rhythmusgeflechte mit explizitem HipHop-Einfluss und der geslappte Bass wurden zu Korns Erkennungsmerkmalen. Das Album „Follow The Leader“ (1998) machte sie international bekannt und verdeutlichte schon im Titel ihre Pionier-Arbeit.

Nachdem die Grunge-Welle den traditionellen Hard Rock und Metal verdrängte, begann Mitte der 1990er eine neue Welle harter Musik ihren Siegeszug: der nachhaltig von Korn geprägte New Metal. 1994 veröffentlichten sie ihr Debüt-Album, dass mit tiefgestimmten siebensaitigen Gitarren und geslapptem Bass simple Riffs mit starkem HipHop-Einfluss kombinierte. Jonathan Davis intonierte mit ungewöhnlicher Stimmarbeit seine Texte zur vom Grunge bekannten Teenage Angst.

Nachdem sie sich schon als Jugendliche in einer Band zusammenfanden, zogen Reginald Arvizu, David Silveria und James Shaffer nach Los Angeles, wo sie unter dem Namen L.A.P.D. erste Aufmerksamkeit erregen konnten und später mit Brian Welch und Jonathan Davis Korn gründeten. Ihr selbstbetiteltes Debüt (1994) sorgte in der Szene schnell für Aufruhr und die Single ‚Shoots And Ladders‘ wurde sogar für den Grammy Award in der Kategorie beste Metal-Performance nominiert.

Der psychedelischere Nachfolger „Life Is Peachy“ trug Korn 1996 in die Top Ten der US-Billboard Charts, obwohl Vorwürfe laut wurden, Korn befänden sich in einer musikalischen Sackgasse. 1998 triumphierten Korn mit dem Album „Follow The Leader“, das Gastauftritte von Fred Durst (Limp Bizkit) und Ice Cube beinhaltete. Das Album markierte Korns kommerziellen Durchbruch, ihre Videoclips wurden fester Bestandteil des Musikfernsehens.

Durch ihre Pionier-Arbeit im New Metal schufen Korn eine Basis, auf der Bands wie Deftones, Coal Chamber und Limp Bizkit aufbauen konnten. 2004, zum zehnjährigen Bandjubiläum, veröffentlichten Korn ihr erstes Greatest-Hits-Album, das auch das sehr erfolgreiche Cameo-Cover „Word Up“ und „Another Brick In The Wall“ von Pink Floyd enthält.

Mit „See You On The Other Side“ (2005) integrierten Korn neue musikalische Einflüsse aus dem Electro-Bereich, 2006 entstand ihr Album „MTV Unplugged: Korn“. Mit „Korn III: Remember Who You Are“ wandten sich Korn 2010 wieder voll und ganz ihrem ursprünglichen Sound zu. Ihr elftes Album „The Paradigm Shift“ erschien 2013.

Korn haben wir außerdem gefunden in:

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Reviews zu Korn


  • Korn - Follow The Leader

    Diesen Albumtitel kann man verstehen, wie man will – als politisch korrekte Mahnung vor dem nächsten Demagogen taugt er jedoch genausowenig wie als plumpe Pose, die Acts wie Slayer zur Provokation genügt Eine subtilere, und wahrscheinlich auch zutreffendere Deutung bietet sich an: Parodie der eigenen Rolle im mittlerweile halbtot geprügelten US-Metal-Genre. Mit ihren beiden Alben […]