Musik – Reviews

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    Lily Allen

    - „It’s Not Me, It’s You“

    The Mitre, London Paddington, Freitag, 13.2.2009, 7.32 pm. „Mann, was für eine Scheißwoche! Zeit, sich zu besaufen. Pint?“ – „Bring mir doch gleich zwei mit, Matey!“- „Guck mal, die da drüben mit den Stiefeln und den großen Brüsten!“- „Smashing! Die kriegt gleich mal’n Bacardi Breezer von mir.“- „Was läuft da eigentlich im Hintergrund? Was Neues […] mehr…

  • The Kinks Picture Book Artwork

    The Kinks - Picture Book

    Über Kapital und Klassengesellschaft, Nutten und Alkohol, über Helden der Leinwand, die bescheidenen Sehnsüchte sogenannter kleiner Leute und das Geschäft mit Illusionen schrieb er einige der denkwürdigsten Popsongs. Jedenfalls ein wenig später, als er schon mehr als ein bisschen desillusioniert seinen ersten Nervenzusammenbruch hinter sich hatte. Begonnen hatte für Ray Davies alles so richtig mit […] mehr…

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    Morrissey - Years Of Refusal

    Oh, man hat sich so gewöhnt an die raubauzige Art, mit der Morrisseys Burschen in die Instrumente greifen! Und schon auf seiner „Greatest Hits“-Sammlung warnte der Troubadour des Missvergnügens uns ja: „You’re gonna miss me when I’m gone.“ Wie wahr. Aber für eine Weile hält man die Abwesenheit des alten Giftspritzers doch aus. Nach seinen […] mehr…

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    Lloyd Cole - „Cleaning Out The Ashtrays“

    Er könne es nicht leiden, wenn Teile seines Werks „out of print“ seien, schreibt Lloyd Cole- ehrlich und kompomisslos- in einem Vorwort zu dieser Liebesarbeit. Und Downloads gelten für ihn nicht als „in print“. Nun sind viele der hier versammelten fast 60 Songs obskure B-Seiten zu nicht sehr erfolgreichen Singles, andere sind Mixes von bekannten […] mehr…

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    Kitty, Daisy & Lewis - (Baby) Hold Me Tight

    Kurz vor Weihnachten noch in die Läden kam dieses willkommene Präsent vom autodidaktischen Teen-Trio aus Londons Norden. Geschrieben und gesungen von Kitty, schmiegt sich „Baby“ jazzy ans Ohr, beschwingt von Daisys Xylofon und geadelt vom Brass-Swing des Ska-Veteranen Eddy „Tan Tan“ Thornton. Auf der Flipside „Buggin‘ Blues“ beugt sich Lewis über die Tasten und verbeugt […] mehr…

  • Bruce Springsteen - Working On A Dream

    Bruce Springsteen - Working On A Dream

    Der Boss zaubert schon wieder ein großes Album aus dem Ärmel mehr…

  • Eagles Of Death Metal, Heart On, Cover

    Eagles Of Death Metal - Heart On

    Josh Homme behauptet ja nach wie vor, die Eagles Of Death Metal seien keineswegs eine Nebensache, sondern für ihn eben so wichtig wie Queens Of The Stone Age. Vielleicht muss man das langsam glauben- immerhin erscheint mit „Heart On“ schon das dritte Album des Duos. Dabei ist das Nebensächliche das Schöne an diesen Eagles. Homme […] mehr…

  • Cat Stevens, Tea For The Tillerman, Deluxe Edition, Cover

    Cat Stevens – Tea For Tillerman

    Er habe all diese Platten nur gemacht, um sein Hobby- Kinderbücher illustrieren- finanzieren zu können, behauptete Cat Stevens später einmal. Was er jetzt in den Liner Notes zur Deluxe-Ausgabe von „Tea For The Tillerman“ dementiert. Einmal dem Sensenmann von der Schippe gesprungen, war er eigentlich als unser kleiner Ingmar Bergman des populären Liedes wiedergeboren worden: […] mehr…

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    Take That - „The Circus“

    Diese Bands mit Plastikgeruch sind risikolose Ziele. Wenn Mädchen im Hormonsturm zu niedlichen Tanzschritten auf der Bühne völlig aus der Fassung geraten, ist mit spitzer Häme keine Tapferkeitsmedaille zu verdienen. Zu billig, zu naheliegend – und außerdem ziemlich zynisch an der Wirklichkeit vorbeigegiftet. Diese Bands mit Plastikgeruch füllen nicht bloß ihren Managern die Tasche, sondern […] mehr…

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    Robert Wyatt - „Rock Bottom“

    Mit dem Karrierehöhepunkt „Comicopera“ hat Robert Wyatt im letzten Jahr eine neue Heimat bei Domino Records gefunden. Nun veröffentlicht das seit Franz Ferdinand und den Artic Monkeys hippe Londoner Label auch Wyatts gesamtes Solowerk auf Vinyl und CD (im Digipack). Nur das experimentelle, lautmalende Jazzalbum „The End Of An Ear“, das Wyatt noch während seiner […] mehr…

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    Peter, Bjorn And John - „Nothing To Worry About“

    Ein Kinderchor-Refrain, gefällige Beats und eine Art gesungener Rap – das sind die Ingredienzien der neuen Single „Nothing To Worry About“ von Peter Bjorn & John. Und die Mixtur scheint zu wirken, denn kein Geringerer als Kanye West war von dem Stück so begeistert, dass er es auf seiner Homepage gleich als kostenloser Download ins […] mehr…

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    Sugababes - „Catfights And Spotlights“

    Es ist ja unbestritten, dass die Sugababes etwas an sich haben, das auch solchen Leuten gefällt, die mit modernen Girl-Groups nichts am Hut haben. Es kommt da immer mal ein Lied, das zumindest im Formatradio den Qualitätsstandard überragt. Woran es liegt? Vielleicht daran, dass Keisha Buchanan, Heidi Range und Amelle Berrabah sich bei der Auswahl […] mehr…

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    The Move - „Anthology 1966 – 1972“

    Donnerwetter, das nenne ich mal ein amtliches Fan-Paket: 62 „career spanning tracks“, von denen zwei Drittel unveröffentlicht sind oder zumindest noch nicht auf CD erhältlich. Dazu niedliche Fan-Postkarten, auf deren Rückseite alles steht, was man als Move-Fan wissen muss: Bev Bevan, zum Beispiel, steht auf die Farbe Pink, verputzt gerne ein T-Bone-Steak und schlürft am […] mehr…

  • Elton John - The Red Piano

    Elton John - The Red Piano

    Seit 2004 führt Elton diese Sause im Caesar’s Palace in Las Vegas auf, „home of Celine Dion“, wie er mit mildem Spott ruft. Das Publikum, vom Einarmigen Banditen herübergekommen, hält nicht hinter dem Berg mit Tränen und stehenden Ovationen; man will sich amüsieren. Der füllige Mann im Bratenrock spielt natürlich auf dieser Klaviatur, feiert die […] mehr…

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    Telepathe - „Dance Mother“

    Melissa Livaudais und Busy Gangenes kennen die Achtziger wohl eher aus der Krabbel- und Plüschtier-Perspektive. Trotzdem rauschen bereits im ersten Stück ihres Debüts „Dance Mother“ die analogen Synthesizer so majestätisch und druckvoll, als wären’s die Victoriafälle. Natürlich könnte man jetzt laut „New Order!“ brüllen. Aber da steckt auch noch eine reizend feminine Unschuld in dem […] mehr…

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    Echo & The Bunnymen - „Ocean Rain“

    The Waterboys. ABC. Aztec Camera. Und Echo & The Bunnymen. Alle nicht mehr ganz jung im Jahr 1984- aber dieses Jahr sollte noch einmal zum Triumph nördlicher britischer Schwermut werden. Noch war „Porcupine“ das Album der Stunde, die dritte Platte der Bunnymen, als das Quartett in Paris arbeitete, im „Studio Des Dames“, das den Geist […] mehr…

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    It Hugs Back - „Work Day“

    Die A-Seite der dritten 45 des Quartetts aus Kent evoziert Kalifornien, klingt frisch und fuzzy, jedenfalls harmonisch, und lädt zum Mitsingen ein. Doch erst, wenn die Platte umgedreht wird, vermittelt sie mit „Take Apart“ eine Ahnung vom Potential dieser Band: das Tempo schleppend, die Dynamik enorm, der Sound immer in Feedback-Nähe, die Worte irritierend, Matthew […] mehr…

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    V.A. - „The ZTT Box Set“

    Mit seiner Produktion des ABC-Albums „The Lexicon Of Love“ hatte der Produzent Trevor Horn 1982 ein Manifest des britischen New Pop erschaffen. Verglichen mit dieser glamourös übersteigerten Verklärung der großen Gefühle, die mit einem ironischen Augenzwinkern die neuesten Technologien nutzte, um den Geist des alten Hollywood zu beschwören, war das wahre Leben nur ein karg […] mehr…

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    Dido - „Safe Trip Home“

    Dido hat es sich leicht gemacht mit ihrer Karriere, und sie hat es leicht gehabt. Das erste Album war ein Selbstversuch im Kreise der Faithless-Familie, kleine Lieder mit nicht weiter schwierigen Arrangements. Das Album wurde zu einem der meistverkauften aller Zeiten. Warum? Sicher wegen Eminem, aber nicht nur. Didos kleine Lieder und kleine Texte sind […] mehr…

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    Warren Zevon - „Warren Zevon (Collector’s Edition)“

    Erst brauchte es eine Ewigkeit, bis er seine erste Platte veröffentlichen konnte – und dann starb er lange vor der Zeit. Warren Zevon hat oft über sein Schicksal gelacht in den Monaten vor seinem Tod im Herbst 2003, als er noch eine letzte glorreiche Platte aufnahm, „The Wind“. Schon Ende der Sechziger hatte er mit […] mehr…