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Musik – Reviews

  • Van Morrison - Astral Weeks: Live At The Hollywood Bowl

    Van Morrison – Astral Weeks: Live At The Hollywood Bowl

    Jenem Bewusstseinsstrom, der an zwei Tagen des Jahres 1968 in die Aufnahmen zu „Astral Weeks“ floss, scheint etwas Transzendentales, ja Astrales zu eignen- niemand traute sich je an eine kohärente Interpretation des Wunderwerks heran, das Van Morrison als 23-Jähriger mit ein paar Musikern realisierte, denen er bloß ungefähre Anweisungen gab. Seither gehört die Platte zum […] mehr…

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    Miranda Lee Richards - „Light Of X“

    Auf einmal ist sie einem ganz nah, erzählt von der Suche nach den Spuren der besseren Zeiten, von Briefen, die man für immer aufbewahren wird, vom Festhalten an Dinge, die längst zerbrochen sind, und von Sandkörnern, die auf einmal unendlich wertvoll erscheinen. Erst begleitet sie nur ein zögerliches Fingerpicking, dann ein Streichquartett. Man möchte Miranda […] mehr…

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    Pere Ubu - „Dub Housing“

    Der Cuyahoga River ließ Randy Newman einst richtig jubeln: „Cleveland, city of light, city of magic/ Cleveland, city of light you’re calling me.“ Da bot er alle ihm verfügbare Arrangeurs-Kunst auf. Der Grund dafür: „‚Cause the Cuyahoga River goes smoking through my dreams.“ In derselben Stadt, deren Flusss brannte und die- so etwas wie ein […] mehr…

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    Oh, Atoms - „Sugar Mouse“

    Die Pleite von Pinnacle riss Ende letzten Jahres eine ganze Reihe kleiner Labels mit in die Tiefe und hinterließ eine Vertriebslücke im UK, die wieder zu schließen etliche Monate dauern dürfte. Zu den Leidtragenden der Misere zählt auch dieses Folk-Pop-Duo aus London, dessen erste Single eigentlich noch 2008 in die Läden kommen sollte. Nun ist […] mehr…

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    Jesse Harris - „Feel“

    Wie dieses Album wohl klingen würde, wären sie doch noch nach Brasilien gefahren? Aber es blieb ja keine Zeit, weil Jesse Harris als Alleinautor des mit Bright Eyes bis Cat Power prominent besetzten Soundtracks zu Ethan Hawkes „The Hottest State“ schwer beschäftigt war. Drei Studiotage zwischendurch in New York, das war’s dann für „Feel“. Selbst […] mehr…

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    Revolutions In Sound: - „Warner Bros. Records – The…

    Die Besitzer kamen und gingen, und schließlich gelangte das traditionsreiche Label in den Besitz einer Firma, die mit Beerdigungsunternehmen und Parkplätzen viel Geld verdient hatte. Nur Mo Austin war immer da und leitete die Geschicke von Warner Bros. in Burbank. Man kann die abenteuerlichen Burlesken in Stan Cornyns fabelhaftem Buch „Exploding“ (in deutscher Übersetzung: „Explosiv!“ […] mehr…

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    Anna Ternheim - „Leaving On A Mayday“

    Den Koffer neben sich, einen Affen mit Mütze an der Hand, die Sterne leuchten ihr nicht heim. Anna Ternheim sagt: Bye-bye Stockholm, hello New York! Der schonungslos bilanzierende Blick zurück von „No, I Don’t Remember“ oder „My Heart Still Beats For You“ nimmt den Abschied auf ihrem dritten Album schon vorweg. Denn die Grundlage für […] mehr…

  • James Taylor Covers Cover

    James Taylor - Covers

    Ein Suizid-Versuch mit 17, dann Nervenklinik, Heroin- und Alkoholsucht, private Katastrophen. Für James Taylor war die Musik von Anfang an auch ein ewiger öffentlicher Kampf gegen persönliche Dämonen und Überlebensstrategie. Seine klagend vorgetragenen Therapie-Songs wie „Fire And Rain“ oder „Rainy Day“ sind dabei so authentisch wie bitter nah am öden Klischee des Rock’n’Roll way of […] mehr…

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    Break-A-Way - „The Songs of Jackie DeShannon…

    Ziemlich bizarre Momente erlebte Jackie DeShannon immer wieder im Verlauf ihrer Karriere- im Vorprogramm der ersten US-Tournee der Beatles genauso wie als Singer/Songwriter. Das von Sonny Bono und Jack Nitzsche geschriebene „Needles And Pins“ war für sie nur ein ganz kleiner Hit, für die Searchers umgehend danach einer von deren ganz großen. Mit der eigenen […] mehr…

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    Jessica Lea Mayfield - „With Blasphemy So Heartfelt“

    Wenn das mal nicht der Biografie-Satz des Jahres wird. „Meinen Eltern war es wichtig, dass Schule meine Ausbildung nicht störte“, sagt Miss Mayfield aus Kent, Ohio. Schon mit acht bildeten Mom und Pa ihre Tochter im Rahmen der Familienband One Way Rider in einem Tourbus weiter, den bereits Bill Monroe bewohnt hatte. Später himmelte sie […] mehr…

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    Brian Wilson - That Lucky Old Sun

    Die Rückkehr Brian Wilsons zu jenem Label Capitol, bei dem er mit den Beach Boys seine ersten Platten veröffentlichte, war als Triumph geplant worden. Auf einer Terrasse des legendären Turms an der Vine Street wurde der Veteran in gleißender Sonne vor die Fotografen und Kameraleute geschoben, Mikrofone reckten sich ihm entgegen. Wilsons Gesicht blieb unbewegt, […] mehr…

  • Sophie Hunger - Monday's Ghost

    Sophie Hunger - Monday’s Ghost

    Aufregender Folk-Blues einer aufsässigen Diplomatentochter. mehr…

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    Teddy Thompson - „A Piece Of What You…

    Dass er ein talentierter Songschreiber ist, hat Teddy Thompson auf den letzten beiden Platten seiner Mutter Linda (v.a. auf „Fashionably Late“) schon mehrmals bewiesen. Seine Soloalben waren bisher allerdings eher leichtgewichtig und erhielten bei weitem nicht die Aufmerksamkeit, die die Werke seiner Freunde aus Kindertagen, Rufus und Martha Wainwright, bekamen. „A Piece Of What You […] mehr…

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    Graham Nash - „Reflections“

    Im Kreise seiner mild verschrobenen Kollegen Stephen Stills, David Crosby und Neil Young war er der Normale und der Stille- und der einzige Engländer außerdem. Mit den Hollies hatte Graham Nash bereits eine beachtliche Karriere gemacht, als er 1967- nach dem Misserfolg der Single „Midas In Reverse“ – den Bettel hinwarf. In Los Angeles schloss […] mehr…

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    The Prodigy - „Invaders Must Die“

    Krach, rumpel, zirp. Ein Flammeninferno, der Himmel glüht. Keith Flint springt einem wieder mitten ins Gesicht. Einen Sommer lang waren Prodigy der heißeste Scheiß des Universums. „Firestarter“ drang aus jeder Wohnung, aus jedem Auto, und alle Kulturkreise, inklusive der der Klassik zugeneigten Hörer, konnten sich auf dieses Big-Beat-Klanggewitter einigen. Das war 1996, und Prodigys Mix […] mehr…

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    Sky Larkin - „The Golden Spike“

    Eine der besten Platten des Monats kommt aus dem englischen Leeds, von einem Trio namens Sky Larkin. Man hat schon einiges gehört von Sängerin/Gitarristin Katie Harkin und ihren zwei Jungs an Schlagzeug und Bass – einige Singles, eine EP auf dem lokalen Label Dance On The Radio, Lobhudelei aus berufenen Mündern. Das Debütalbum entstand nicht […] mehr…

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    Razorlight - „Slipway Fires“

    Nichts gegen dicke Hosen. Rein gar nicht gegen dicke Backen, Geckentum und Selbstverherrlichung. Unbenommen, dass die Qualität eines Albums nicht durch affiges Verhalten mancher Protagonisten geschmälert wird. Leider ist „Slipway Fires“ allerdings so fade geraten, dass die bizarre Schere zwischen Selbstreputation und musikalischem Schaffen von Razorhead-Sänger Johnny Borrell daran fast noch das Interessanteste ist. Prächtige […] mehr…

  • U2 No Line On The Horizon Artwork

    U2 - No Line On The Horizon

    Ohne große Ideen geht bei U2 gar nichts. Das letzte Album, „How To Dismantle An Atomic Bomb“, sollte eine Reise „from fear to faith“ sein, dieses bewegt sich nun „from dark to day“. Und mit dem Titelsong beginnt „No Line On The Horizon“ tatsächlich wie die Abenddämmerung, ein bisschen bedrohlich. Der dräuende Beat verschluckt fast […] mehr…

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    Eddy Arnold - „There’s Been A Change In…

    Als Eddy Arnold 1969 bei dem an die Grammy Awards anschließenden Bankett auf die Bühne ging, begrüßte man ihn mit…Hühner-Gegacker! Spötter wollten so satirisch karikiert wissen, dass der Country-Megastar der Nachkriegsjahre neuerdings ins Geschäft mit tiefgefrorenen Hähnchen eingestiegen war. Vier Jahre später feuerte ihn dasselbe Unternehmen, das mit Millionen verkaufter Platten von ihm größere Summen […] mehr…

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    Heinz Rudolf Kunze - Protest

    Wenn der Infozettel der Plattenfirma mit einem Zitat von Thomas Mann beginnt und im Folgenden die Worte „künstlerischer Ausdruck“ und „eindrucksvolle Poesie“ vorkommen, dann weiß man, es ist wieder soweit: ein neues Album von Heinz Rudolf Kunze! Begleitet wird „Protest“ von einem Gedicht namens „Ich protestiere“, in dem es unter anderem heißt: „Was früher mal […] mehr…