Musik – Reviews

  • Tift Merritt

    Tift Merritt

    - Traveling Alone

    Souveräne Country-Songs, von einer Top-Studioband gespielt. Zehn Jahre nach ihrem gefeierten Debüt „Bramble Rose“ ist sie weder die neue Lucinda Williams noch die nächste Emmylou Harris geworden, sondern glücklicherweise einfach Tift Merritt geblieben. Und die hat, selbst wenn sie – wie vor ihrem fünften Studio-Album – erneut ohne Vertrag und Management dasteht, längst einen Ruf, […] mehr…

  • Dead Fingers

    Dead Fingers - Dead Fingers

    Ein bisschen der frühe Rod Stewart: Indie-Duo mit Blues-Folk. Vielleicht hätten sie sich lieber The Taylors nennen sollen. Aber natür­lich wollten Taylor Hollingsworth (der schon bei Conor Oberst mitspielen durfte) und Kate Taylor (Marias Schwester) nicht das Naheliegendste wählen. Aber mal ehrlich: Was erwartet man bei einem Bandnamen wie Dead Fingers? Der hätte doch eher […] mehr…

  • Benjamin Gibbard

    Benjamin Gibbard - Former Lives

    In seinem früheren Leben ist Benjamin Gibbard viel herumgekommen. Er hat in mehreren Bands gespielt, mal in Seattle, mal in Los Angeles gewohnt, mal war er Trinker, mal abstinent. Er hatte ein paar Beziehungen, die alle in die Brüche gingen – zuletzt die Ehe mit Zooey Deschanel. Auf „Former Lives“ fasst Gibbard nun zusammen, was […] mehr…

  • Jeremiah-Jonathan

    Jonathan Jeremiah - Gold Dust

    Sich ganz demonstrativ in der Verygangenheit zu bedienen, ohne nur wie eine angefledderte Seite aus dem Geschichtsbuch zu klingen – diese Übung beherrschte der Londoner Sänger und Songschreiber mit dem eindringlichen Bariton und dem Faible fürs ganz große Streicher-handwerk im vergangenen Jahr auf seinem Debüt „A Solitary Man“ ziemlich gut. Und wenn deutsche Film­komödienschaffende von […] mehr…

  • Ty Segal

    Ty Segall - Twins

    Drei Langspieler (plus eine Singles-Compilation) in einem Jahr sind selbst dann eine solide Leistung, wenn man sie wie der US-Songwriter Ty Segall stets auch als Stil-Etüden begreift. Diese hier zum Beispiel, so kann man es in aktuellen Interviews nachlesen, widmete er einer nicht näher bezeichneten, ihn jedoch offenbar schwer beeindruckenden Fuzzbox, die nun mit fröhlichem […] mehr…

  • Lena

    Lena - Stardust

    Ach Gott, schon wieder Lena Meyer-Landrut! Man kann sich gar nicht vorstellen, dass die immer noch erst 21 ist, weil man doch das Gefühl hat, sie seit Jahren jeden verdammten Tag zu sehen. 2010 „Eurovision Song Contest“ gewonnen, 2011 Zehnte geworden, zwei Nummer-eins-Alben, eine nicht so ausverkaufte Tour, die quälende „Durch die Nacht mit …“-Sendung mit […] mehr…

  • Jason Lytle

    Jason Lytle - Department Of Disappearance

    Der Grandaddy-Sänger gibt den melodiesicheren Gipfelstürmer. Ob sich die kürzlich wieder vereinigte Psych-Pop-Band Grandaddy bald auch zu gemeinsamen Studioaufnahmen durchringen kann, steht noch in den Sternen. Dass Sänger Jason Lytle die Lust an zart besaitetem Space-Rock, interstellaren Keyboardklängen und himmlischen Harmoniegesängen nicht verloren hat, beweist er in der Zwischenzeit mit seinem zweiten regulären Soloalbum. „Dept. […] mehr…

  • The Sea And Cake

    The Sea And Cake - Harps

    Man hört es Sam Prekop, Archer Prewitt, John McEntire und Eric Claridge an, dass sie schon zwanzig Jahre zusammen musizieren. Eine Leichtigkeit, wie sie bei „Harps“ mitschwingt, dem zweiten Song ihres aktuellen Albums „Runner“, kann man wohl nur erschaffen, wenn die Wellenlänge stimmt, wenn der eine genau weiß, was der andere kann. Und die Ruhe […] mehr…

  • Dark Dark Dark

    Dark Dark Dark - How It Went Down

    Ein Song, der davon handelt, wie verdammt, ähm, mitgenommen, man auf einer Zugfahrt aussehen kann, wenn man ein wenig zu lange in irgendeiner Bar versackt ist und einem nur noch dieses Transportmittel für den Heimweg übrig bleibt. Das grelle Licht der fluoreszierenden Beleuchtung kann da durchaus gnadenlos sein. Das ist aber bei weitem nicht alles, […] mehr…

  • Why?

    Why? - Jonathan’s Hopes

    Zugegeben, wir haben es derzeit schon ein bisschen mit dieser Band, die HipHop eigens für Menschen zu produzieren scheint, die mit so etwas eigentlich nicht viel zu schaffen haben (seien wir noch ein wenig ehrlicher, wir ja auch nicht). Das liegt wohl an der unkonventionellen Art und Weise, mit der Rapper/Sänger/Verquertexter Yoni Wolf seine Raps […] mehr…

  • Portrait of Paul Westerberg from the Replacements photographed in London in 1991. (Photo by Alastair Indge/Photoshot/Getty Im

    Paul Westerberg - „My Road Now“

    Paul Westerberg, einst Songwriter und Stimme der glorreichen Replacements, sorgte Anfang der Woche für Schlagzeilen, als eine kleine Reunion seiner Band bekannt wurde. Das überschattete natürlich ein wenig, dass er Ende September einen sehr schönen Song ins Netz gestellt hat. „All you ever wantet do be… fuck me!“ So beginnt „My Road Now“, diese im […] mehr…

  • Susanne Sundfør

    Susanne Sundfør - White Foxes (Maps Remix)

    Es gibt ja immer mal so Momente, in denen man sich so richtig darüber freut, einen Song zu entdecken, der wie gemacht ist, um for free feil geboten zu werden. Heute ist so ein Moment, hier kann man sich nämlich „White Foxes“ von Susanne Sundfør  im Maps Remix downloaden. Und das liegt sicher nicht nur […] mehr…

  • Kat Frankie

    Kat Frankie - Please Don’t Give Me What…

    Wer als Singer/Songwriterin seinem dritten Album einen eigenwilligen Titel wie diesen verpasst und es darüber hinaus in Eigenregie veröffentlicht, der agiert zielstrebig, aber keineswegs verkniffen. Mehr als auf dem Vorgänger „The Dance Of A Stranger Heart“ öffnet sich die gebürtige Australierin und Wahlberlinerin nun Welt und Publikum. Auch wenn ihre Songs immer noch sparsam arrangiert […] mehr…

  • Klaus Hoffmann

    Klaus Hoffmann - Berliner Sonntag

    Über seine Heimatstadt hat Klaus Hoffman schon oft gesungen.  Berlin ist neben dem Werk von Jacques Brel sein Lebens-Sujet. Diese Lieder zwischen Chanson und leichtem Jazz, Melancholie und Sehnsucht sind Selbstvergewisserung und Erinnerung: Schlüterstraße, Ecke Kant, die Frauen, der erste Auftritt in einer muffigen Bude 1968, der Puff, das Theater, das Kummerkäuzchen, Halensee, Curry am […] mehr…

  • Mark Eitzel

    Mark Eitzel - Don’t Be A Stranger

    Wer Mark Eitzel von seinen Solo-Alben oder den Arbeiten als und mit American Music Club seit Anfang der Achtziger kennt, wird sich nicht wundern, dass er mit „Don‘ t Be A Stranger“ ein sehr schönes, ruhiges, dunkel-selbstverachtendes Album aufgenommen hat. Es ist, alles zusammengenommen, sein ungefähr 25, doch davon später mehr. Zunächst muss an dieser […] mehr…

  • Chad Valley

    Chad Valley - Fathering/Mothering (feat. Anne Lise Frøkedal)

    „Ich hatte die Vocals dafür schon mit Anne Lise Frøkedal von der Band Harrys Gym in Oslo aufgenommen und habe dann zwei Wochen in einem abgeschiedenen Studio mitten in der wunderschönen Norwegischen Landschaft verbracht, um diesen und ein paar andere Songs aufzunehmen,“ beschreibt Hugo Manual a.k.a Chad Valley die Arbeit an diesem zauberhaften Song (ja, […] mehr…

  • Balthazar

    Balthazar - The Oldest Of Sisters

    Gewollt ungewollt schwirren Gitarren- und Basslines im Intro zu „The Oldest Of Sisters“ in der Luft. In der Sekunde, in der die Noten den Korpus der Instrumente verlassen, werden sie jedoch schon wieder abgedämpft und ihrer Energie beraubt. Das klingt auf gleiche Weise unverfälscht und ungestimmt. Man könnte sich hier mit Anfängern konfrontiert sehen, deren […] mehr…

  • Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

    Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen - Der fünfte Four Top

    Ein wenig haben wir es in der Schuld, dass es Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen heute gibt. Ihr Song „Die Gentlemen-Spieler“, den wir für unseren Rare Trax-Sampler „Kick & Rush – 10 eigenwillige Songs über Fußball“ haben wollten, war eine der ersten vollendeten Aufnahmen, die man – mit unserer Deadline im Rücken – fertig kriegen […] mehr…

  • Review in METAL HAMMER 10/2012
  • Bob Mould

    Bob Mould - Silver Age

    Schon der Titel von Bob Moulds neuem Album strahlt einige Gelassenheit aus. Immerhin gehörte Mould als Drittel der US-Punks Hüsker Dü zu den wegweisenden Rockfiguren der Achtziger, und seit seinem Outing vor 20 Jahren ist er auch noch ein Galionsrocker der Schwulenszene. Bei Hüsker Dü traf sich zu Beginn der Achtziger der harte, rasante Hardcore-Gestus […] mehr…