• Sting - Mercury Falling

    Sting – Mercury Falling

    Mercury heißt Quecksilber. Laß einen Tropfen davon fallen – er zerspringt in viele kleine Kügelchen, die dann, neu sortiert, wieder zu einem Tropfen zusammenfinden werden. Nehmen wir „Twenty Five To Midnight“, eine (durch den 7/4-Takt leicht pervertierte) Soul-Nummer mit einem Mittelteil, in dem Sting Latin und Rock bruchlos ineinanderfügt, um wieder beim Soul zu landen. […] mehr…

  • Bill Pritchard - Mother Town Hall

    Der Gitarrenpop des Engländers kennt keine Bitternis oder Wehmut mehr…

  • Megadeth - Dystopia

    Dave Mustaines knurriges, technoid-kühles Thrash-Derivat schien sich trotz diverser Versuche für die ganz große Mainstreamverwertung nicht zu eignen. Vielleicht hielt ihm die Szene gerade deshalb die Treue. Auch wenn das nicht immer leicht war, als schließlich auch er zu Gott fand. Die Referenzgröße, wenn er sich nicht von einem Produzenten in Versuchung führen lässt wie […] mehr…

  • Brian Fallon - Painkillers

    Ungeniert romantisch, immer mitsingbar: Der Gaslight-Anthem-Sänger bleibt auch solo bei seiner kompakten Rockmusik mehr…

  • Elton John - Wonderful Crazy Night

    Der Piano-Mann variiert seine 70s-Melodien und -Melancholien mehr…

  • Polica: „United Crushers“

    Poliça - United Crushers

    Auf ihrem dritten Album reist die Band um Sängerin Channy Leaneagh an die Ränder des Pop – und findet zu neuer Hochform mehr…

  • David Gilmour - Rattle That Lock

    Das dritte Soloalbum von David Gilmour wirkte wie ein Schwanengesang: „On An Island“ (2006) reflektierte die vergangenen Jahrzehnte und den langsamen Fluss der Zeit. Zusammen mit alten Freunden wie Phil Manzanera und Robert Wyatt besang Gilmour die sich schließenden Kreise der class of ’67 und spielte eine wehmütige Musik, die seine Fähigkeiten mit großer Tiefe auf […] mehr…

  • Chris Isaak - First Comes The Night 

    Der alterslose Tollenträger hat in Nashville ein Album aufgenommen, das eher nach Crooner-Pop klingt als nach Country mehr…

  • Isolation Berlin - Und aus den Wolken tropft…

    Schluss mit Ironie und Cleverness: Direkte, intensive Rockmusik mehr…

  • Jim McBride - Atemlos

    Als Jim McBride seine Neufassung von „Außer Atem“ vorlegte, war das amerikanische Kino der 80er gerade dabei, sich durch die Geschichte des Mediums zu fressen, um sich alles, was nicht niet- und nagelfest (oder gar zu anspruchsvoll) war, mangels passender großer Ideen und Ideologien einzuverleiben. Da wurde natürlich auch nicht vor den Schätzen des europäischen […] mehr…

  • Mavis Staples - Livin‘ On A High Note

    Für Sänger ist das Alter oft eine schlimme Sache: Die Stimme verändert sich, bleibt irgendwann womöglich ganz weg. Johnny Cash hat daraus eine Tugend gemacht und sich mithilfe von Rick Rubin in eine knorrige alte Eiche verwandelt, deren Lebensweisheit bis zuletzt gefeiert wurde. Für Frauen ist es naturgemäß schwieriger; von ihnen erwartet man eher einen ewig […] mehr…

  • Heinz Rudolf Kunze - Deutschland

    Eine Zeit lang wünschte man sich, dass der Mann, der mit Stücken wie „Bestandsaufnahme“ und „7. Juli vormittags“ die alte Bundesrepu­blik so präzise erfasste, wieder poli­tischer werden möge. „Deutschland“ ist nun so politisch und privat und gewollt beides in einem, dass man es gleich wieder vergessen kann. Doch wer ist in all seinen Widersprüchen deutscher […] mehr…

  • Me And My Drummer - Love Is A Fridge

    War es gut, so lange mit der schwierigen zweiten Platte zu warten, gar, erzählt man sich, bereits aufgenommene Ideen in die Tonne zu treten? Absofuckinglutely! „Love Is A Fridge“ vom Berliner Duo Me And My Drummer ist ein eigenwilliges, offenes Konglomerat toller Ideen, deren konsequenter Umsetzung, spitzenmäßiger Keyboarddisco, hoppelnder Beats und Charlotte Brandis außergewöhnlicher Stimme. […] mehr…

  • Ethan Coen, Joel Coen - Hail, Caesar!

    „Die Leute wollen keine Fakten, sie wollen an etwas glauben“, heißt es an einer Stelle im fantastischen neuen Film der Coen-Brüder, „Hail, Caesar!“. Wir befinden uns in den frühen Fünfzigern, wenige Jahre nach dem Holocaust, der Koreakrieg ist in vollem Gange, das paranoide Amerika ahnt an jeder Ecke kommunistische Spione, und die Leute, sie wollen […] mehr…

  • Jochen Distelmeyer - Songs From The Bottom Vol.…

    Der Blumfeld-Sänger covert im Nebel des Irgendwie und Irgendwo Pop-Hits von Britney Spears, Lana Del Rey und Radiohead mehr…

  • Nevermen - Nevermen

    Es wird gesummt, gebrummt, geraunt. Ein Dreimannchoral rutscht eine Tonleiter rauf und runter. Zwischen Harfe und Glockenspiel erblüht ein paar Augenblicke lang ein orchestrales Idyll, durch das dann aber ein Afrobeat tobt. Plötzlich scheint man sich in Philip Glass’ „Koyaanisqatsi“ verirrt zu haben, und als auch noch wirre Breatbeaks und ein Heavyriff auftauchen, gibt man […] mehr…

  • Ty Segall - Emotional Mugger

    Um zu erklären, wie Ty Segall tickt, könnte man darauf hinweisen, dass der Psych-Retromeister die ersten US-Promos dieses Albums auf VHS-Kassette verschickte. Damit nicht genug, handelte es sich dabei auch noch um überspielte Exemplare einer Verleihkette. Die emotionale Räuberei des Titels bezieht sich jedoch nicht darauf, dass man das Ding kaum abspielen konnte. Es geht, […] mehr…

  • Queen - Innuendo

    Mit „Innuendo“ gelang Queen nur Monate vor Freddie Mercurys Tod noch einmal ein letzter kämpferischer und zugleich verspielter Höhepunkt. mehr…

  • Turbostaat - Abalonia

    Seit „Das Island Manöver“ (2010) zeichnet sich ab, dass Turbostaat mehr wollen als den üblichen Hau­drauf-Punkrock. Nun hat sich das Quintett aus Flensburg für das sechste Werk einen erzählerischen Rahmen zurechtgelegt, was nicht nur textlich, sondern auch musikalisch Konsequenzen hat: auf der einen Seite weniger Slogans und mehr Abstraktion, auf der anderen Seite komplexere Kompositionen. […] mehr…